30. Rahja / 1. Namenlose 1019 BF
Nachdem die tiefsten Wunden versorgt sind, gehe ich wieder auf den Wehrgang. Es herrscht atemlose Stille. Außer dem Wimmern und Schreien der Verwundeten in der Burg hört man im Umland nichts mehr. Das Knistern der Feuer durchdringt ebenfalls die Stille und im Westen türmen sich violette Wolkenberge auf, die näher kommen. Es wird langsam dunkel und es entsteht ein unheimliches Zwielicht.
Ardo verlangt nach einem letzten deftigen Mahl und es wird aufgetischt, was die Burg noch hergibt. Wo manch einer betrübt und verängstigt seine Henkersmahlzeit zu sich nimmt, nehmen die rondratreuen Kämpfer und Kämpferinnen eher guter Dinge das Essen zu sich, in dem Wissen das nächste mal an Rondras Tafel zu speisen.
Wir werden zu einem Kriegsrat in Ypolittas Kaminzimmer gerufen. Rittmeisterin Detlana, Kastellmeisterin Xaviera, Stallmeisterin Lana und auch Alya sind anwesend. Die Burg steht kurz vor dem Fall, was tun!?
Ardo berät die Amazonen einen Reiterangriff zu wagen, sobald das Tor fällt. Ein letzter Ritt der Amazonen, dem stolzen Reitervolk Rondras. Sterben, wie es einer Amazone gebührt!
Isonzo wird beauftragt hinter der Wagenburg eine Rampe dafür zu errichten.
Plötzlich erklingt ein Horn zum Alarm. Wir eilen auf die Mauern und erkennen Unmengen von Untote, die sich wie eine geräuschlose Masse vorwärts bewegen in der Dunkelheit. Lediglich ihre Rüstungen geben leicht klirrende Geräusche von sich. Doch kein einziger kalter Atemhauch ist zu sehen, kein Wort zu vernehmen. Inmitten der Untoten ein noch größerer Rammbock, der auf das Tor zu getragen wird. Doch auch rund um die Burg kommt das Söldnerheer wieder mit Leitern und Belagerungstürmen näher.
Ardo und die Amazonen begeben sich auf die Pferde, während Hurdo und ich uns hinter dem Tor platzieren. Isonzo und Ragnar postieren sich zwischen Tor und Tempel. Das Donnern des Rammbocks gegen das Tor lässt erahnen, dass es bald fallen wird. Ardo reitet mit den Amazonen im Hof im Kreis bis das Tor splitternd zerkracht und Hurdo und ich schlagen auf alles ein, was hindurch kommt. Ich höre das Heranpreschen der Pferde und kämpfe mich zur Seite, doch Hurdo bekommt von alldem nichts mit und ehe er von den Pferden umgeritten wird, springe ich geistesgegenwärtig mit einem mächtigen Sprung hinüber und reiße ihn zur Seite ehe die Reiterschar hinter uns hinwegfegt und alles niederreitet, was ihnen in die Quere kommt. Sie kämpfen reitend eine mächtige Bresche in die Untotenschar. Bei ihrem Ritt erkennen sie im Hintergrund Xeeran, Sulman al Venish und den Notmarker, umringt von übermenschlich kraftstrotzenden Berserkern.
Einzelne Untote, die noch immer durch das Tor gelangen, geraten mit Hurdo und mir aneinander. Die Reiter kehren um und schlagen erneut eine Bresche auf ihrem Rückweg. Als der letzte Reiter durch das Tor zurück ist, erhebt sich aus dem Boden plötzlich Gestein und bildet eine undurchdringliche Mauer aus Fels wo eben noch das Tor offen war. Für einen Moment lang sind wir am Tor sicher. Ein Blick zu Ragnar, der zufrieden auf das Tor blickt, sagt mir, dass er dafür verantworlich ist und im Stillen danke ich ihm dafür.
Dennoch wird auf allen Mauern weitergekämpft. Plötzlich sehe ich, wie der Notmarker und der Eisbarbar auf dem Wehrgang erscheinen und ich stürme zu ihnen. Ypolitta ebenfalls und Hurdo folgt uns. Während Ypolitta auf den Notmarker stürmt, stelle ich mich mit Hurdo dem Eisbarbaren und ein heftiger Kampf beginnt. Der Barbar haucht einen eisigen Hauch auf uns und ich merke wie meine Glieder schwerer werden durch die Kälte und meine Hiebe langsamer. Doch plötzlich wird es schlagartig wieder heiß und meine Hiebe werden wieder schneller und stärker. Ich strotze nur so vor Kraft und trotz schwerer Treffer, die ich wieder ignoriere, gelingt es uns den Eisbarbaren niederzustrecken. Sein eisiges Schwert bleibt auf dem Boden liegen, doch in meinem Kampfrausch schlage ich weiter auf alle Feinde ein, die mir auf den Wehrmauern begegnen. Ardo nimmt das Schwert des Eiskämpfers auf und ist auf einmal nicht mehr er selbst. In seinem Wahn will er die Mauer am Tor zerstören und eilt nach unten, doch ehe er auf die Mauer einschlagen kann, grellt plötzlich ein Blitz auf ihn nieder, zerstört das Schwert und schmettert Ardo in eine Ecke, doch auch die Mauer wird dadurch zerstört und die Untoten strömen in die Burg ein.
Plötzlich druchdringt ein infernalischer Schrei von Sulman an Venish die Nacht und viele halten inne, nur ich kann nicht aufhören und richte einen nach dem anderen auf den Mauern. Sulman lässt die Toten auferstehen und die Massen, die uns gegenüberstehen, werden endlos.
Auf einmal hört man ein seltsames Rauschen aus dem Himmel und kurz danach taucht aus dem Dunkel der glühende Schatten eines Drachens auf. Auf seinem Rücken Kaldrim! Wie macht er das nur immer wieder?!
Der Drache landet auf dem Burghof und noch während Ypolitta gegen den Notmarker kämpft, bittet sie ihn Kurkum zu retten. Dann beginnt ein Inferno. Alle eilen hilflos zum Tempel, als der Drache Smardur sich erhebt und mit Feuersbrünsten alles hinwegfegt, egal ob Freund oder Feind. Selbst ich kämpfe mich eher rückwärts in Richtung des Tempels.
Ein Blick auf Ypolitta zeigt wie die Amazonenkönigin rondragleich im Licht der Feuer kämpft, wie die Löwin selbst. Ihr Schwert blitzt beim Abwehren der Schläge und mit letzter Kraft zwingt sie den Notmarker in die Knie und schlägt ihm den Kopf ab, ehe sie selbst zusammenbricht. Smardur spuckt sein Drachenfeuer darüber und das Schwert fliegt in den Burghof. Die Amazonenkönigin ist gefallen. Kurkum ist gefallen!
Schwerverletzt breche auch ich im Tempel zusammen, als meine Leviathankräfte abebben. Ich stehe kurz vor der Bewusstlosigkeit und merke geistesabwesend, dass sich Isonzo um meine Wunden kümmert.
Als die Schlacht vorüber ist, liegt Smardur selbst sterbend in seiner eigenen Glut im Burghof bis er vergeht.
Ardo nimmt das Schwert der Königin an sich. Er hat der Königin versprochen, Gilia zu finden.
Die letzten ca zehn überlebenden Amazonen bleiben hier und bewachen weiterhin den Tempel.
Die Burg ist nur noch eine Ruine mit Ausnahme des Tempels, der den Kampf
unversehrt überstanden hat. Rondra war mit uns, geht es mir durch den
Kopf, doch gleichzeitig spüre ich, wie es mich kalt lässt. Wie
gleichgültig mir der Verlust all der Menschenleben hier ist und wie es
mir nur wichtig erscheint, dass wir und vor allem ICH überlebt habe. Das
Spiel ist noch nicht vorbei, Dämonenmeister!
Mein Name ist Yamira saba Shanya al Kira! Mein Leben soll nicht in Vergessenheit geraten, denn ich bin zu Größerem erkoren, sonst säße ich bereits an Rondras Tafel. Doch werde ich erst von Dere gehen, wenn meine Aufgabe erfüllt ist. Somit schreibe ich nieder was mir widerfährt, damit meine Taten weitererzählt werden und ich als Heldin ewig weiterlebe...
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Montag, 16. Mai 2016
Die Schlacht beginnt
30. Rahja 1019 BF
Nach dem Tod von Savolina ist es wenigstens nicht mehr kälter geworden. Die Bürger wurden alle in den Tempel gebracht. Vorräte, Wasser, Feuerholz, alles Notwendige wurde in den Tempel gebracht, um ihn als letzte Bastion von Kurkum halten. Alle, die wehrfähig sind, tragen eine Waffe und werden angeleitet sie auch zu benutzen. Die Wagenburg trutzt als letzer Wall davor.
Der Blick auf die Umgebung zeigt, dass das Schlagen des Holzes für einige Belagerungstürme und Katapulte genutzt wurde. Der Feind hat aufgerüstet.
Gegen Nachmittag ertönt ein Warnruf vom Wehrgang "Der Feind sammelt sich!" und von den Wehrgängen aus beobachten wir, wie sie sich rund um die Burg von sämtlichen Richtungen in Stellung gehen.
Hinter den Wäldern tauchen Bogenschützen und Katapulte auf, die mit Brandgefäßen bestückt werden. Mein Blick über unseren Wehrgang zeigt Angst in den Augen der Dörfler. Die meisten haben zu viele Winter gesehen, oder zu wenige. Nur den Amazonen steht die mutige Entschlossenheit in den Augen geschrieben. Rufe erschallen "Für die Königin! Für Rondra!" und vielstimmig wird der Ruf lauter. Ardo bläst in sein Horn. Er geht in die Stallungen um Rhana zu satteln. Dort entdeckt er auch das Pferd der Königin. Ein edles, schwarzes Ross, doch es hat Flügel!
Zur gleichen Zeit entzünden die feindlichen Bogenschützen ihre Brandpfeile und auch die drei Katapultgeschosse beginnen zu brennen, ehe der leuchtende Pfeilhagel auf uns niedergeht. Alles was brennen kann, brennt... doch es brennt blau- Hylayer Feuer! Elendiges Dämonenpack! Die Scheune beginnt zu brennen und Kaldrim und Isonzo versuchen die Pferde zu befreien, ehe es auf die Ställe übergreift.
Irgendwann hört der Beschuss auf und die Söldner rücken auf. Mit Leitern und Belagerungstürmen kommen sie auf die Burg zu. Auf dem Weg zum Burgtor ist ein besonderer Schildwall zu sehen und wir erkennen, dass der Eisbarbar geschützt wird. Er stößt sein Schwert in den Fluß und augenblicklich vereist er zusehendst. Der Burggraben gefriert. Er bietet keinen Schutz mehr. Dann zieht er sich im Schutz seines Schildwalls wieder zurück. Die ersten Leitern werden angelegt und die eigentliche Schlacht, Mann gegen Mann beginnt. Ich spüre wie mir trotz der umliegenden Kälte innerlich wärmer wird und nach den ersten Gegnern, die ich töte, kommt der Rausch des Kampfes in mir hoch. Ich strecke einen um den anderen nieder, reiße Leitern seitlich um und werde zum Tier. Meine Haut wird schuppig und ich töte, was mir an Gegnern vor den Khunchomer läuft.
Plötzlich ertönen drei Hornstöße von Ardo und ich drehe mich um. Eine Gruppe von Söldnern versucht zum Torturm zu gelangen, doch wir können ihren Versuch vereiteln.
Als ein tiefes Hornsignal erklingt, ziehen sich die Angreifer zurück.
Die erste Welle ist überstanden. Verwundete werden in den Tempel gebracht und Tote verbrannt, nachdem ihre Rüstungen und Waffen andere ausstatten um noch von Nutzen zu sein.
Doch die Ruhe wärt nicht lange. Kaum eine Stunde später erneuter Aufmarsch der feindlichen Truppen. Diesmal schieben sie zwei Belagerungstürme heran und eine neue Schlacht entbrennt. Am Torturm kommen sie mit einem Rammbock. Ich schütte Pech hinunter, während Ragnar es mit einer Feuerlanze entfacht und kurze Zeit werden sie aufgehalten.
Isonzo und Ardo stellen sich einem Belagerungsturm und haben einige Mühe sie abzuwehren. Ein kurzer Blick in ihre Richtung zeigt mir Isonzo doppelt, doch wird meine Aufmerksamkeit wieder auf die Truppen vorm Tor gelenkt. Während der Rammbock weiterhin auf die hochgezogene Zugbrücke donnert, sehe ich in einiger Entfernung Xeeran mit einer kindlichen entstellten Gestalt neben sich. Er spricht kurz zu ihr und das entstellte Kind stürzt sich auf das Tor. Mit heftigen Ausbrüchen zerstört es die hochgezogene Zugbrücke Stück für Stück, reißt ganze Bohlen heraus und hängt wie ein wütender Berserker an der Holzkonstruktion.
Seitlich der Burg beginnt ein Belagerungsturm zu brennen - Isonzos Werk, während Ragnar das Eis unter den Sappeuren mit dem Rammbock schmilzen lässt und dieser mitsamt den Männern im eisigen Wasser versinkt. Kaldrims Falke kehrt zurück und kurz darauf stürmen 50 grimmige Zwerge in Rüstungen und mit Kriegsäxten bewaffnet mit tiefem Gebrüll in das Tal und eilen uns zu Hilfe.
Ardo und einige Amazonen eilen zu ihren Pferden, falls das Tor bricht, doch so lange kann ich nicht warten. Dieses unnatürliche Kind ist ein Gegner, das sich als würdig erweist gegen mich zu kämpfen.
Mit einem Satz bin ich am Tor und ein harter Kampf entbrennt mit dem Kind, das keines mehr ist. Es ist unglaublich stark, doch im Gegensatz zu früher, zeigt meine Waffe Wirkung. Es verletzt mich stark und mit nur wenigen Treffern hat es mir tiefe Wunden zugefügt. Doch ebenso wenig wie das Kind verspüre ich Schmerz. Zu guter Letzt obsiege ich und ein wohliger Schauer durchdringt meine Glieder. Meine Echsenaugen begegnen dem beunruhigeten Blick Xeerans, ehe er sich umdreht und geht und kurze Zeit später wird den Feinden erneut der Rückzug befohlen.
