11. Efferd 1009 BF
Als wir wieder erwachten suchten wir ratlos umher wie wir uns befreien könnten. In manchen Räumen stand seltsames Zeug rum, was nach Laborversuchen aussah. Phiolen, Tiegelchen mit allerhand ekligen oder unbekannten Dingen waren zu finden doch nichts was uns weiterhalf.
Wir fanden einen verschlossenen Schrank, der sich jedoch nicht öffnen liess.
Wir fragten Buka ob es irgendetwas gab was die Schranktür zerstören könnte und er fand eine Säure, die wir auf den Schrank träufelten. Es zischte und dampfte und ein ekliger Geruch stand im Raum, doch es verätzte tatsächlich soweit die Schranktür, dass wir ihn öffnen konnten.
Darin lag ein großer grünlicher Stein und Bukas Augen strahlten. Er nahm den Stein und liess ihn mit sich verschmelzen.
Bukas Aura erstarkte wieder und trotz der Gestalt eines Menschen strahlte er wahre Größe und Stärke aus. Seine Kräfte waren zurückgekehrt.
Er zerstörte mit einem einzigen Hieb die verschlossene Tür und wir waren frei. Nun machten wir uns eiligst auf den Weg nach oben um Liskom zu finden, als wir riesigen Lärm von zerberstendem Holz hörten.
Der Dharai war zurück und machte sich auf die Suche nach uns. Wir eilten weiter nach oben.
Plötzlich kamen wir in einen Raum in dem fünf bequeme Sesseln standen. Liskom stand im Raum und lud uns ein Platz zu nehmen. Auf einmal wurden wir mit magischer Kraft gezwungen dort Platz zu nehmen, so sehr wir uns auch wehrten, wir setzten uns und konnten uns nicht mehr erheben.
Liskom lächelte uns an und redete mit uns. Er hatte Colon entführt um ihn als eine neue Hülle für Borbarad zu nutzen.
Liskom war dabei Borbarads Rückkehr zu planen!
Buka schrie und wehrte sich, kam frei und wollte Liskom töten, doch der verschwand blitzschnell mit einem Transversaliszauber.
Wir konnten uns wieder bewegen. Plötzlich hörten wir, wie der Dharai nicht mehr weit entfernt war und wir eilten weiter den Turm nach oben. Dies war kein Gegner mit dem wir uns freiwillig anlegen wollten.
Als wir in ein Schlafzimmer kamen, pißte Haldan in seiner Wut auf Liskoms Bett, jedoch stellte sich beim Weiterrennen raus, dass dieses Schlafgemach nur ein Gästezmmer gewesen sein mußte. Doch jeder Turm endet irgendwann. Wir trennten uns und Haldan und Buka fanden in einer Bibliothek eine Klappe, die ins Freie führte, wenn da nicht zwei riesige Harpien gesessen hätten. Tarea und ich eilten in einen anderen Raum, dessen Fenster direkt über der steinernen Brücke lag. Wir knoteten Vorhänge zusammen um uns herabzulassen zu können, als wir aus einem anderen Raum Kampfgeräusche hörten. Haldan!
Wir eilten ihm zu Hilfe und bekamen Liskoms Macht zu spüren. Haldan krümmte sich vor Schmerzen. Ich versank im Boden und Tarea wurde zu Stein. Ich kämpfte mich durch die zähe Bodenmasse voran, als Liskom seinen Stab zu einem Schwert verzauberte und mit einem Mal löste sich ein Schatten seiner selbst von ihm und griff mich an. Ich konnte den Schatten besiegen und erkannte, dass Liskom schwächer wurde. Sein Schwert wurde wieder zum Stab. Doch ehe er noch irgendetwas tun konnte, spuckte Buka plötzlich Feuer. Liskom stand in Flammen. Buka stürzte sich mit dem brennenen Liskom durch die Wand, doch im Sturz verwandelte er sich in Teclador. Unsere Blicke musste wir abwenden, denn plötzlich stand der Dharai hinter uns. Immernoch waffenschwingend stellten wir uns dem Monster, als Teclador durch die bereits zerstörte Wand den Dharai ergriff und ihn einfach zerfetzte. Der ganze Trum brannte und wir hatten keinen Ausweg. Teclador nahm uns vorsichtig in seine riesigen Klauen und befreite uns aus dem Turm. Ich wurde kurzzeitig ohnmächtig als ich einen Augenblick nach unten sah. Teclador setze uns vorsichtig ab. Der Zwerg kam aus der Schmiede gerannt und wie Zwerge ja nunmal sind schoss er blindwütig mit Pfeilen auf den riesigen Drachen. Wir töteten den Zwerg ebenfalls und endlich waren alle Feinde besiegt.