Das Tor steht noch. Unzählige Tote liegen in der Burg, doch wir halten stand. Ich begebe mich zum Lazarett und lasse mir meine Wunden flicken. Ich liege blutüberströmt auf dem Boden und starre in den Himmel. Da sehe ich aus den Augenwinkel noch Kaldrim auf einem schwarzen geflügelten Ross davonfliegen...
Nach dem Tod von Savolina ist es wenigstens nicht mehr kälter geworden. Die Bürger wurden alle in den Tempel gebracht. Vorräte, Wasser, Feuerholz, alles Notwendige wurde in den Tempel gebracht, um ihn als letzte Bastion von Kurkum halten. Alle, die wehrfähig sind, tragen eine Waffe und werden angeleitet sie auch zu benutzen. Die Wagenburg trutzt als letzer Wall davor.
Der Blick auf die Umgebung zeigt, dass das Schlagen des Holzes für einige Belagerungstürme und Katapulte genutzt wurde. Der Feind hat aufgerüstet.
Gegen Nachmittag ertönt ein Warnruf vom Wehrgang "Der Feind sammelt sich!" und von den Wehrgängen aus beobachten wir, wie sie sich rund um die Burg von sämtlichen Richtungen in Stellung gehen.
Hinter den Wäldern tauchen Bogenschützen und Katapulte auf, die mit Brandgefäßen bestückt werden. Mein Blick über unseren Wehrgang zeigt Angst in den Augen der Dörfler. Die meisten haben zu viele Winter gesehen, oder zu wenige. Nur den Amazonen steht die mutige Entschlossenheit in den Augen geschrieben. Rufe erschallen "Für die Königin! Für Rondra!" und vielstimmig wird der Ruf lauter. Ardo bläst in sein Horn. Er geht in die Stallungen um Rhana zu satteln. Dort entdeckt er auch das Pferd der Königin. Ein edles, schwarzes Ross, doch es hat Flügel!
Zur gleichen Zeit entzünden die feindlichen Bogenschützen ihre Brandpfeile und auch die drei Katapultgeschosse beginnen zu brennen, ehe der leuchtende Pfeilhagel auf uns niedergeht. Alles was brennen kann, brennt... doch es brennt blau- Hylayer Feuer! Elendiges Dämonenpack! Die Scheune beginnt zu brennen und Kaldrim und Isonzo versuchen die Pferde zu befreien, ehe es auf die Ställe übergreift.
Irgendwann hört der Beschuss auf und die Söldner rücken auf. Mit Leitern und Belagerungstürmen kommen sie auf die Burg zu. Auf dem Weg zum Burgtor ist ein besonderer Schildwall zu sehen und wir erkennen, dass der Eisbarbar geschützt wird. Er stößt sein Schwert in den Fluß und augenblicklich vereist er zusehendst. Der Burggraben gefriert. Er bietet keinen Schutz mehr. Dann zieht er sich im Schutz seines Schildwalls wieder zurück. Die ersten Leitern werden angelegt und die eigentliche Schlacht, Mann gegen Mann beginnt. Ich spüre wie mir trotz der umliegenden Kälte innerlich wärmer wird und nach den ersten Gegnern, die ich töte, kommt der Rausch des Kampfes in mir hoch. Ich strecke einen um den anderen nieder, reiße Leitern seitlich um und werde zum Tier. Meine Haut wird schuppig und ich töte, was mir an Gegnern vor den Khunchomer läuft.
Plötzlich ertönen drei Hornstöße von Ardo und ich drehe mich um. Eine Gruppe von Söldnern versucht zum Torturm zu gelangen, doch wir können ihren Versuch vereiteln.
Als ein tiefes Hornsignal erklingt, ziehen sich die Angreifer zurück.
Die erste Welle ist überstanden. Verwundete werden in den Tempel gebracht und Tote verbrannt, nachdem ihre Rüstungen und Waffen andere ausstatten um noch von Nutzen zu sein.
Doch die Ruhe wärt nicht lange. Kaum eine Stunde später erneuter Aufmarsch der feindlichen Truppen. Diesmal schieben sie zwei Belagerungstürme heran und eine neue Schlacht entbrennt. Am Torturm kommen sie mit einem Rammbock. Ich schütte Pech hinunter, während Ragnar es mit einer Feuerlanze entfacht und kurze Zeit werden sie aufgehalten.
Isonzo und Ardo stellen sich einem Belagerungsturm und haben einige Mühe sie abzuwehren. Ein kurzer Blick in ihre Richtung zeigt mir Isonzo doppelt, doch wird meine Aufmerksamkeit wieder auf die Truppen vorm Tor gelenkt. Während der Rammbock weiterhin auf die hochgezogene Zugbrücke donnert, sehe ich in einiger Entfernung Xeeran mit einer kindlichen entstellten Gestalt neben sich. Er spricht kurz zu ihr und das entstellte Kind stürzt sich auf das Tor. Mit heftigen Ausbrüchen zerstört es die hochgezogene Zugbrücke Stück für Stück, reißt ganze Bohlen heraus und hängt wie ein wütender Berserker an der Holzkonstruktion.
Seitlich der Burg beginnt ein Belagerungsturm zu brennen - Isonzos Werk, während Ragnar das Eis unter den Sappeuren mit dem Rammbock schmilzen lässt und dieser mitsamt den Männern im eisigen Wasser versinkt. Kaldrims Falke kehrt zurück und kurz darauf stürmen 50 grimmige Zwerge in Rüstungen und mit Kriegsäxten bewaffnet mit tiefem Gebrüll in das Tal und eilen uns zu Hilfe.
Ardo und einige Amazonen eilen zu ihren Pferden, falls das Tor bricht, doch so lange kann ich nicht warten. Dieses unnatürliche Kind ist ein Gegner, das sich als würdig erweist gegen mich zu kämpfen.
Mit einem Satz bin ich am Tor und ein harter Kampf entbrennt mit dem Kind, das keines mehr ist. Es ist unglaublich stark, doch im Gegensatz zu früher, zeigt meine Waffe Wirkung. Es verletzt mich stark und mit nur wenigen Treffern hat es mir tiefe Wunden zugefügt. Doch ebenso wenig wie das Kind verspüre ich Schmerz. Zu guter Letzt obsiege ich und ein wohliger Schauer durchdringt meine Glieder. Meine Echsenaugen begegnen dem beunruhigeten Blick Xeerans, ehe er sich umdreht und geht und kurze Zeit später wird den Feinden erneut der Rückzug befohlen.
Das Tor steht noch. Unzählige Tote liegen in der Burg, doch wir halten stand. Ich begebe mich zum Lazarett und lasse mir meine Wunden flicken. Ich liege blutüberströmt auf dem Boden und starre in den Himmel. Da sehe ich aus den Augenwinkel noch Kaldrim auf einem schwarzen geflügelten Ross davonfliegen...
Die Verräterin
25. bis 30. Rahja 1019 BF
Die nächsten Tage passiert nicht viel. Die Feinde lassen sich kaum blicken, doch hört man weiterhin Holz schlagen aus dem Wald und es wird immer kälter. Der Flußlauf um die Burg herum trägt erste dünne Eisschichten. Ardo sucht die Rittmeisterin Detlana auf, um für den Schutz der Bürger im Tempel zu bitten. Man wird es in Erwägung ziehen. Isonzo errichtet derweil mit Hilfe der Bürger eine Wagenburg vorm Tempel. Kaldrim schickt seinen Falken nach Schatodor und erbittet dort Hilfe.
Die Gefangene Savolina ist weiterhin eingesperrt, doch noch hat sich keiner befragt. Wir gehen in den Kerker und Ardo verhört sie. Sie bezichtigt nur Kaldrim der Schändung, doch Ardo bleibt hart. Er möchte, dass sie auf Rondra schwört, doch sie weigert sich. Nach einer Weile, ohne ernennenswerte Fortschritte, ziehen wir uns auf einmal wieder zurück und suchen die Kastellmeisterin Xaviera auf. Ardo berichtet, dass er Savolina einer Seelenprüfung unterzogen habe und sie schuldig sei. Sie sei bereits im 3. Kreis der Verdammnis. Die Königin Ypolitta wird geholt und die Dämonenbuhle wird nach kurzer Unterredung zum Tode verurteilt.
Ypolitta versammelt alle im Hof und spricht den offiziellen Richtspruch über sie aus. Anklage: Verräterin der göttlichen Ordnung ! Damit ist ihr Todesurteil besiegelt.
Während ich auf dem Wehrgang bleibe um nach den Feinden Ausschau zu halten, betreten Ayla und Detlana mit Ardo und Kaldrim den Burgfried. Savolina sitzt still in einer Ecke der Zelle, ihr Blick ist eiskalt. Alya und Detlana gehen rein und Savolina erhebt sich und haucht einen ewigen Hauch Eiseskälte aus, duckt sich unter den Schlägen der Amazonen hinweg und läuft Ardo und Kaldrim direkt vor die Klingen, Ardos Hieb trennt ihr den Arm ab. Sie schreit und blutet, und wimmernd kauert sie sich erneut in eine Ecke. Doch noch ehe Ardo und Kaldrim ihr zu nahe kommen, ruft sie ein Pandemonium aus und der Boden ist übersät mit Tentakeln und anderem Niederhöllischem. Ardo und Kaldrim gelingt es dennoch Savolina zu töten und auch Detlana und Ayla schaffen es lebend, jedoch verwundet aus dem Turm wieder hinaus. Die Dämonenbuhle und Verräterin ist besiegt!
Kaldrim und Ragnar durchsuchen ihre Sachen und finden einen Eisdolch. Es scheint magisches Eis zu sein, denn er schmilzt nicht im Feuer. Ardo steckt ihn in ein Tuch gewickelt ein.
Ardo bittet um Audienz bei der Königin und wird vorgelassen. Er macht ihr klar, dass die Burg fallen wird und erwartet nur das zu schützen was es wirklich zu schützen gilt. Ypolitta besteht weiterhin nur auf den Tempel. Sie offenbart ihm, dass ihr Schicksal bereits vorherbestimmt ist und sie weiß, dass sie sterben wird. Die Amazonen werden untergehen. Die einzige Insignie, die Kurkum hat und die beschützt werden muss ist Gilia! Ardo schwört bei Rondra der Königin der Amazonen, sie zu finden!
Die nächsten Tage passiert nicht viel. Die Feinde lassen sich kaum blicken, doch hört man weiterhin Holz schlagen aus dem Wald und es wird immer kälter. Der Flußlauf um die Burg herum trägt erste dünne Eisschichten. Ardo sucht die Rittmeisterin Detlana auf, um für den Schutz der Bürger im Tempel zu bitten. Man wird es in Erwägung ziehen. Isonzo errichtet derweil mit Hilfe der Bürger eine Wagenburg vorm Tempel. Kaldrim schickt seinen Falken nach Schatodor und erbittet dort Hilfe.
Die Gefangene Savolina ist weiterhin eingesperrt, doch noch hat sich keiner befragt. Wir gehen in den Kerker und Ardo verhört sie. Sie bezichtigt nur Kaldrim der Schändung, doch Ardo bleibt hart. Er möchte, dass sie auf Rondra schwört, doch sie weigert sich. Nach einer Weile, ohne ernennenswerte Fortschritte, ziehen wir uns auf einmal wieder zurück und suchen die Kastellmeisterin Xaviera auf. Ardo berichtet, dass er Savolina einer Seelenprüfung unterzogen habe und sie schuldig sei. Sie sei bereits im 3. Kreis der Verdammnis. Die Königin Ypolitta wird geholt und die Dämonenbuhle wird nach kurzer Unterredung zum Tode verurteilt.
Ypolitta versammelt alle im Hof und spricht den offiziellen Richtspruch über sie aus. Anklage: Verräterin der göttlichen Ordnung ! Damit ist ihr Todesurteil besiegelt.
Während ich auf dem Wehrgang bleibe um nach den Feinden Ausschau zu halten, betreten Ayla und Detlana mit Ardo und Kaldrim den Burgfried. Savolina sitzt still in einer Ecke der Zelle, ihr Blick ist eiskalt. Alya und Detlana gehen rein und Savolina erhebt sich und haucht einen ewigen Hauch Eiseskälte aus, duckt sich unter den Schlägen der Amazonen hinweg und läuft Ardo und Kaldrim direkt vor die Klingen, Ardos Hieb trennt ihr den Arm ab. Sie schreit und blutet, und wimmernd kauert sie sich erneut in eine Ecke. Doch noch ehe Ardo und Kaldrim ihr zu nahe kommen, ruft sie ein Pandemonium aus und der Boden ist übersät mit Tentakeln und anderem Niederhöllischem. Ardo und Kaldrim gelingt es dennoch Savolina zu töten und auch Detlana und Ayla schaffen es lebend, jedoch verwundet aus dem Turm wieder hinaus. Die Dämonenbuhle und Verräterin ist besiegt!
Kaldrim und Ragnar durchsuchen ihre Sachen und finden einen Eisdolch. Es scheint magisches Eis zu sein, denn er schmilzt nicht im Feuer. Ardo steckt ihn in ein Tuch gewickelt ein.
Ardo bittet um Audienz bei der Königin und wird vorgelassen. Er macht ihr klar, dass die Burg fallen wird und erwartet nur das zu schützen was es wirklich zu schützen gilt. Ypolitta besteht weiterhin nur auf den Tempel. Sie offenbart ihm, dass ihr Schicksal bereits vorherbestimmt ist und sie weiß, dass sie sterben wird. Die Amazonen werden untergehen. Die einzige Insignie, die Kurkum hat und die beschützt werden muss ist Gilia! Ardo schwört bei Rondra der Königin der Amazonen, sie zu finden!
Samstag, 16. April 2016
Der Schelm
25. Rahja 1019 BF
Es wird zunehmend kälter. Das Essen immer karger.
Ardo macht sich auf die Suche nach unterirdischen Gängen. Irgendwie muss der Verräter ja Möglichkeiten haben die Botschaften zu vermitteln.