Wir starrten den großen Retter an. Teclador, der Hüter des Gleichgewichts, einer der Uralten. Ehrfürchtig schaute ich ihn an.
Wir hörten seine Stimme in unseren Köpfen. Er verabschiedete sich und dankte uns und gab uns ein Geschenk. Sollten wir jemals eine weite Strecke zurücklegen müssen, so könnten wir auf einer kleinen Flöte spielen, die er uns gab und er würde kommen und uns fliegen. Ein einziges Mal ! Dann flog er davon.
Wir schauten uns um. Der Turm brannte lichterloh. Die Feinde waren besiegt. Wir öffneten den Sklaven die Armbänder, sagten jedoch weiter nicht viel. Die Sklaven schien es auch irgendwie nicht zu interessieren. Doch Colon hatten wir noch immer nicht gefunden. Wir gingen noch einmal zu der Höhle in der wir nicht weitergekommen waren und siehe da, keine Barriere hielt uns auf, sondern wir fanden Colon im Inneren der Höhle, wohlbehalten aber lethargisch. Doch immerhin war er am Leben und gesund.
Wir traten die Heimreise an, die ziemlich eintönig verlief ohne besondere Vorkommnisse.
Wir brachten Colon zu seiner Familie zurück und unsere Wege trennten sich....
Mein Name ist Yamira saba Shanya al Kira! Mein Leben soll nicht in Vergessenheit geraten, denn ich bin zu Größerem erkoren, sonst säße ich bereits an Rondras Tafel. Doch werde ich erst von Dere gehen, wenn meine Aufgabe erfüllt ist. Somit schreibe ich nieder was mir widerfährt, damit meine Taten weitererzählt werden und ich als Heldin ewig weiterlebe...
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Donnerstag, 16. Juli 2015
Der schwarze Turm
10. Efferd 1009 BF
Am nächsten morgen machten wir uns auf den Talkessel oberhalb zu umrunden. Wir liefen hinter dem Dschungel vorbei und hörten allerhand seltsame Geräusche, auch wildes Gebrüll einiger Tiere, die wir nicht sahen und jedem von uns war klar, dass wir nicht freiwillig in diese grüne Hölle reingehen würden.
Als wir die Hälfte des Tals umrundet hatten, entdeckten wir auf der freien Fläche einige Felder, Häuser und auch die Holzkonstruktion, die sich als Kran erwies. Neben dem Kran stand eine kleine Kate. Der Kran war oben und es stand eine leere Lohre am Rand. Rauch und Hämmern drang aus einem Gebäude, was eindeutig auf eine Schmiede schliessen ließ und wir sahen den schwarzen Turm bedrohlich auf seiner Felsnadel trohnen. Teilweise liefen Sklaven umher und arbeiteten.
Wir beobachteten eine Weile versteckt die Gegend.
Buka war inzwischen wieder bei Sinnen, jedoch ging es ihm sehr schlecht. Die einzige Möglichkeit Teclador zu retten war, ihm seinen Karfunkelstein wieder zu beschaffen, den Liskom von Fasar ihm entwedet hatte.
Plötzlich kam aus dem Turm ein Mann, eindeutig ein Magus, der eiligen Schrittes zur Schmiede lief. Er verließ die Schmiede wieder und ging weiter zur Felswand unter uns und verschwand. Also musste wohl unter uns eine Höhle sein. Dass der Mann Liskom war, war jedem sofort klar.
Wir schlichen eilig zur Brücke in der Hoffnung, wir könnten zum Turm gelangen ehe der Magus zurückkam. Buka wollte unbedingt mit aber er war zu schwach um uns wirklich zu helfen. Als wir die Brücke erreicht hatten, erkannten wir einige Schießscharten in den Mauern des Turm und unser Mut schwand dahin.
Noch dazu sahen wir gerade noch rechtzeitig, dass Liskom zurückkam und wir eilten zur kleinen Kate zurück am Kran. Nun hieß es Pläne schmieden und beobachten wie wir am Besten in den Turm gelangen könnten.