Ich dagegen werde immer lethargischer. Mein Körper sehnt sich nach Ruhe und Schlaf und ich halte mich weitgehend drinne am Feuer auf.
Gegen Mittag erschallt ein Ruf einer Wache, dass eine Person sich der Burg nähert.
Er trägt bunte Kleidung und hält eine tote Gans unter dem Arm. Feixend grinsend kommt er auf die Burg zu. Einige tuscheln schon, dass das der Mann ist, der zuvor schon die Gänse getötet hat.
Es ist Torxes Freigeist, ein Schelm!
Seine schrille Stimme verkündet laut den Willen Borbarads mit lobpreisenden Bemerkungen, dazwischen redet er mit der Gans, als sei sie noch lebendig und Travia in Person, kichert irre und mit einem zynischen Lachen tut er so, als würde er der Gans den Hals brechen. Dann erhebt er den Zeigefinger zu uns, sagt jedoch nichts, sondern winkt nur ab und schlägt mit seiner Hand ein Rad, ehe er wieder pfeifend zurück schlendert.
Es wird zunehmend kälter. Das Essen immer karger.
Ardo macht sich auf die Suche nach unterirdischen Gängen. Irgendwie muss der Verräter ja Möglichkeiten haben die Botschaften zu vermitteln.
Ich dagegen werde immer lethargischer. Mein Körper sehnt sich nach Ruhe und Schlaf und ich halte mich weitgehend drinne am Feuer auf.
Gegen Mittag erschallt ein Ruf einer Wache, dass eine Person sich der Burg nähert.
Er trägt bunte Kleidung und hält eine tote Gans unter dem Arm. Feixend grinsend kommt er auf die Burg zu. Einige tuscheln schon, dass das der Mann ist, der zuvor schon die Gänse getötet hat.
Es ist Torxes Freigeist, ein Schelm!
Seine schrille Stimme verkündet laut den Willen Borbarads mit lobpreisenden Bemerkungen, dazwischen redet er mit der Gans, als sei sie noch lebendig und Travia in Person, kichert irre und mit einem zynischen Lachen tut er so, als würde er der Gans den Hals brechen. Dann erhebt er den Zeigefinger zu uns, sagt jedoch nichts, sondern winkt nur ab und schlägt mit seiner Hand ein Rad, ehe er wieder pfeifend zurück schlendert.
Bauernaufstand
24. Rahja 1019 BF
Am Nächsten Morgen ist es noch kälter. Der Frost legt sich schon über das Mauerwerk und während wir ein karges Morgenmahl verspeisen, vernehmen wir draußen einen Tumult. Ein Streit ist im Hof vom Zaun gebrochen. Alwin, der allseits streitsüchtige, zetert wegen den Mahlzeiten herum. Angeblich würden wir tolles Essen aufgetischt bekommen mit Fleisch und Gesottenem. Isonzo und Hurdo legen sich kurz mit ihm an, und schon schnell zeigt er sich vernünftig, als er Hurdos Drohungen realisiert.
Kaldrim und ich besuchen unsere Verdächtige und ich überlasse Kaldrim die gute Frau vollzuquatschen. Selbstverständlich gibt sie nichts zu und wir unterrichten Ypolitta von unserer Gefangennahme. Die Amazonen werden sich vorerst weiter darum kümmern.
Ich unterhalte mich mit Kaldrim noch ein wenig über Seelentiere, doch ansonsten geschieht an diesem Tag wenig. Die Verwundeten werden versorgt, die Stellungen neu aufgefüllt mit allem Notwendigen und Kraft geschöpft für den nächsten Angriff.
Am Nächsten Morgen ist es noch kälter. Der Frost legt sich schon über das Mauerwerk und während wir ein karges Morgenmahl verspeisen, vernehmen wir draußen einen Tumult. Ein Streit ist im Hof vom Zaun gebrochen. Alwin, der allseits streitsüchtige, zetert wegen den Mahlzeiten herum. Angeblich würden wir tolles Essen aufgetischt bekommen mit Fleisch und Gesottenem. Isonzo und Hurdo legen sich kurz mit ihm an, und schon schnell zeigt er sich vernünftig, als er Hurdos Drohungen realisiert.
Kaldrim und ich besuchen unsere Verdächtige und ich überlasse Kaldrim die gute Frau vollzuquatschen. Selbstverständlich gibt sie nichts zu und wir unterrichten Ypolitta von unserer Gefangennahme. Die Amazonen werden sich vorerst weiter darum kümmern.
Ich unterhalte mich mit Kaldrim noch ein wenig über Seelentiere, doch ansonsten geschieht an diesem Tag wenig. Die Verwundeten werden versorgt, die Stellungen neu aufgefüllt mit allem Notwendigen und Kraft geschöpft für den nächsten Angriff.
Der erste Angriff
23. Rahja 1019 BF
Als ich die Augen aufschlage, fällt es mir schwer sie offen zu halten. Mein Atem gefriert in der kalten Morgenluft und ich spüre, wie meine Muskeln sich weigern sich zu rühren. Nur mit Mühe rappel ich mich langsam auf. Meine Glieder schmerzen und der Blick auf die Umgebung zeigt leichten Frost direkt um die Burg herum. Je weiter mein Blick jedoch streift desto weniger Frost ist zu sehen. Scheinbar ist es nur auf der Burg so eisig, das Tal selbst ist davon unberührt.
Nach einem kargen Frühstück kommt die Sonne zum Vorschein, aber auch sie bringt wenig Wärme. Ich trainiere zusammen mit der Rittmeisterin und der Rittfrau weiter die Männer auf dem Hof bis zum Mittagsmahl.
Plötzlich hören wir Trommelschläge aus dem Zehntlager. Wir eilen auf die Wehrmauern und sehen zu wie ihre Tuppen sich versammeln. Ganz gemächlich ohne Eile marschieren sie auf, bleiben aber auf Abstand. Die Amazonen versammeln sich mit ihren Kurzbögen auf den Wehrgängen. Die Truppen verharren wartend. Noch immer hört man Trommelschläge. In der Burg werden alle immer unruhiger. Kaldrim bläst in eine Fanfare und sämtliche Hörner auf unserer Burg stimmen mit ein. Ein ohrenbetäubender Ruf der Hörner, der Streiter ,die sich zur Wehr stellen! Isonzo eilt zum Tempel. Ich habe mich mittlerweile mit wärmerer Kleidung ausgestattet, ehe mich mein Zeichen erneut lahm legt in dieser Kälte. Der Tag neigt sich dem Ende zu und noch immer stehen die Truppen des Feindes abwartend uns gegenüber. Das Lagerfeuer des Zehnthofs leuchtet blau in die Dämmerung bis es auf einmal erlischt. Dunkle Wolken türmen sich auf und verdunkeln noch mehr den sowieso schon düsteren Himmel. Langbogenschützen der Gegner stellen sich auf und ich schreie noch in die Burg "In Deckung!" als schon der erste Pfeilhagel auf uns hernieder prasselt. Selbst Kaldrim donnert mit seiner Stimme auf das Volk ein, dass sie in Deckung gehen sollen, doch statt dies zu tun, starrt manch einer verwirrt umher und wird getroffen. Wir erleiden einige Verluste und auch Isonzo wird verwundet.
Ein dutzend Gestalten tragen ein Holzgestell in Richtung Tor. Als sie näher kommen, erkennen wir Untote. Ihre Rüstungen liegen auf den blanken Knochen und sie gehen mit dem Gestell über sich einfach in den Burggraben. Das Holzgerüst ist nichts weiter als eine Art Steg. Wir schicken Brandpfeile hinunter und der Steg beginnt zu brennen, doch sie haben bereits das Wasser erreicht und der Steg verkeilt sich auf dem Wasser ohne viel Schaden zu nehmen. Selbst Steinbrocken sind hoffnungslos. Sie haben eine Brücke!
Plötzlich hören wir Schrei im Hof unten. Die Toten haben sich erhoben. Ich stürme runter und köpfe jeden Untoten, der mir in die Quere kommt. Mein Blut kocht und wie im Rausch schwinge ich meinen Khunchomer. Auch Hurdo hält blutige Ernte. Auf einmal werden wir der Geräusche von draußen gewahr. Hornstöße, Kriegsgeschrei und dazwischen ein "Für Rondra!" lässt mich inne halten.
Ich stürme auf den Wehrgang. Während ich unten war, hat sich unter den Soldaten eine Gasse gebildet und ein Darai wälzt sich umförmig in Richtung Burgtor. Ich habe so einen schwarzen Klumpen schon einmal gesehen. In der Gor! Ardo hat sich hinuntergelassen und zerschlägt gerade einen Untoten nach dem anderen, die den Steg zu stützen versuchen. Die Amazonen schießen derweil auf die Söldner, die ihm entgegentreten wollen und Ardo stürzt mit seinem "Für Rondra" in den Kampf gegen den Daimoniden. Er ist nicht ganz bei Trost! Ich eile zum Tor und schreie Befehle die Zugbrücke runter zu lassen, dann husche ich durch die Tür, Kaldrim und Hurdo folgen mir. Ich spüre wie ich immer mehr meine Eigenständigkeit verliere. Meine Reflexe sind blitzartig, meine Sinne glasklar. Ich sehe wie der Darai Ardo packt und blitzschnell springe ich reflexartig nach vorne, schlage dem Darai das glibbrige Etwas ab, das ihn festhält und der Kampf geht weiter. Kaldrim gibt ihm den letzten Rest, ehe wir uns zurückziehen. Die Söldnerschar kommt bereits angestürmt. Die Zugbrücke wird schnell hochgezogen. Mit einem letzten Sprung hole ich Ardo aus dem Gefecht und ereiche ebenfalls die Burg. Ein Hornsignal ertönt und die Söldner ziehen sich zurück.
Jubel erklingt in der Burg. Der Steg ist zerstört, der Darai in die Niederhöllen zurückgeschickt. Das war erst der Anfang, aber den haben wir bestanden. Als mein Puls sich wieder beruhigt, wird es schnell wieder kalt. Die Toten verbrennt man auf einem Scheiterhaufen, während Marbona einen Grabsegen spricht. Ardo ist der Held des Tages!
Plötzlich kommt Isonzo zu mir und schickt mich zu Kaldrim, der mich in den Ställen erwartet. Ich gehe zu ihm und sehe wie Savolina nackt gefesselt von ihm kniet und muss anfangen zu lachen. Was zur Hölle treibt er da? Kaldrim verdächtigt sie, die Verräterin zu sein und bis das geklärt wird, darf sie sich wieder anziehen, wird geknebelt und gefesselt in eine Zelle im Burgfried gesperrt. Heute wird hier nichts mehr entschieden.
Als ich die Augen aufschlage, fällt es mir schwer sie offen zu halten. Mein Atem gefriert in der kalten Morgenluft und ich spüre, wie meine Muskeln sich weigern sich zu rühren. Nur mit Mühe rappel ich mich langsam auf. Meine Glieder schmerzen und der Blick auf die Umgebung zeigt leichten Frost direkt um die Burg herum. Je weiter mein Blick jedoch streift desto weniger Frost ist zu sehen. Scheinbar ist es nur auf der Burg so eisig, das Tal selbst ist davon unberührt.
Nach einem kargen Frühstück kommt die Sonne zum Vorschein, aber auch sie bringt wenig Wärme. Ich trainiere zusammen mit der Rittmeisterin und der Rittfrau weiter die Männer auf dem Hof bis zum Mittagsmahl.
Plötzlich hören wir Trommelschläge aus dem Zehntlager. Wir eilen auf die Wehrmauern und sehen zu wie ihre Tuppen sich versammeln. Ganz gemächlich ohne Eile marschieren sie auf, bleiben aber auf Abstand. Die Amazonen versammeln sich mit ihren Kurzbögen auf den Wehrgängen. Die Truppen verharren wartend. Noch immer hört man Trommelschläge. In der Burg werden alle immer unruhiger. Kaldrim bläst in eine Fanfare und sämtliche Hörner auf unserer Burg stimmen mit ein. Ein ohrenbetäubender Ruf der Hörner, der Streiter ,die sich zur Wehr stellen! Isonzo eilt zum Tempel. Ich habe mich mittlerweile mit wärmerer Kleidung ausgestattet, ehe mich mein Zeichen erneut lahm legt in dieser Kälte. Der Tag neigt sich dem Ende zu und noch immer stehen die Truppen des Feindes abwartend uns gegenüber. Das Lagerfeuer des Zehnthofs leuchtet blau in die Dämmerung bis es auf einmal erlischt. Dunkle Wolken türmen sich auf und verdunkeln noch mehr den sowieso schon düsteren Himmel. Langbogenschützen der Gegner stellen sich auf und ich schreie noch in die Burg "In Deckung!" als schon der erste Pfeilhagel auf uns hernieder prasselt. Selbst Kaldrim donnert mit seiner Stimme auf das Volk ein, dass sie in Deckung gehen sollen, doch statt dies zu tun, starrt manch einer verwirrt umher und wird getroffen. Wir erleiden einige Verluste und auch Isonzo wird verwundet.
Ein dutzend Gestalten tragen ein Holzgestell in Richtung Tor. Als sie näher kommen, erkennen wir Untote. Ihre Rüstungen liegen auf den blanken Knochen und sie gehen mit dem Gestell über sich einfach in den Burggraben. Das Holzgerüst ist nichts weiter als eine Art Steg. Wir schicken Brandpfeile hinunter und der Steg beginnt zu brennen, doch sie haben bereits das Wasser erreicht und der Steg verkeilt sich auf dem Wasser ohne viel Schaden zu nehmen. Selbst Steinbrocken sind hoffnungslos. Sie haben eine Brücke!
Plötzlich hören wir Schrei im Hof unten. Die Toten haben sich erhoben. Ich stürme runter und köpfe jeden Untoten, der mir in die Quere kommt. Mein Blut kocht und wie im Rausch schwinge ich meinen Khunchomer. Auch Hurdo hält blutige Ernte. Auf einmal werden wir der Geräusche von draußen gewahr. Hornstöße, Kriegsgeschrei und dazwischen ein "Für Rondra!" lässt mich inne halten.