Wir entdeckten eine kleine Treppe, die am Turm aussen entlang führte und auf einer kleinen Terasse aussen am Turm endete.
Auf einmal öffnete sich eine Tür am Turm und ein Zwerg kam heraus. In seinem Schlepptau ein ekliges, schleimiges, riesiges Etwas. Wir schauten uns an und erschauderten. Das war wohl der Dharai von dem uns vorab prophezeit wurde. Dass solch ein Monster eine schwere Lohre ziehen konnte und ganze Gauklerwagen und Pferde zerstörte, war gut vorstellbar. Wir versteckten uns und beobachteten, wie der Zwerg und der Dharai mit dem Kran nach oben gebracht wurden und sie beide mit der leeren Lohre in Richtung andere Mine verschwanden.
Ein guter Zeitpunkt uns zum Turm zu begeben, jetzt wo der Dharai nicht mehr da war.
Wir warteten bis es dunkel wurde und seilten uns, mit einem Seil aus der Kate was lang genug war, neben dem Kran nach unten ab. Buka kam mit in der Hoffnung seinen Karfunkelstein zu finden. Dann schlichen wir erst zur Schmiede und fanden schwere Barren uns unbekannten Metalls. Es waren jedoch zu wenige, als dass wir es riskieren konnten einen mitzunehmen. Wir gingen weiter zur Höhle, in der Liskom verschwunden war, konnte sie jedoch nicht betreten, da eine magische Angstbarriere uns den Weg versperrte. Wir schlichen zurück zum Turm. Auf dem Weg dorthin schauten wir in die Sklavenhäuser, sahen aber nur dasselbe Bild wie in der Mine. Lethargische Sklaven mit Armbändern, denen es jedoch ein klein wenig besser zu gehen schien als den anderen in der Mine.
Am Turm angelangt schlichen wir langsam die Treppen nach oben, was mir mit meiner Höhenangst alles andere als leicht fiel und kamen schliesslich zu einer Tür, die leider verschlossen war. Nach kurzer Überlegung hatten wir einen tollkühnen Plan entwickelt. Wir versteckten uns und warteten, dass irgendwer die Tür öffenen würde um nach dem Rechten zu sehen. Tarea imitierte ein wenig unterhalb auf der Treppe einen Affen und unsere Hoffnung war, das derjenige auch heraus lief und wir ihn überwältigen könnten.
Wir klopften und heraus kam ein Schlangenmensch, den wir recht schnell niederstrecken konnten. Durch den Lärm alamiert, kamen aber noch zwei weitere hinzu und wir schafften es mit Mühe und List beide zu erledigen und ihnen den Schlüssel für den Turm abzunehmen. Der erste Teil war geschafft, wir waren relativ unbemerkt im Turm angelangt.
Wir fingen vorsichtig an den riesigen Turm zu durchsuchen. Erst begaben wir uns in die unteren Stockwerke und stiessen auf das Verlies des Dharai, das den Zwölfen sei Dank ja leer war. Dann begaben wir uns vorsichtig nach oben, Raum für Raum dursuchten wir alles. Wenn wir in manchen Räumen steinerne Gargoyles sitzen sahen, stülpten wir leere Säcke über ihre Köpfe, da uns ihr Blick irgendwie unheimlig war.
Plötzlich fiel hinter uns die Tür zu. Ein höhnisches Lachen erschallte und wir hörten Türriegel und murmelnde Worte....
Wir waren eingeschlossen. Da wir sowieso ziemlich erschöpft waren, ergaben wir uns der Schmach und versuchten erst einmal zu schlafen, was uns auch ohne Weiteres gelang.
Am nächsten morgen machten wir uns auf den Talkessel oberhalb zu umrunden. Wir liefen hinter dem Dschungel vorbei und hörten allerhand seltsame Geräusche, auch wildes Gebrüll einiger Tiere, die wir nicht sahen und jedem von uns war klar, dass wir nicht freiwillig in diese grüne Hölle reingehen würden.
Als wir die Hälfte des Tals umrundet hatten, entdeckten wir auf der freien Fläche einige Felder, Häuser und auch die Holzkonstruktion, die sich als Kran erwies. Neben dem Kran stand eine kleine Kate. Der Kran war oben und es stand eine leere Lohre am Rand. Rauch und Hämmern drang aus einem Gebäude, was eindeutig auf eine Schmiede schliessen ließ und wir sahen den schwarzen Turm bedrohlich auf seiner Felsnadel trohnen. Teilweise liefen Sklaven umher und arbeiteten.