Ich stürme auf den Wehrgang. Während ich unten war, hat sich unter den Soldaten eine Gasse gebildet und ein Darai wälzt sich umförmig in Richtung Burgtor. Ich habe so einen schwarzen Klumpen schon einmal gesehen. In der Gor! Ardo hat sich hinuntergelassen und zerschlägt gerade einen Untoten nach dem anderen, die den Steg zu stützen versuchen. Die Amazonen schießen derweil auf die Söldner, die ihm entgegentreten wollen und Ardo stürzt mit seinem "Für Rondra" in den Kampf gegen den Daimoniden. Er ist nicht ganz bei Trost! Ich eile zum Tor und schreie Befehle die Zugbrücke runter zu lassen, dann husche ich durch die Tür, Kaldrim und Hurdo folgen mir. Ich spüre wie ich immer mehr meine Eigenständigkeit verliere. Meine Reflexe sind blitzartig, meine Sinne glasklar. Ich sehe wie der Darai Ardo packt und blitzschnell springe ich reflexartig nach vorne, schlage dem Darai das glibbrige Etwas ab, das ihn festhält und der Kampf geht weiter. Kaldrim gibt ihm den letzten Rest, ehe wir uns zurückziehen. Die Söldnerschar kommt bereits angestürmt. Die Zugbrücke wird schnell hochgezogen. Mit einem letzten Sprung hole ich Ardo aus dem Gefecht und ereiche ebenfalls die Burg. Ein Hornsignal ertönt und die Söldner ziehen sich zurück.
Jubel erklingt in der Burg. Der Steg ist zerstört, der Darai in die Niederhöllen zurückgeschickt. Das war erst der Anfang, aber den haben wir bestanden. Als mein Puls sich wieder beruhigt, wird es schnell wieder kalt. Die Toten verbrennt man auf einem Scheiterhaufen, während Marbona einen Grabsegen spricht. Ardo ist der Held des Tages!
Plötzlich kommt Isonzo zu mir und schickt mich zu Kaldrim, der mich in den Ställen erwartet. Ich gehe zu ihm und sehe wie Savolina nackt gefesselt von ihm kniet und muss anfangen zu lachen. Was zur Hölle treibt er da? Kaldrim verdächtigt sie, die Verräterin zu sein und bis das geklärt wird, darf sie sich wieder anziehen, wird geknebelt und gefesselt in eine Zelle im Burgfried gesperrt. Heute wird hier nichts mehr entschieden.
Donnerstag, 11. Februar 2016
Umzingelt
22. Rahja 1019 BF
Als wir am nächsten Morgen einen Blick von den Mauern werfen, erkennen wir, was ich erwartet hatte. Das Zehntlager ist umschlossen von einem riesigen Heerlager. Verschiedene Banner umwehen die Burg von allen Seiten. Kurkum ist umstellt. Man hört wie sie in den Wäldern Holz schlagen... wir hätten diese doch selbst niederbrennen sollen!
Ypolitta ruft zu einem Göttinnendienst in den Tempel, zu dem das einfache Volk nicht zugelassen ist. Während diesem entflammt hell das Schwert der Rondrastatue und ehrfürchtig wird es als Götterwunder angepriesen, was sich draußen schnell wie ein Lauffeuer verbreitet und Hoffnung entflammt in den Menschen.
Eiligst werden die Vorbereitungen verstärkt. Speere verteilt, Schwerter geschärft, alte Mauerstücke eingerissen für Steinbrocken für auf die Mauern. Jeder hilft mit, trotz ihren Ängsten.
Ich beratschlage mich gerade mit Ragnar wegen eines Elementarherren, während wir mitbekommen, dass Xeeran im Zehntlager eintrifft. Ypolitta ist ganz wild darauf zu erfahren was sie vor haben und sucht einen Spion. Isonzo erklärt sich bereit dazu und wie schon desöfteren schlüpft er in die Gestalt eines Söldners und geht der Sache auf den Grund. Wenn das mal gut geht....
Nach einiger Zeit kehrt er gesund und munter zurück und berichtet uns, dass Lutisana und Xeeran wohl um die Führung streiten. Xeeran soll einen Darai beschwören, der das Tor einreißt, während Lutisana einen Onager bauen soll. Sulman al Venish ist ebenfalls eingetroffen, er befehligt das Totenheer. Auch der Notmarker und Torxes von Freigeist, ein Schelm, sind anwesend. Vom Eisbarbaren bekommt er nur mit, dass seine Klinge unnatürlich stark ist und nur das Schwert ihm die unmenschliche Stärke verleiht. Viel verwunderlicher jedoch ist, dass sie bereits vom Götterwunder des brennenden Schwerts etwas wissen. Es muss einen Verräter auf unserer Burg geben!
Die Nacht wird kühl und während Ardo durch die Burg patroulliert, spielt Kaldrim noch leise auf seiner Laute. Ich blicke über die Mauer.... keine Untoten zu sehen, es ist still. Man hört nur die Feuer knistern, sowohl unsere als auch ihre in der Nacht. Ich setze mich eingehüllt in einer Decke an die Wand des Wehrgangs und nicht lange danach schlafe ich fest ein.
Als wir am nächsten Morgen einen Blick von den Mauern werfen, erkennen wir, was ich erwartet hatte. Das Zehntlager ist umschlossen von einem riesigen Heerlager. Verschiedene Banner umwehen die Burg von allen Seiten. Kurkum ist umstellt. Man hört wie sie in den Wäldern Holz schlagen... wir hätten diese doch selbst niederbrennen sollen!
Ypolitta ruft zu einem Göttinnendienst in den Tempel, zu dem das einfache Volk nicht zugelassen ist. Während diesem entflammt hell das Schwert der Rondrastatue und ehrfürchtig wird es als Götterwunder angepriesen, was sich draußen schnell wie ein Lauffeuer verbreitet und Hoffnung entflammt in den Menschen.
Eiligst werden die Vorbereitungen verstärkt. Speere verteilt, Schwerter geschärft, alte Mauerstücke eingerissen für Steinbrocken für auf die Mauern. Jeder hilft mit, trotz ihren Ängsten.
Ich beratschlage mich gerade mit Ragnar wegen eines Elementarherren, während wir mitbekommen, dass Xeeran im Zehntlager eintrifft. Ypolitta ist ganz wild darauf zu erfahren was sie vor haben und sucht einen Spion. Isonzo erklärt sich bereit dazu und wie schon desöfteren schlüpft er in die Gestalt eines Söldners und geht der Sache auf den Grund. Wenn das mal gut geht....
Nach einiger Zeit kehrt er gesund und munter zurück und berichtet uns, dass Lutisana und Xeeran wohl um die Führung streiten. Xeeran soll einen Darai beschwören, der das Tor einreißt, während Lutisana einen Onager bauen soll. Sulman al Venish ist ebenfalls eingetroffen, er befehligt das Totenheer. Auch der Notmarker und Torxes von Freigeist, ein Schelm, sind anwesend. Vom Eisbarbaren bekommt er nur mit, dass seine Klinge unnatürlich stark ist und nur das Schwert ihm die unmenschliche Stärke verleiht. Viel verwunderlicher jedoch ist, dass sie bereits vom Götterwunder des brennenden Schwerts etwas wissen. Es muss einen Verräter auf unserer Burg geben!
Die Nacht wird kühl und während Ardo durch die Burg patroulliert, spielt Kaldrim noch leise auf seiner Laute. Ich blicke über die Mauer.... keine Untoten zu sehen, es ist still. Man hört nur die Feuer knistern, sowohl unsere als auch ihre in der Nacht. Ich setze mich eingehüllt in einer Decke an die Wand des Wehrgangs und nicht lange danach schlafe ich fest ein.
Das Zehntlager
21./22.Rahja 1019 BF
Nachts werden wir von Ayla geweckt und zum Torturm geführt. Es ist kurz nach Mitternacht und vom Zehntlager, nicht weit von uns hört man Hammerschläge. Ypolitta berichtet uns das alle Dörfer restlos niedergebrannt wurden bis auf das Zehntlager. Die Schläge klingen als wenn jemand Nägel in Bretter schlägt. Plötzlich erkennen wir die zähe Masse an Untoten die auf das Zehntlager zuströmt und in den Häusern verschwindet. Sie nageln die Fenster zu! Das Zehntlager entwickelt sich zu einer Art Hauptquartier.
Nachts werden wir von Ayla geweckt und zum Torturm geführt. Es ist kurz nach Mitternacht und vom Zehntlager, nicht weit von uns hört man Hammerschläge. Ypolitta berichtet uns das alle Dörfer restlos niedergebrannt wurden bis auf das Zehntlager. Die Schläge klingen als wenn jemand Nägel in Bretter schlägt. Plötzlich erkennen wir die zähe Masse an Untoten die auf das Zehntlager zuströmt und in den Häusern verschwindet. Sie nageln die Fenster zu! Das Zehntlager entwickelt sich zu einer Art Hauptquartier.
Kriegsvorbereitung
21. Rahja 1019 BF
Immer mehr Flüchtlinge kommen auf die Burg. Wir verteilen sie, damit sie ihre Lager nicht im Weg aufbauen. Hauptsächlich im Gemüsegarten und im Zehnthof. Isonzo und Kaldrim versuchen einige bei Laune zu halten mit Musik, während wir Vorkehrungen treffen für eine Belagerung. Ein Lazarett wird erichtet, die Wehrgänge mit Pfeilen und Steinen bestückt. Als ich die Menschen aus Waldheim erblicke, sehe ich Marbona unter ihnen und nicke ihr kurz zu als unsere Blicke sich kreuzen.
Gegen Mittag ertönt ein Alarmruf von den Mauern! Erste Truppen werden gesichtet. Im Osten zieht ein ganzer Heerwurm mit Fackeln in das Tal. Reiter splitten sich nach links und rechts und das Fußvolk beträgt sicherlich mehrere Hunderschaften.
Ypolitta starrt in der Ferne mit eiskalter Miene, während wir mit ansehen wie die ersten Höfe in Flammen aufgehen. Sie dreht sich um und steht über ihrem Volk. Ein Horn erschallt und endlich hält sie eine lang erwartete Rede, doch sie ist nicht warmherzig und tröstend, sondern militärisch und kühl.
Nach kurzer Unterredung lassen wir verlauten, dass die Lebensmittel rationiert werden und jede kampffähige Person eine Kurzausbildung bekommt. Es werden Heilmittel angelegt, von jedem der sich mit Kräuterkunde und Heilsalben auskennt.
Ich suche mir Männer und Frauen aus, die kräftig genug sind ein Schwert zu führen, bewaffne sie und teile sie in Gruppen ein um zu trainieren. Wenigstens die grundlegendsten Dinge kann man in der kurzen Zeit lernen ohne sofort die Waffe fallen zu lassen.
Immer mehr Flüchtlinge kommen auf die Burg. Wir verteilen sie, damit sie ihre Lager nicht im Weg aufbauen. Hauptsächlich im Gemüsegarten und im Zehnthof. Isonzo und Kaldrim versuchen einige bei Laune zu halten mit Musik, während wir Vorkehrungen treffen für eine Belagerung. Ein Lazarett wird erichtet, die Wehrgänge mit Pfeilen und Steinen bestückt. Als ich die Menschen aus Waldheim erblicke, sehe ich Marbona unter ihnen und nicke ihr kurz zu als unsere Blicke sich kreuzen.
Gegen Mittag ertönt ein Alarmruf von den Mauern! Erste Truppen werden gesichtet. Im Osten zieht ein ganzer Heerwurm mit Fackeln in das Tal. Reiter splitten sich nach links und rechts und das Fußvolk beträgt sicherlich mehrere Hunderschaften.
Ypolitta starrt in der Ferne mit eiskalter Miene, während wir mit ansehen wie die ersten Höfe in Flammen aufgehen. Sie dreht sich um und steht über ihrem Volk. Ein Horn erschallt und endlich hält sie eine lang erwartete Rede, doch sie ist nicht warmherzig und tröstend, sondern militärisch und kühl.
Nach kurzer Unterredung lassen wir verlauten, dass die Lebensmittel rationiert werden und jede kampffähige Person eine Kurzausbildung bekommt. Es werden Heilmittel angelegt, von jedem der sich mit Kräuterkunde und Heilsalben auskennt.
Ich suche mir Männer und Frauen aus, die kräftig genug sind ein Schwert zu führen, bewaffne sie und teile sie in Gruppen ein um zu trainieren. Wenigstens die grundlegendsten Dinge kann man in der kurzen Zeit lernen ohne sofort die Waffe fallen zu lassen.
Die Schutzbefohlenen
20. Rahja 1019 BF
Am nächsten Morgen verteilen wir uns um zu den umliegenden Dörfern zu reisen und die Bauern vor der Gefahr zu warnen und sie auf die Burg zu bitten. Mich begleitet eine Amazone nach Waldheim zu fünf schiefen Höfen mit etwa 30-40 Mann, alles Großfamilien. Ich rufe sie zusammen und nach einiger Zeit, nachdem mir die Borongeweihte Marbona dabei hilft, kommen sie in der Dorfmitte endlich zusammen. Ich mache ihnen die Gefahr bewusst, bitte sie eiligst ihre Ernte einzuholen und zügig auf die Burg kommen zu ihrem eigenen Schutz. Nachdem sich die Menschen wieder ihrer Arbeit widmen, spreche ich noch einmal unter vier Augen mit Marbona und berichte ihr von den Untoten und warne sie, meine Bitte nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.
Am nächsten Morgen verteilen wir uns um zu den umliegenden Dörfern zu reisen und die Bauern vor der Gefahr zu warnen und sie auf die Burg zu bitten. Mich begleitet eine Amazone nach Waldheim zu fünf schiefen Höfen mit etwa 30-40 Mann, alles Großfamilien. Ich rufe sie zusammen und nach einiger Zeit, nachdem mir die Borongeweihte Marbona dabei hilft, kommen sie in der Dorfmitte endlich zusammen. Ich mache ihnen die Gefahr bewusst, bitte sie eiligst ihre Ernte einzuholen und zügig auf die Burg kommen zu ihrem eigenen Schutz. Nachdem sich die Menschen wieder ihrer Arbeit widmen, spreche ich noch einmal unter vier Augen mit Marbona und berichte ihr von den Untoten und warne sie, meine Bitte nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.
Sonntag, 13. Dezember 2015
Erneuter Kriegsrat
19. Rahja 1019 BF
Wir reiten jetzt nun schon seit drei Tagen. Wir machen nur kurze Pausen um auch die Pferde ein wenig erholen zu lassen. Des Nachts kommt das Heulen und Jaulen immer näher, doch bleiben wir unbehelligt und am Tag sind sie verschwunden.
Kurz vor Kurkum sehen wir in weiter Höhe eine geflügelte Gestalt, doch ist es zu weit weg um wirklich erkennen zu können was es ist. Doch ihr Kreischen geht einem durch Mark und Bein. Vermutlich ein Karakil.
Wir stürmen in die Burg und ich eile mit lauten Stiefelschritten zur Königin. Ehrfurchtsvoll, aber diesmal bestimmt und kaltherzig, falle ich vor ihr auf ein Knie. "Majestät! Kurkum ist dem Untergang geweiht!"
Als sie daraufhin antwortet, ob es denn so schlimm sei, antworten wir fast im Chor "Schlimmer!"
Ein Kriegsrat wird erneut einberufen und die Diskussionen gehen ins endlose. Yppolita ist nicht bereit Kurkum aufzugeben. Kaldrim erinnert sie an ihre Tochter, dass die Amazonen nicht aussterben, solange sie noch lebt. Doch ich falle mit Yppolitas Worten dazwischen, da sie in den Augen der Amazonen, dieses Anrecht verloren hat "Sie ist keine Amazone mehr" und Kaldrim zischt mir wütend zu, dass ich ihm nicht in den Rücken fallen solle, ich Miststück. Das ist zuviel! Mit wenigen Schritten bin ich bei dem Zwerg und ehe ich mich selbst versehe, verpasse ich Kaldrim eine schallende Ohrfeige. Bedrohlich starre ich ihn aus meinen kalten Echsenaugen an "Niemand nennt mich Miststück, merkt euch das!" - Die Diskussion nimmt weiter ihren Lauf und es ist keine Einigung in Sicht.
Wenn wir ihnen entgegen reiten, werden wir sterben. Wenn wir uns hier nur verschanzen, machen sie Kurkum dem Erdboden gleich. Es gibt keine Enge, die leicht verteidigt werden kann in diesem Tal. Flucht ist keine Option. Rondrianisch ehrenhaft wird hier gar nichts bei solch einem unfairen Kampf.
Aber eines ist sicher: Wir sind ebenfalls ca. 100 Amazonen, gestandene Kriegerinnen, kein dahergelaufenes Söldnerpack. Wir haben Pferde, wir haben Waffen, wir sind die Gezeichneten.
Ich für meinen Teil werde ganz sicher nicht vor einer Schlacht fliehen! Ich spüre wie ein kampfbejahendes Gefühl durch mich hindurch fließt. Es ist als würde ich mich innerlich auf diesen Kampf freuen.
Ardo zieht sich im Tempel zurück um zu meditieren, während den ganzen Tag weiter diskutiert wird wie wir nun vorgehen wollen.
Spät am Abend fällt die Entscheidung : Wir werden die Burg verteidigen !
Wir reiten jetzt nun schon seit drei Tagen. Wir machen nur kurze Pausen um auch die Pferde ein wenig erholen zu lassen. Des Nachts kommt das Heulen und Jaulen immer näher, doch bleiben wir unbehelligt und am Tag sind sie verschwunden.
Kurz vor Kurkum sehen wir in weiter Höhe eine geflügelte Gestalt, doch ist es zu weit weg um wirklich erkennen zu können was es ist. Doch ihr Kreischen geht einem durch Mark und Bein. Vermutlich ein Karakil.
Wir stürmen in die Burg und ich eile mit lauten Stiefelschritten zur Königin. Ehrfurchtsvoll, aber diesmal bestimmt und kaltherzig, falle ich vor ihr auf ein Knie. "Majestät! Kurkum ist dem Untergang geweiht!"
Als sie daraufhin antwortet, ob es denn so schlimm sei, antworten wir fast im Chor "Schlimmer!"
Ein Kriegsrat wird erneut einberufen und die Diskussionen gehen ins endlose. Yppolita ist nicht bereit Kurkum aufzugeben. Kaldrim erinnert sie an ihre Tochter, dass die Amazonen nicht aussterben, solange sie noch lebt. Doch ich falle mit Yppolitas Worten dazwischen, da sie in den Augen der Amazonen, dieses Anrecht verloren hat "Sie ist keine Amazone mehr" und Kaldrim zischt mir wütend zu, dass ich ihm nicht in den Rücken fallen solle, ich Miststück. Das ist zuviel! Mit wenigen Schritten bin ich bei dem Zwerg und ehe ich mich selbst versehe, verpasse ich Kaldrim eine schallende Ohrfeige. Bedrohlich starre ich ihn aus meinen kalten Echsenaugen an "Niemand nennt mich Miststück, merkt euch das!" - Die Diskussion nimmt weiter ihren Lauf und es ist keine Einigung in Sicht.
Wenn wir ihnen entgegen reiten, werden wir sterben. Wenn wir uns hier nur verschanzen, machen sie Kurkum dem Erdboden gleich. Es gibt keine Enge, die leicht verteidigt werden kann in diesem Tal. Flucht ist keine Option. Rondrianisch ehrenhaft wird hier gar nichts bei solch einem unfairen Kampf.
Aber eines ist sicher: Wir sind ebenfalls ca. 100 Amazonen, gestandene Kriegerinnen, kein dahergelaufenes Söldnerpack. Wir haben Pferde, wir haben Waffen, wir sind die Gezeichneten.
Ich für meinen Teil werde ganz sicher nicht vor einer Schlacht fliehen! Ich spüre wie ein kampfbejahendes Gefühl durch mich hindurch fließt. Es ist als würde ich mich innerlich auf diesen Kampf freuen.
Ardo zieht sich im Tempel zurück um zu meditieren, während den ganzen Tag weiter diskutiert wird wie wir nun vorgehen wollen.
Spät am Abend fällt die Entscheidung : Wir werden die Burg verteidigen !
Das Totenheer
16. Rahja 1019 BF
Wir warten auf die Morgendämmerung und kundschaften im Frühnebel erneut das Lager von Weitem aus. Was wird heute morgen wohl ankommen? Was ist es, auf das das Heer ständig wartet?
Plötzlich erkennen wir in der Ferne eine dunkle Front. Sie kommt näher, doch kein einziger Laut ist zu hören. Kein Rüstungsklirren, keine marschierenden Schritte, kein Pferdeschnauben, keine Fackeln erhellen den Zug. Ab und an hört man ganz leise ein zartes Waffenklirren. Man erkennt kaum einzelne Gestalten. Als wir genauer hinstarren, gefriert mir fast das Blut in den Adern. Es ist ein Heer von Toten. Untote! Die meisten wirken, als seien sie erst vor kurzem verstorben. Plötzlich öffnet sich eine Gasse und eine Sänfte wird vor getragen. Lutisana kommt aus einem Zelt und reitet auf sie zu. Es sind sicherlich gut 100 bis 150 Untote, hauptsächlich wehrfähige Männer.
Als der Himmel sich öffnet und die Sonne zum Vorschein kommt, verbuddeln sich die Gestalten blitzschnell und es herrscht Ruhe. Deshalb muss das Heer immer warten. Die Toten können nur bei Nacht reisen und sie sind langsam.
Wir ziehen uns zurück und beratschlagen. Ich habe Sorge, dass diese grünäugigen Sucher uns verfolgen und somit den Weg nach Kurkum auskundschaften um zu berichten, doch wir haben keine Wahl. Wir müssen so schnell wie möglich zurückkehren. Kurkum hat keine zwei Wochen mehr bis dieses Heer über sie herfällt. Eilig machen wir uns auf den Weg zurück.
Wir warten auf die Morgendämmerung und kundschaften im Frühnebel erneut das Lager von Weitem aus. Was wird heute morgen wohl ankommen? Was ist es, auf das das Heer ständig wartet?
Plötzlich erkennen wir in der Ferne eine dunkle Front. Sie kommt näher, doch kein einziger Laut ist zu hören. Kein Rüstungsklirren, keine marschierenden Schritte, kein Pferdeschnauben, keine Fackeln erhellen den Zug. Ab und an hört man ganz leise ein zartes Waffenklirren. Man erkennt kaum einzelne Gestalten. Als wir genauer hinstarren, gefriert mir fast das Blut in den Adern. Es ist ein Heer von Toten. Untote! Die meisten wirken, als seien sie erst vor kurzem verstorben. Plötzlich öffnet sich eine Gasse und eine Sänfte wird vor getragen. Lutisana kommt aus einem Zelt und reitet auf sie zu. Es sind sicherlich gut 100 bis 150 Untote, hauptsächlich wehrfähige Männer.
Als der Himmel sich öffnet und die Sonne zum Vorschein kommt, verbuddeln sich die Gestalten blitzschnell und es herrscht Ruhe. Deshalb muss das Heer immer warten. Die Toten können nur bei Nacht reisen und sie sind langsam.
Wir ziehen uns zurück und beratschlagen. Ich habe Sorge, dass diese grünäugigen Sucher uns verfolgen und somit den Weg nach Kurkum auskundschaften um zu berichten, doch wir haben keine Wahl. Wir müssen so schnell wie möglich zurückkehren. Kurkum hat keine zwei Wochen mehr bis dieses Heer über sie herfällt. Eilig machen wir uns auf den Weg zurück.
Das Heerlager
15. Rahja 1019 BF
Gegen Abend lichtet sich der Wald immer mehr und wir haben freien Blick auf eine Senke. Hinter der Kuppe auf der anderen Seite sehen wir unzählige Rauchsäulen. Offenbar liegt dahinter ein größeres Lager. Wir warten auf die Dunkelheit und schleichen uns in die Senke. Als wir über die Kuppe blicken sehen wir ein riesiges Heerlager. Zahlreiche Zelte, Wachen, gut 500 Kämpfer tummeln sich dort. Sie tragen alle schwarz-rote Wappenröcke mit der Dämonenkrone darauf. Ich lasse meinen Blick über das Lager schweifen und erkenne die strategisch gute Anordnung. Alles ist gut bewacht, die größeren Zelte der Anführer befinden sich mittig. Ich erkenne sogar ein Banner aus Maraskan, die "Tarantel von Sinoda". Es ist ein richtiges Kriegsheer - leichte Infanterie, Sappeure, Reiterei mit sicherlich gut 100 Mann , doch keinerlei Belagerungswaffen.
Isonzo beschließt kurzerhand sich umzuhören und kurz darauf steht er erneut als ein Söldner vor uns und schleicht sich unbemerkt ins Lager. Es gelingt ihm tatsächlich mit ein paar anderen ins Gespräch zu kommen. Irgendetwas bannt seinen Blick eine Weile in die Mitte des Lagers, doch erkennen wir von unserer Lage aus nicht viel. Einige Zeit später kehrt Isonzo unbemerkt zurück und berichtet uns, was er erfahren hat.
Irgendeine "Lutisana" hat das Sagen und irgendetwas folgt dem Heer. Darauf wartet der ganze Tross immer ehe er weiterziehen kann. Das was ihn so gebannt hatte, war der Blick auf eine seltsame Gestalt. Ein riesiger Hüne mit langem weißem Haar trat aus einem Zelt und außer mit einem Lendenschurz aus Fell war er unbekleidet. Aus seinem Mund kam eisiger Atem und seine ganze Haut glänzte vor Rauhreif im Schein der Lagerfeuer. In seiner Hand hielt er eine riesige Enduriumwaffe - eine der drei !
Gegen Abend lichtet sich der Wald immer mehr und wir haben freien Blick auf eine Senke. Hinter der Kuppe auf der anderen Seite sehen wir unzählige Rauchsäulen. Offenbar liegt dahinter ein größeres Lager. Wir warten auf die Dunkelheit und schleichen uns in die Senke. Als wir über die Kuppe blicken sehen wir ein riesiges Heerlager. Zahlreiche Zelte, Wachen, gut 500 Kämpfer tummeln sich dort. Sie tragen alle schwarz-rote Wappenröcke mit der Dämonenkrone darauf. Ich lasse meinen Blick über das Lager schweifen und erkenne die strategisch gute Anordnung. Alles ist gut bewacht, die größeren Zelte der Anführer befinden sich mittig. Ich erkenne sogar ein Banner aus Maraskan, die "Tarantel von Sinoda". Es ist ein richtiges Kriegsheer - leichte Infanterie, Sappeure, Reiterei mit sicherlich gut 100 Mann , doch keinerlei Belagerungswaffen.
Isonzo beschließt kurzerhand sich umzuhören und kurz darauf steht er erneut als ein Söldner vor uns und schleicht sich unbemerkt ins Lager. Es gelingt ihm tatsächlich mit ein paar anderen ins Gespräch zu kommen. Irgendetwas bannt seinen Blick eine Weile in die Mitte des Lagers, doch erkennen wir von unserer Lage aus nicht viel. Einige Zeit später kehrt Isonzo unbemerkt zurück und berichtet uns, was er erfahren hat.
Irgendeine "Lutisana" hat das Sagen und irgendetwas folgt dem Heer. Darauf wartet der ganze Tross immer ehe er weiterziehen kann. Das was ihn so gebannt hatte, war der Blick auf eine seltsame Gestalt. Ein riesiger Hüne mit langem weißem Haar trat aus einem Zelt und außer mit einem Lendenschurz aus Fell war er unbekleidet. Aus seinem Mund kam eisiger Atem und seine ganze Haut glänzte vor Rauhreif im Schein der Lagerfeuer. In seiner Hand hielt er eine riesige Enduriumwaffe - eine der drei !
Die Sucher
14. Rahja 1019 BF
Der Morgen graut bereits und es regnet noch immer. Das Geheule ist verschwunden und wir reiten immer noch nach Osten. Der Boden ist morastig und selbst die Pferde haben es schwer festen Boden unter den Hufen zu fassen. Isonzos Pferd kommt ins Rutschen und er kann sich nicht halten und stürzt ebenfalls in den Schlamm. Doch können wir weiter ohne größere Verletzungen.