Wir beobachteten eine Weile versteckt die Gegend.
Buka war inzwischen wieder bei Sinnen, jedoch ging es ihm sehr schlecht. Die einzige Möglichkeit Teclador zu retten war, ihm seinen Karfunkelstein wieder zu beschaffen, den Liskom von Fasar ihm entwedet hatte.
Plötzlich kam aus dem Turm ein Mann, eindeutig ein Magus, der eiligen Schrittes zur Schmiede lief. Er verließ die Schmiede wieder und ging weiter zur Felswand unter uns und verschwand. Also musste wohl unter uns eine Höhle sein. Dass der Mann Liskom war, war jedem sofort klar.
Wir schlichen eilig zur Brücke in der Hoffnung, wir könnten zum Turm gelangen ehe der Magus zurückkam. Buka wollte unbedingt mit aber er war zu schwach um uns wirklich zu helfen. Als wir die Brücke erreicht hatten, erkannten wir einige Schießscharten in den Mauern des Turm und unser Mut schwand dahin.
Noch dazu sahen wir gerade noch rechtzeitig, dass Liskom zurückkam und wir eilten zur kleinen Kate zurück am Kran. Nun hieß es Pläne schmieden und beobachten wie wir am Besten in den Turm gelangen könnten.
Wir entdeckten eine kleine Treppe, die am Turm aussen entlang führte und auf einer kleinen Terasse aussen am Turm endete.
Auf einmal öffnete sich eine Tür am Turm und ein Zwerg kam heraus. In seinem Schlepptau ein ekliges, schleimiges, riesiges Etwas. Wir schauten uns an und erschauderten. Das war wohl der Dharai von dem uns vorab prophezeit wurde. Dass solch ein Monster eine schwere Lohre ziehen konnte und ganze Gauklerwagen und Pferde zerstörte, war gut vorstellbar. Wir versteckten uns und beobachteten, wie der Zwerg und der Dharai mit dem Kran nach oben gebracht wurden und sie beide mit der leeren Lohre in Richtung andere Mine verschwanden.
Ein guter Zeitpunkt uns zum Turm zu begeben, jetzt wo der Dharai nicht mehr da war.
Wir warteten bis es dunkel wurde und seilten uns, mit einem Seil aus der Kate was lang genug war, neben dem Kran nach unten ab. Buka kam mit in der Hoffnung seinen Karfunkelstein zu finden. Dann schlichen wir erst zur Schmiede und fanden schwere Barren uns unbekannten Metalls. Es waren jedoch zu wenige, als dass wir es riskieren konnten einen mitzunehmen. Wir gingen weiter zur Höhle, in der Liskom verschwunden war, konnte sie jedoch nicht betreten, da eine magische Angstbarriere uns den Weg versperrte. Wir schlichen zurück zum Turm. Auf dem Weg dorthin schauten wir in die Sklavenhäuser, sahen aber nur dasselbe Bild wie in der Mine. Lethargische Sklaven mit Armbändern, denen es jedoch ein klein wenig besser zu gehen schien als den anderen in der Mine.
Am Turm angelangt schlichen wir langsam die Treppen nach oben, was mir mit meiner Höhenangst alles andere als leicht fiel und kamen schliesslich zu einer Tür, die leider verschlossen war. Nach kurzer Überlegung hatten wir einen tollkühnen Plan entwickelt. Wir versteckten uns und warteten, dass irgendwer die Tür öffenen würde um nach dem Rechten zu sehen. Tarea imitierte ein wenig unterhalb auf der Treppe einen Affen und unsere Hoffnung war, das derjenige auch heraus lief und wir ihn überwältigen könnten.
Wir klopften und heraus kam ein Schlangenmensch, den wir recht schnell niederstrecken konnten. Durch den Lärm alamiert, kamen aber noch zwei weitere hinzu und wir schafften es mit Mühe und List beide zu erledigen und ihnen den Schlüssel für den Turm abzunehmen. Der erste Teil war geschafft, wir waren relativ unbemerkt im Turm angelangt.
Wir fingen vorsichtig an den riesigen Turm zu durchsuchen. Erst begaben wir uns in die unteren Stockwerke und stiessen auf das Verlies des Dharai, das den Zwölfen sei Dank ja leer war. Dann begaben wir uns vorsichtig nach oben, Raum für Raum dursuchten wir alles. Wenn wir in manchen Räumen steinerne Gargoyles sitzen sahen, stülpten wir leere Säcke über ihre Köpfe, da uns ihr Blick irgendwie unheimlig war.