Der Abend dämmert bereits, ohne dass wir irgendwelche Spuren unserer Feinde entdecken konnten. Der Regen will einfach nicht aufhören. Der Wald wird ein wenig lichter und die Gegend ist hügeliger, doch noch immer verwehren wir uns ein Feuer als wir rasten. Wir teilen erneut Wachen ein und mitten in der Nacht werden wir von Kaldrim geweckt. Das unangenehme Heulen ist wieder da. Näher als zuvor. Manchmal wirkt es sehr nah und wir können ein Schnüffeln erahnen.
Ardo schreit plötzlich ein "Für Rondra" durch den Wald und stürmt in die Richtung der seltsamen Laute. Wir warten und nach einiger Zeit des Bangens kehrt er enttäuscht zurück und berichtet nur grün leuchtende Augenpaare entdeckt zu haben, sie seien jedoch zu schnell entwischt. Wo auch immer diese Bestien her kommen, sie wissen, dass wir hier sind und so gönnen wir uns doch ein Lagerfeuer, das sich wenigstens durch das Feuer von Ragnars Magierstab entzünden lässt. Das nasse Holz qualmt fürchterlich, doch wenigstens wird es uns wärmer.
Der Morgen graut bereits und es regnet noch immer. Das Geheule ist verschwunden und wir reiten immer noch nach Osten. Der Boden ist morastig und selbst die Pferde haben es schwer festen Boden unter den Hufen zu fassen. Isonzos Pferd kommt ins Rutschen und er kann sich nicht halten und stürzt ebenfalls in den Schlamm. Doch können wir weiter ohne größere Verletzungen.
Der Abend dämmert bereits, ohne dass wir irgendwelche Spuren unserer Feinde entdecken konnten. Der Regen will einfach nicht aufhören. Der Wald wird ein wenig lichter und die Gegend ist hügeliger, doch noch immer verwehren wir uns ein Feuer als wir rasten. Wir teilen erneut Wachen ein und mitten in der Nacht werden wir von Kaldrim geweckt. Das unangenehme Heulen ist wieder da. Näher als zuvor. Manchmal wirkt es sehr nah und wir können ein Schnüffeln erahnen.
Ardo schreit plötzlich ein "Für Rondra" durch den Wald und stürmt in die Richtung der seltsamen Laute. Wir warten und nach einiger Zeit des Bangens kehrt er enttäuscht zurück und berichtet nur grün leuchtende Augenpaare entdeckt zu haben, sie seien jedoch zu schnell entwischt. Wo auch immer diese Bestien her kommen, sie wissen, dass wir hier sind und so gönnen wir uns doch ein Lagerfeuer, das sich wenigstens durch das Feuer von Ragnars Magierstab entzünden lässt. Das nasse Holz qualmt fürchterlich, doch wenigstens wird es uns wärmer.
Unwetter
13. Rahja 1019 BF
Gut erholt nehmen wir noch ein Frühstück zu uns und brechen auf, Richtung Osten. Irgendwann erreichen wir den Waldrand in tiefe dunkle Wälder und folgen einem schmalen Pfad ins Unterholz. Es ist schwülwarm, doch dem fernen Grollen nach, bahnt sich ein Gewitter an. Es wird immer dunkler und der Wind lässt die Bäume immer heftiger rauschen. Es fängt an in Strömen zu regnen und gegen Abend hat sich der Regen in ein mächtiges, nicht enden wollendes, Gewitter verwandelt. Blitz und Donner durchbrechen die Dunkelheit und Alya, die uns führt, bleibt irgendwann stehen und fängt an eine Art Nachtlager zu errichten, auch wenn es bei dem Wetter so oder so fast sinnlos ist. An Feuer ist nicht zu denken und wir teilen Wachen ein. Durchnässt bis auf die Haut starre ich in die Dunkelheit als ich wache und plötzlich vernehme ich in weiter Ferne ein Jaulen. Es klingt wolfsähnlich und nähert sich. Schlagartig denke ich an die weißen Jäger in Mirham und wecke die anderen. Doch das Jaulen nähert sich nicht weiter und so verharren wir einige Zeit, bis wir nachgeben und wieder aufbrechen.
Gut erholt nehmen wir noch ein Frühstück zu uns und brechen auf, Richtung Osten. Irgendwann erreichen wir den Waldrand in tiefe dunkle Wälder und folgen einem schmalen Pfad ins Unterholz. Es ist schwülwarm, doch dem fernen Grollen nach, bahnt sich ein Gewitter an. Es wird immer dunkler und der Wind lässt die Bäume immer heftiger rauschen. Es fängt an in Strömen zu regnen und gegen Abend hat sich der Regen in ein mächtiges, nicht enden wollendes, Gewitter verwandelt. Blitz und Donner durchbrechen die Dunkelheit und Alya, die uns führt, bleibt irgendwann stehen und fängt an eine Art Nachtlager zu errichten, auch wenn es bei dem Wetter so oder so fast sinnlos ist. An Feuer ist nicht zu denken und wir teilen Wachen ein. Durchnässt bis auf die Haut starre ich in die Dunkelheit als ich wache und plötzlich vernehme ich in weiter Ferne ein Jaulen. Es klingt wolfsähnlich und nähert sich. Schlagartig denke ich an die weißen Jäger in Mirham und wecke die anderen. Doch das Jaulen nähert sich nicht weiter und so verharren wir einige Zeit, bis wir nachgeben und wieder aufbrechen.
Sonntag, 15. November 2015
Kurkum
12. Rahja 1019 BF
Gegen Abend zügelt Alya ihr Pferd und kommt zum Stehen. Wir erblicken unter uns ein riesiges Tal, durchdrungen von zwei Flussarmen. Das Wildrom-Tal. Gelb-grüne Krokusfelder erstrahlen in der Abendsonne. Edle Pferde tummeln sich auf Wiesen. Kleine Bauernweiler hier und da, die sich um all die umliegenden Felder kümmern. Von Weitem schon erkennen wir die Tore einer Hochburg von einigen Dörfen umsäumt. Wir reiten weiter, kommen durch duftende Kiefernwälder, überqueren kleine Brücken über den Wildrom und passieren Bauernhöfe und Felder.
Vor uns erhebt sich eine riesige Wasserburg. Stolze Türme ragen von ihr auf, auf deren Spitzen die Banner der Amazonen wehen. Sie zeigen goldene Blüten auf blauem Grund.
Ardo fragt nach, wie man die Amazonenkönigin anspricht und Alya klärt uns ein wenig über Amazonen auf.
Als wir die hölzerne Zugbrücke erreichen, dämmert es bereits. Zwei Amazonenkriegerinnen bewachen das Tor und nach einem kurzen Gespräch mit Alya, müssen wir uns vorstellen. Da man Ragnar und mir unsere Veränderung ansieht, müssen wir zum Schutze der Burg draußen bleiben, da man uns nicht traut. Isonzo bleibt ebenfalls bei uns und die anderen betreten die Burg.
Wir machen es uns an der Böschung des Wildroms gemütlich. Ich wickle mich in eine Decke, während Isonzo sogar seine Laute auspackt und leise vor sich hin spielt.
Nach einiger Zeit werden auch wir geholt. Scheinbar hat man die Königin davon überzeugen können uns einzulassen. Die Blicke, die uns treffen sind eine Mischung von Erstaunen und Entsetzen. Wir müssen unsere Waffen abgeben und werden zur Königin gebracht, die stolz in einer edlen Brünne, einem purpurnen Umhang und geschmeidigen Arm- und Beinschienen wahrhaftig wie eine Königin von Kriegerinnen wirkt. Ich falle ehrfürchtig vor ihr auf ein Knie und begrüße sie förmlich mit einem "Majestät! Rondra zum Gruße!" Sie mustert mich neugierig und fordert mich auf mein Aussehen zu erklären. Ich gebe mir Mühe mein Zeichen zu erklären und sie hört interessiert zu. Auch Ragnar wird gefragt und Kaldrim zeigt ihr freiwillig seines. Seltsamerweise ist Yppolita sehr vertrauensseelig ihm gegenüber, als wären sie schon seit Jahren beste Freunde.
Ardo bleibt kühl wie immer und wirft ihr vor ihre Burg zu vernachlässigen. Wir berichten ihr von der anrückenden Gefahr und Ardo bedrängt sie uns zu sagen, was mit ihrer Tochter ist.
Doch Yppolita bleibt stur. Ihre Tochter ginge uns nichts an und die Burg ist nur so vernachlässigt, weil aus Schatodor die Handwerker bisher nicht eintrafen.
Wir bekommen etwas zu essen und zu trinken und uns wird ein Nachtlager angeboten und ziehen uns zurück. Ardo ist ziemlich verärgert über die Amazonen, er hält wohl nicht viel von ihnen. Ich dagegen bin fasziniert. Nur Frauen! Kräftige Kriegerinnen voller Stolz und Mut! Ich glaube unter ihnen hätte ich mich auch wohl gefühlt nach dem Tod meiner Mutter. Wir ruhen uns aus, doch kurz danach klopft es und wir werden erneut zur Königin gerufen.
Ein Kriegsrat hat sich versammelt und erneut geben wir eine Zusammenfassung der Geschehnisse preis, die die Anwesenden schockiert. Nach langem Hin- und Her was nun zu tun sei, ob in einen offenen Kampf ziehen oder das Tal verteidigen, einigen wir uns darauf, dass wir Gefährten am nächsten Morgen aufbrechen um auszukundschaften, was überhaupt auf uns zu kommt.
Endlich bekommen wir unseren lang ersehnten Schlaf.
Gegen Abend zügelt Alya ihr Pferd und kommt zum Stehen. Wir erblicken unter uns ein riesiges Tal, durchdrungen von zwei Flussarmen. Das Wildrom-Tal. Gelb-grüne Krokusfelder erstrahlen in der Abendsonne. Edle Pferde tummeln sich auf Wiesen. Kleine Bauernweiler hier und da, die sich um all die umliegenden Felder kümmern. Von Weitem schon erkennen wir die Tore einer Hochburg von einigen Dörfen umsäumt. Wir reiten weiter, kommen durch duftende Kiefernwälder, überqueren kleine Brücken über den Wildrom und passieren Bauernhöfe und Felder.
Vor uns erhebt sich eine riesige Wasserburg. Stolze Türme ragen von ihr auf, auf deren Spitzen die Banner der Amazonen wehen. Sie zeigen goldene Blüten auf blauem Grund.
Ardo fragt nach, wie man die Amazonenkönigin anspricht und Alya klärt uns ein wenig über Amazonen auf.
Als wir die hölzerne Zugbrücke erreichen, dämmert es bereits. Zwei Amazonenkriegerinnen bewachen das Tor und nach einem kurzen Gespräch mit Alya, müssen wir uns vorstellen. Da man Ragnar und mir unsere Veränderung ansieht, müssen wir zum Schutze der Burg draußen bleiben, da man uns nicht traut. Isonzo bleibt ebenfalls bei uns und die anderen betreten die Burg.
Wir machen es uns an der Böschung des Wildroms gemütlich. Ich wickle mich in eine Decke, während Isonzo sogar seine Laute auspackt und leise vor sich hin spielt.
Nach einiger Zeit werden auch wir geholt. Scheinbar hat man die Königin davon überzeugen können uns einzulassen. Die Blicke, die uns treffen sind eine Mischung von Erstaunen und Entsetzen. Wir müssen unsere Waffen abgeben und werden zur Königin gebracht, die stolz in einer edlen Brünne, einem purpurnen Umhang und geschmeidigen Arm- und Beinschienen wahrhaftig wie eine Königin von Kriegerinnen wirkt. Ich falle ehrfürchtig vor ihr auf ein Knie und begrüße sie förmlich mit einem "Majestät! Rondra zum Gruße!" Sie mustert mich neugierig und fordert mich auf mein Aussehen zu erklären. Ich gebe mir Mühe mein Zeichen zu erklären und sie hört interessiert zu. Auch Ragnar wird gefragt und Kaldrim zeigt ihr freiwillig seines. Seltsamerweise ist Yppolita sehr vertrauensseelig ihm gegenüber, als wären sie schon seit Jahren beste Freunde.
Ardo bleibt kühl wie immer und wirft ihr vor ihre Burg zu vernachlässigen. Wir berichten ihr von der anrückenden Gefahr und Ardo bedrängt sie uns zu sagen, was mit ihrer Tochter ist.
Doch Yppolita bleibt stur. Ihre Tochter ginge uns nichts an und die Burg ist nur so vernachlässigt, weil aus Schatodor die Handwerker bisher nicht eintrafen.
Wir bekommen etwas zu essen und zu trinken und uns wird ein Nachtlager angeboten und ziehen uns zurück. Ardo ist ziemlich verärgert über die Amazonen, er hält wohl nicht viel von ihnen. Ich dagegen bin fasziniert. Nur Frauen! Kräftige Kriegerinnen voller Stolz und Mut! Ich glaube unter ihnen hätte ich mich auch wohl gefühlt nach dem Tod meiner Mutter. Wir ruhen uns aus, doch kurz danach klopft es und wir werden erneut zur Königin gerufen.
Ein Kriegsrat hat sich versammelt und erneut geben wir eine Zusammenfassung der Geschehnisse preis, die die Anwesenden schockiert. Nach langem Hin- und Her was nun zu tun sei, ob in einen offenen Kampf ziehen oder das Tal verteidigen, einigen wir uns darauf, dass wir Gefährten am nächsten Morgen aufbrechen um auszukundschaften, was überhaupt auf uns zu kommt.
Endlich bekommen wir unseren lang ersehnten Schlaf.
Der Weg nach Kurkum
11. Rahja 1019 BF
Wir haben den Ogerbusch verlassen, gelangten an die nördlichen Ausläufer der Beilunker Berge und folgten einem Gewirr aus Wegen stets bergauf. Irgendwann führte der Pfad wieder bergab und außer ein paar längeren Pausen zwischendurch, reiten wir nun schon seit drei Tagen durch die Wildnis.
Alya erzählt uns, dass Gilia nach einem Streit mit ihrer Mutter, die Burg mit einem Elfen verlassen hat und seitdem wird sie gesucht. Yppolita scheint die letzte Zeit nervöser zu sein als bisher und schickte erneut viele Amazonen aus, sie zu suchen.
Als der Abend dämmert und die schroffen Felsen in ein düsteres Licht getaucht werden, hören wir plötzlich ein knackendes und schmatzendes Geräusch und als wir um eine Wegbiegung kommen huscht eine dunkle Gestalt mit langen Armen in den Schutz der Felsspalten. Vor uns liegt Tornia oder der Rest der von ihr übrig ist. Ardo nimmt sein Schwert wieder an sich und es wird ein Scheiterhaufen für sie errichtet. Ardo spricht einen Grabsegen, während ich die ganze Zeit unruhig die Umgebung im Auge behalte. Irgendwoher kam mir das Geschöpf bekannt vor und erst später fällt mir ein, dass es sich um einen Ghul gehandelt haben muss, als Ragnar von Leichenfressern sprach. Ich rate dringend zum Weiterreiten um diese Gegend hier zu verlassen. Weshalb diese Kreaturen sich hier rumtreiben, ist uns ein Rätsel. Sicher ist, dass es sie hier bisher nicht gab.
Wir haben den Ogerbusch verlassen, gelangten an die nördlichen Ausläufer der Beilunker Berge und folgten einem Gewirr aus Wegen stets bergauf. Irgendwann führte der Pfad wieder bergab und außer ein paar längeren Pausen zwischendurch, reiten wir nun schon seit drei Tagen durch die Wildnis.
Alya erzählt uns, dass Gilia nach einem Streit mit ihrer Mutter, die Burg mit einem Elfen verlassen hat und seitdem wird sie gesucht. Yppolita scheint die letzte Zeit nervöser zu sein als bisher und schickte erneut viele Amazonen aus, sie zu suchen.
Als der Abend dämmert und die schroffen Felsen in ein düsteres Licht getaucht werden, hören wir plötzlich ein knackendes und schmatzendes Geräusch und als wir um eine Wegbiegung kommen huscht eine dunkle Gestalt mit langen Armen in den Schutz der Felsspalten. Vor uns liegt Tornia oder der Rest der von ihr übrig ist. Ardo nimmt sein Schwert wieder an sich und es wird ein Scheiterhaufen für sie errichtet. Ardo spricht einen Grabsegen, während ich die ganze Zeit unruhig die Umgebung im Auge behalte. Irgendwoher kam mir das Geschöpf bekannt vor und erst später fällt mir ein, dass es sich um einen Ghul gehandelt haben muss, als Ragnar von Leichenfressern sprach. Ich rate dringend zum Weiterreiten um diese Gegend hier zu verlassen. Weshalb diese Kreaturen sich hier rumtreiben, ist uns ein Rätsel. Sicher ist, dass es sie hier bisher nicht gab.
Die Befreiung von Shamaham
8. Rahja 1019 BF
Gegen Mittag erreichen wir wieder unser Lager, in dem die anderen warten und tauschen uns aus. Wir haben jedoch keine Ahnung wann die Oger kommen werden, wenn sie es denn wirklich tun und noch immer hört man die Schreie einer Gefolterten. Ardo war des nachts an den Ruinen, doch zeigten sich keine Geister, sondern er spürte, dass die Götter eher fern waren.
Isonzo hat plötzlich eine Idee und spricht einen Zauber auf sich. Er steht als Söldner vor uns und begibt sich zum Auskundschaften und evtl. Befreien der Gefangenen in die Stadt. Ardo ist unruhig und voller Tatendrang und eher wir uns versehen, steigt er auf sein Pferd und reitet auf die Stadt zu. Ragnar, Kaldrim und ich starren uns an und steigen ebenfalls auf, doch warten wir im Schutz des Waldes ab was geschieht. Ardo reitet in großem Abstand um die Stadt herum und bläst in sein Horn. Eine Ablenkung! Und sie scheint zu gelingen. Die Belagerer begeben sie aus der Stadt auf Ardo zu der absteigt, Liturgien donnert und in den Angriff übergeht gegen eine Übermacht. Dieser Wahnsinnige! Ragnar rennt ebenfalls los, während ich Soraya ebenfalls die Sporen gebe. Kaldrim folgt mir. Isonzo haben wir aus den Augen verloren, doch wenn unser Plan aufgeht, kann er die Gefangenen befreien.
Ich vernehme noch Ardos Worte für den Kampf zu Ehren Rondras und ehe ich auf die Söldnerschar vor mir treffe, springe ich ab und stelle mich dem Kampf. Sie niederzureiten oder mit der Dschadra zu werfen kommt mir nicht mal in den Sinn, sondern ich stelle mich ehrenhaft meinen Gegnern. Keine Pfeile fliegen. Aber es wird ein harter Kampf Mann gegen Mann. Als ich dem ersten Söldner meinen Khunchomer durch die Brust ziehe, regt sich etwas in mir. Eine Befriedigung breitet sich aus und während ich Hieb um Hieb austeile und abwehre, spüre ich die Gier nach Blut in mir. Mein Blick wird schärfer, meine Reflexe besser, ich spüre wie die Kraft meine Beine durchfließt und meine Haut sich verstärkt. Ich pflüge mich mit meinem Säbel durch die Schergen Borbarads und halte blutig Gericht. Ich genieße den warmen Blutregen, der sich über mich ergießt und kenne keine Furcht.
Nicht weit von mir kämpft Ardo gegen einen riesigen muskelbepackten Hünen, doch er wirkt chancenlos. Sein Blick scheint entrückt und nur noch halbherzig wehrt er die Schläge ab, die übelst tief in ihn eindringen. Er blutet stark.
Ein abschätzender Blick auf das Geschehen zeigt mir Kaldrim völlig starr in einer Angriffspose. Nicht weit vor ihm Galotta. Isonzo steht nicht weit entfernt und eine Amazone pflügt sich ebenfalls mit einem Schwert durch die Söldnerschar.
Plötzlich vibriert der Boden, Lautes Knarzen und Knacken aus dem Wald verkündet die Ankunft der Oger und nicht lange danach brechen gut zwanzig Oger aus dem Wald und stürmen Shamaham.
Fast im gleichen Moment spricht Galotta einen Zauber und Isonzo, der eben noch auf Galotta einstach, wendet sich um und stürmt den Ogern entgegen. Was bei den Zwölfen tut er da?
Die Söldner ergreifen die Flucht und ehe ich es bis zu Galotta schaffe, hat er durch einen Zauber das Schlachtfeld verlassen. Feigling!
Ein Oger kommt an Kaldrim vorbei und schlägt ihm seine Keule auf den Schädel, doch wundersamerweise zerbirst das Holz und als er dennoch versucht in seinen Arm zu beißen, brechen ihm zwei Zähne aus und wutentbrannt schlägt er ihn hinfort. Kaldrim fliegt durch ein Haus hindurch bis in ein Feld.
Ardo sieht immer schwächer aus und sein Blick scheint das Geschehen um ihn herum kaum mehr wahrzunehmen. Ragnar spricht einen Zauber und eine Flammenlanze zündet den Hünen an. Ich eile Ardo zu Hilfe und schlage von hinten auf den Notmarker ein, der blutige Wunden davon trägt. Der Ansturm der Oger kommt immer näher und im Selbstschutz bringt sich jeder in Sicherheit.
Der Notmarker entkommt schwer verletzt. Als ich ihm hinterhereile, kann er plötzlich flink wie ein Wiesel fliehen, sicher mit Hilfe von Magie. Ragnar kann Ardo mit zum Waldrand zerren, während die Amazone auf ein Pferd springt und Isonzo einfängt, der tatsächlich scheinbar die Oger angreifen will. Ich sammle Kaldrim ein, der noch immer starr wie ein Stein ist und mir bleibt nichts anderes übrig als ihn durch den Acker zum Wald zu ziehen.
Die Schreie der Söldnerschar verebben langsam und weichen schmatzenden Lauten der sich satt fressenden Oger. Mein Blutdurst legt sich zögerlich, doch noch immer zieren Schuppen meine Haut. Ragnar macht sich daran Ardo magisch zu heilen, ich helfe ihm mit Verbänden und der Rondrageweihte sinkt völlig erschöpft in den Schlaf. Isonzo bietet der Amazone seine Hilfe an, doch sie nimmt nur sein Verbandsmaterial und verbindet sich selbst.
Sie stellt sich als Alya Ysaril von Donnerbach vor, Rittfrau der Rondra und Schwertlöwin von Kurkum. Sie wurde auf der Suche nach Gilia, der Tochter der Hochkönigin Yppolita von Kurkum, von den Söldnern abgefangen. Sie wurde gefoltert um den Weg nach Kurkum preis zugeben, doch hielt sie stand. Sie bittet uns sie nach Kurkum zu begleiten, doch leider sofort.
Ich wecke Ardo und wir brechen erneut auf. Mein N'Churr ebbt ab und ich fühle die Schwäche und die Erschöpfung, die sich in mir ausbreitet. Ich habe lange Zeit nicht mehr geschlafen und immer wieder fallen mir die Augen zu, als wir in der Dunkelheit den Ogerbusch durchqueren, doch Alya kennt den Weg offensichtlich gut und Soraya folgt ihr.
Gegen Mittag erreichen wir wieder unser Lager, in dem die anderen warten und tauschen uns aus. Wir haben jedoch keine Ahnung wann die Oger kommen werden, wenn sie es denn wirklich tun und noch immer hört man die Schreie einer Gefolterten. Ardo war des nachts an den Ruinen, doch zeigten sich keine Geister, sondern er spürte, dass die Götter eher fern waren.
Isonzo hat plötzlich eine Idee und spricht einen Zauber auf sich. Er steht als Söldner vor uns und begibt sich zum Auskundschaften und evtl. Befreien der Gefangenen in die Stadt. Ardo ist unruhig und voller Tatendrang und eher wir uns versehen, steigt er auf sein Pferd und reitet auf die Stadt zu. Ragnar, Kaldrim und ich starren uns an und steigen ebenfalls auf, doch warten wir im Schutz des Waldes ab was geschieht. Ardo reitet in großem Abstand um die Stadt herum und bläst in sein Horn. Eine Ablenkung! Und sie scheint zu gelingen. Die Belagerer begeben sie aus der Stadt auf Ardo zu der absteigt, Liturgien donnert und in den Angriff übergeht gegen eine Übermacht. Dieser Wahnsinnige! Ragnar rennt ebenfalls los, während ich Soraya ebenfalls die Sporen gebe. Kaldrim folgt mir. Isonzo haben wir aus den Augen verloren, doch wenn unser Plan aufgeht, kann er die Gefangenen befreien.
Ich vernehme noch Ardos Worte für den Kampf zu Ehren Rondras und ehe ich auf die Söldnerschar vor mir treffe, springe ich ab und stelle mich dem Kampf. Sie niederzureiten oder mit der Dschadra zu werfen kommt mir nicht mal in den Sinn, sondern ich stelle mich ehrenhaft meinen Gegnern. Keine Pfeile fliegen. Aber es wird ein harter Kampf Mann gegen Mann. Als ich dem ersten Söldner meinen Khunchomer durch die Brust ziehe, regt sich etwas in mir. Eine Befriedigung breitet sich aus und während ich Hieb um Hieb austeile und abwehre, spüre ich die Gier nach Blut in mir. Mein Blick wird schärfer, meine Reflexe besser, ich spüre wie die Kraft meine Beine durchfließt und meine Haut sich verstärkt. Ich pflüge mich mit meinem Säbel durch die Schergen Borbarads und halte blutig Gericht. Ich genieße den warmen Blutregen, der sich über mich ergießt und kenne keine Furcht.
Nicht weit von mir kämpft Ardo gegen einen riesigen muskelbepackten Hünen, doch er wirkt chancenlos. Sein Blick scheint entrückt und nur noch halbherzig wehrt er die Schläge ab, die übelst tief in ihn eindringen. Er blutet stark.
Ein abschätzender Blick auf das Geschehen zeigt mir Kaldrim völlig starr in einer Angriffspose. Nicht weit vor ihm Galotta. Isonzo steht nicht weit entfernt und eine Amazone pflügt sich ebenfalls mit einem Schwert durch die Söldnerschar.
Plötzlich vibriert der Boden, Lautes Knarzen und Knacken aus dem Wald verkündet die Ankunft der Oger und nicht lange danach brechen gut zwanzig Oger aus dem Wald und stürmen Shamaham.
Fast im gleichen Moment spricht Galotta einen Zauber und Isonzo, der eben noch auf Galotta einstach, wendet sich um und stürmt den Ogern entgegen. Was bei den Zwölfen tut er da?
Die Söldner ergreifen die Flucht und ehe ich es bis zu Galotta schaffe, hat er durch einen Zauber das Schlachtfeld verlassen. Feigling!
Ein Oger kommt an Kaldrim vorbei und schlägt ihm seine Keule auf den Schädel, doch wundersamerweise zerbirst das Holz und als er dennoch versucht in seinen Arm zu beißen, brechen ihm zwei Zähne aus und wutentbrannt schlägt er ihn hinfort. Kaldrim fliegt durch ein Haus hindurch bis in ein Feld.
Ardo sieht immer schwächer aus und sein Blick scheint das Geschehen um ihn herum kaum mehr wahrzunehmen. Ragnar spricht einen Zauber und eine Flammenlanze zündet den Hünen an. Ich eile Ardo zu Hilfe und schlage von hinten auf den Notmarker ein, der blutige Wunden davon trägt. Der Ansturm der Oger kommt immer näher und im Selbstschutz bringt sich jeder in Sicherheit.
Der Notmarker entkommt schwer verletzt. Als ich ihm hinterhereile, kann er plötzlich flink wie ein Wiesel fliehen, sicher mit Hilfe von Magie. Ragnar kann Ardo mit zum Waldrand zerren, während die Amazone auf ein Pferd springt und Isonzo einfängt, der tatsächlich scheinbar die Oger angreifen will. Ich sammle Kaldrim ein, der noch immer starr wie ein Stein ist und mir bleibt nichts anderes übrig als ihn durch den Acker zum Wald zu ziehen.
Die Schreie der Söldnerschar verebben langsam und weichen schmatzenden Lauten der sich satt fressenden Oger. Mein Blutdurst legt sich zögerlich, doch noch immer zieren Schuppen meine Haut. Ragnar macht sich daran Ardo magisch zu heilen, ich helfe ihm mit Verbänden und der Rondrageweihte sinkt völlig erschöpft in den Schlaf. Isonzo bietet der Amazone seine Hilfe an, doch sie nimmt nur sein Verbandsmaterial und verbindet sich selbst.
Sie stellt sich als Alya Ysaril von Donnerbach vor, Rittfrau der Rondra und Schwertlöwin von Kurkum. Sie wurde auf der Suche nach Gilia, der Tochter der Hochkönigin Yppolita von Kurkum, von den Söldnern abgefangen. Sie wurde gefoltert um den Weg nach Kurkum preis zugeben, doch hielt sie stand. Sie bittet uns sie nach Kurkum zu begleiten, doch leider sofort.
Ich wecke Ardo und wir brechen erneut auf. Mein N'Churr ebbt ab und ich fühle die Schwäche und die Erschöpfung, die sich in mir ausbreitet. Ich habe lange Zeit nicht mehr geschlafen und immer wieder fallen mir die Augen zu, als wir in der Dunkelheit den Ogerbusch durchqueren, doch Alya kennt den Weg offensichtlich gut und Soraya folgt ihr.
Wieder bei den Ogern
7./8. Rahja 1019 BF
Ich rüste mich erneut, wickle die Keule in meine Decke und befestige sie an Soraya. Dann brechen wir auf ins Ungewisse. Wir wissen nicht wo ya Menario sich aufhält. Wir wissen nicht, wer von den Ogern noch lebt und wie viele noch in diesem Wald hausen. Ich schaue gen Himmel, doch sehe ich nur das dichte Blätterdach des Waldes. Diese Nacht hätte das Ritual stattfinden sollen. Solange wir die Keule haben, kann Galotta nichts ausrichten und das beruhigt mich ein wenig. Die Finsternis ist hier im Ogerbusch dichter als ich es mir vorgestellt habe und lange Zeit reiten wir den Weg entlang. Irgendwann halte ich an. Wir hätten schon längst abzweigen müssen, sagt mir mein Gefühl, doch habe ich keinen Pfad bemerkt. Ich zünde meine Öllampe an und wir kehren um. Irgendwann finde ich den Pfad und wir gehen weiter. Unbehelligt gelangen wir zu der Waldsenke. Zwei der Oger liegen tot inmitten der Mulde. Der dritte hat also überlebt. Isonzo und ich schauen uns die Leiche von Azaril genauer an und durchsuchen sie. Dann gehe ich leise in die Senke und hole meine Dschadra zurück, die noch immer auf dem Boden liegt. Währenddessen holt Kaldrim die Keule vom Pferd, zieht sein Hemd aus und setzt sich inmitten dieser Senke auf den Boden. Ich ziehe mich an den oberen Rand zurück, abwartend beobachte ich was er vor hat. Isonzo ist auf meiner gegenüberliegenden Seite und wartet ebenfalls. Kaldrim legt sich die Keule auf den Schoss und beginnt das Friedenslied zu singen. Sein Falke löst sich von seiner Brust und mal sitzt er nur auf seiner Schulter, mal flattert er um ihn herum. Ich merke wie meine Anspannung nachlässt und mein Puls sich beruhigt.
Es dauert nicht lange bis der Oger und das kleinere Ogerweib aus ihrer Höhle kommen und ihn anstarren. Während das Weib recht ruhig erscheint, starrt der riesige Oger eher hungrig geifernd auf den Zwerg. Kaldrim beginnt zu sprechen und fordert sie auf, uns im Tausch gegen die Keule gegen Shamaham zu helfen. Doch sie fordern die Keule zuvor anstatt danach. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Als sie endlich verstanden haben, dass sie selbst von Galotta bedroht werden und eher Shamaham als wir die Bedrohung sind, sind sie einverstanden uns zu helfen, doch benötigen sie noch immer die Keule um die anderen Oger zusammenzurufen. Als der große Fleischsack Kaldrim bedroht, donnert dieser mit der Stimme des Waldes ein "Schweig" durch die Stille und der ganze Wald trägt diesen Ausruf mit sich. Erschrocken weicht der Oger zurück und nach einigen weiteren Wortwechseln, geben wir dem Ogerweib die Keule. Sie gibt sie dem Mann, der sie daraufhin in die Höhe hebt und ein infernalisches Brüllen von sich gibt, ehe das Ogerweib ihm mit mächtiger Wucht ins Gesicht schlägt. Er verstummt und der Pakt steht. Wir ziehen uns zurück, sagen ihnen noch, dass sie sich beeilen sollen und reiten zurück nach Shamaham.
Ich rüste mich erneut, wickle die Keule in meine Decke und befestige sie an Soraya. Dann brechen wir auf ins Ungewisse. Wir wissen nicht wo ya Menario sich aufhält. Wir wissen nicht, wer von den Ogern noch lebt und wie viele noch in diesem Wald hausen. Ich schaue gen Himmel, doch sehe ich nur das dichte Blätterdach des Waldes. Diese Nacht hätte das Ritual stattfinden sollen. Solange wir die Keule haben, kann Galotta nichts ausrichten und das beruhigt mich ein wenig. Die Finsternis ist hier im Ogerbusch dichter als ich es mir vorgestellt habe und lange Zeit reiten wir den Weg entlang. Irgendwann halte ich an. Wir hätten schon längst abzweigen müssen, sagt mir mein Gefühl, doch habe ich keinen Pfad bemerkt. Ich zünde meine Öllampe an und wir kehren um. Irgendwann finde ich den Pfad und wir gehen weiter. Unbehelligt gelangen wir zu der Waldsenke. Zwei der Oger liegen tot inmitten der Mulde. Der dritte hat also überlebt. Isonzo und ich schauen uns die Leiche von Azaril genauer an und durchsuchen sie. Dann gehe ich leise in die Senke und hole meine Dschadra zurück, die noch immer auf dem Boden liegt. Währenddessen holt Kaldrim die Keule vom Pferd, zieht sein Hemd aus und setzt sich inmitten dieser Senke auf den Boden. Ich ziehe mich an den oberen Rand zurück, abwartend beobachte ich was er vor hat. Isonzo ist auf meiner gegenüberliegenden Seite und wartet ebenfalls. Kaldrim legt sich die Keule auf den Schoss und beginnt das Friedenslied zu singen. Sein Falke löst sich von seiner Brust und mal sitzt er nur auf seiner Schulter, mal flattert er um ihn herum. Ich merke wie meine Anspannung nachlässt und mein Puls sich beruhigt.
Es dauert nicht lange bis der Oger und das kleinere Ogerweib aus ihrer Höhle kommen und ihn anstarren. Während das Weib recht ruhig erscheint, starrt der riesige Oger eher hungrig geifernd auf den Zwerg. Kaldrim beginnt zu sprechen und fordert sie auf, uns im Tausch gegen die Keule gegen Shamaham zu helfen. Doch sie fordern die Keule zuvor anstatt danach. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Als sie endlich verstanden haben, dass sie selbst von Galotta bedroht werden und eher Shamaham als wir die Bedrohung sind, sind sie einverstanden uns zu helfen, doch benötigen sie noch immer die Keule um die anderen Oger zusammenzurufen. Als der große Fleischsack Kaldrim bedroht, donnert dieser mit der Stimme des Waldes ein "Schweig" durch die Stille und der ganze Wald trägt diesen Ausruf mit sich. Erschrocken weicht der Oger zurück und nach einigen weiteren Wortwechseln, geben wir dem Ogerweib die Keule. Sie gibt sie dem Mann, der sie daraufhin in die Höhe hebt und ein infernalisches Brüllen von sich gibt, ehe das Ogerweib ihm mit mächtiger Wucht ins Gesicht schlägt. Er verstummt und der Pakt steht. Wir ziehen uns zurück, sagen ihnen noch, dass sie sich beeilen sollen und reiten zurück nach Shamaham.
Sonntag, 8. November 2015
Welche Richtung?
7. Rahja 1019 BF
Als der Morgen dämmert, reiten wir weiter nach Süden, in die Richtung die Tornia ritt, als wir uns trennten. Es geht stetig bergab und der Wald lichtet sich. Nicht lange danach taucht Kaldrims Falke wieder auf und berichtet ihm, dass die Amazone tot ist. Sie hat Kurkum nicht erreicht. Dunkle Wesen haben sie getötet.
Zur Sicherheit der Keule machen wir kehrt und reiten zurück nach Shamaham, mit der Absicht nach Beilunk zu reisen. Gegen Abend gelangen wir nach Shamaham, doch schon ehe wir den Wald verlassen, riecht es nach Verbranntem und wir erkennen aus der Ferne dunkle Rauchsäulen.
Shamaham brennt! Wir verharren im Schutz des Waldes und beobachten das Dorf. Viele Söldner in rot-schwarzer Kleidung tummeln sich um das Städtchen. Wir erkennen einen Mann mit einer scharlachroten Kappe auf dem Dorfplatz umherlaufen, scheinbar sehr ungeduldig auf etwas wartend. Galotta !
Wir können den Dorfplatz nicht ganz einsehen, doch hört man immer wieder Peitschenhiebe mit darauf folgenden Schmerzensschreien. Scheinbar sind die Dorfbewohner geflohen, doch haben es wohl nicht alle geschafft. Meine Hand klammert sich um meinen Säbel. Es sind zu viele!
Wir sehen wie einzelne Trupps weggeschickt werden. Einer treibt die Rinder Richtung Nordosten, eine anderer reitet die Straße lang Richtung Beilunk. Beide gut ein Dutzend Männer.
Wir ziehen uns zurück und beratschlagen. Ragnar und ich sind dafür die Keule nach Beilunk in Sicherheit zu bringen. Ragnar würde sie sogar am liebsten zerstören lassen.
Kaldrim und Isonzo tendieren zu Kurkum. Ins Ungewisse ziehen, mit der Hilfe der Götter. Kurkum suchen, was sonst noch keinem gelang. Kaldrim vertritt die Meinung jedes Artefakt kann sowohl gutes als auch schlechtes bewirken, er ist dagegen es zu zerstören. Schließlich gehört sie nicht uns, sondern ist ein wichtiges Artefakt der Oger.
Ragnar könnte mit Hilfe eines Luftdschinns sogar die Keule mit einer Nachricht nach Beilunk schicken. Wir wissen schließlich nicht welche dunklen Wesen Tornia getötet haben und wir werden die Keule sicherlich nicht in ihre Hände bringen. Ebenso wird es schwer unbemerkt nach Beilunk zu gelangen. Die Nacht bricht herein, wir machen uns inmitten des Waldes ein Nachtlager und beratschlagen, was wir tun sollen. Doch die Schreie aus Shamaham klingen bis zu uns und Ardo wird immer unruhiger, dass wir angreifen sollten. Doch das wäre ein Selbstmordkommando und nach langer Diskussion entscheiden wir, dass Kaldrim, Isonzo und ich zum Ogerhort aufbrechen werden um die Oger um Hilfe zu bitten. Vielleicht können wir sie mit Hilfe der Keule dazu überreden.
Als der Morgen dämmert, reiten wir weiter nach Süden, in die Richtung die Tornia ritt, als wir uns trennten. Es geht stetig bergab und der Wald lichtet sich. Nicht lange danach taucht Kaldrims Falke wieder auf und berichtet ihm, dass die Amazone tot ist. Sie hat Kurkum nicht erreicht. Dunkle Wesen haben sie getötet.
Zur Sicherheit der Keule machen wir kehrt und reiten zurück nach Shamaham, mit der Absicht nach Beilunk zu reisen. Gegen Abend gelangen wir nach Shamaham, doch schon ehe wir den Wald verlassen, riecht es nach Verbranntem und wir erkennen aus der Ferne dunkle Rauchsäulen.
Shamaham brennt! Wir verharren im Schutz des Waldes und beobachten das Dorf. Viele Söldner in rot-schwarzer Kleidung tummeln sich um das Städtchen. Wir erkennen einen Mann mit einer scharlachroten Kappe auf dem Dorfplatz umherlaufen, scheinbar sehr ungeduldig auf etwas wartend. Galotta !
Wir können den Dorfplatz nicht ganz einsehen, doch hört man immer wieder Peitschenhiebe mit darauf folgenden Schmerzensschreien. Scheinbar sind die Dorfbewohner geflohen, doch haben es wohl nicht alle geschafft. Meine Hand klammert sich um meinen Säbel. Es sind zu viele!
Wir sehen wie einzelne Trupps weggeschickt werden. Einer treibt die Rinder Richtung Nordosten, eine anderer reitet die Straße lang Richtung Beilunk. Beide gut ein Dutzend Männer.
Wir ziehen uns zurück und beratschlagen. Ragnar und ich sind dafür die Keule nach Beilunk in Sicherheit zu bringen. Ragnar würde sie sogar am liebsten zerstören lassen.
Kaldrim und Isonzo tendieren zu Kurkum. Ins Ungewisse ziehen, mit der Hilfe der Götter. Kurkum suchen, was sonst noch keinem gelang. Kaldrim vertritt die Meinung jedes Artefakt kann sowohl gutes als auch schlechtes bewirken, er ist dagegen es zu zerstören. Schließlich gehört sie nicht uns, sondern ist ein wichtiges Artefakt der Oger.
Ragnar könnte mit Hilfe eines Luftdschinns sogar die Keule mit einer Nachricht nach Beilunk schicken. Wir wissen schließlich nicht welche dunklen Wesen Tornia getötet haben und wir werden die Keule sicherlich nicht in ihre Hände bringen. Ebenso wird es schwer unbemerkt nach Beilunk zu gelangen. Die Nacht bricht herein, wir machen uns inmitten des Waldes ein Nachtlager und beratschlagen, was wir tun sollen. Doch die Schreie aus Shamaham klingen bis zu uns und Ardo wird immer unruhiger, dass wir angreifen sollten. Doch das wäre ein Selbstmordkommando und nach langer Diskussion entscheiden wir, dass Kaldrim, Isonzo und ich zum Ogerhort aufbrechen werden um die Oger um Hilfe zu bitten. Vielleicht können wir sie mit Hilfe der Keule dazu überreden.
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