Plötzlich fiel hinter uns die Tür zu. Ein höhnisches Lachen erschallte und wir hörten Türriegel und murmelnde Worte....
Wir waren eingeschlossen. Da wir sowieso ziemlich erschöpft waren, ergaben wir uns der Schmach und versuchten erst einmal zu schlafen, was uns auch ohne Weiteres gelang.
Das grüne Tal
9. Efferd 1009 BF
Nachdem uns Buka gesagt hatte, wer er in Wirklichkeit war, brach er bewußtlos zusammen. Wir waren noch ein wenig überrumpelt, doch machten wir uns bald auf, um der Schleifspur weiter zu folgen. Buka schleppten wir gemeinsam einfach mit, er war immernoch nicht wieder zu sich gekommen. Es wurde Abend als unsere Füße plötzlich wieder tiefer im Sand versanken. Wir rechneten wieder mit einer Senke in der wir geschützt nächtigen konnten, doch als wir mit unseren Köpfen durch die Sanddecke kamen, führte uns ein Pfad an den Rand eines riesigen Talkessels. In über hunderzwanzig Schritt Tiefe sahen wir ein grünes Tal. Ein lebhafter Dschungel mit allerlei unbekannten Pflanzen, Vögeln und scheinbar anderem wilden Getier. Wir hörten Wasser plätschern von kleinen Flüssen und alles war durch die Sanddecke in ein rötliches Licht getaucht. Ein unbeschreiblicher Anblick.
Das grüne Tal unter uns bedeckte allerdings nur in etwa zur Hälfte den Talkessel. Auf der anderen Seite führte ein Weg, und gleichzeitig auch die Schleifspur, zur anderen Seite des Tals. Wir entdeckten dort von Weitem eine Brücke, die zu einem großen Basaltturm hinüberführte, der auf einer hohen Felsnadel zu stehen schien. Weiter dahinter erkannten wir irgendeine Holzkonstruktion und unterhalb davon tief in der Senke war freie Fläche ohne Dschungel.
Wir beschlossen am Rand des Talkessels abseits des Pfades oberhalb zu nächtigen, damit wir nicht sofort entdeckt werden konnten.
Nachdem uns Buka gesagt hatte, wer er in Wirklichkeit war, brach er bewußtlos zusammen. Wir waren noch ein wenig überrumpelt, doch machten wir uns bald auf, um der Schleifspur weiter zu folgen. Buka schleppten wir gemeinsam einfach mit, er war immernoch nicht wieder zu sich gekommen. Es wurde Abend als unsere Füße plötzlich wieder tiefer im Sand versanken. Wir rechneten wieder mit einer Senke in der wir geschützt nächtigen konnten, doch als wir mit unseren Köpfen durch die Sanddecke kamen, führte uns ein Pfad an den Rand eines riesigen Talkessels. In über hunderzwanzig Schritt Tiefe sahen wir ein grünes Tal. Ein lebhafter Dschungel mit allerlei unbekannten Pflanzen, Vögeln und scheinbar anderem wilden Getier. Wir hörten Wasser plätschern von kleinen Flüssen und alles war durch die Sanddecke in ein rötliches Licht getaucht. Ein unbeschreiblicher Anblick.
Das grüne Tal unter uns bedeckte allerdings nur in etwa zur Hälfte den Talkessel. Auf der anderen Seite führte ein Weg, und gleichzeitig auch die Schleifspur, zur anderen Seite des Tals. Wir entdeckten dort von Weitem eine Brücke, die zu einem großen Basaltturm hinüberführte, der auf einer hohen Felsnadel zu stehen schien. Weiter dahinter erkannten wir irgendeine Holzkonstruktion und unterhalb davon tief in der Senke war freie Fläche ohne Dschungel.
Wir beschlossen am Rand des Talkessels abseits des Pfades oberhalb zu nächtigen, damit wir nicht sofort entdeckt werden konnten.
Bukas Offenbarung
9. Efferd 1009 BF
Am nächsten Morgen füllten wir unsere Wasservorräte auf und machten uns auf den Weg den geheimnisvollen Schleifspuren zu folgen.
Gegen Abend erreichten wir eine Anhöhe, auf der von weitem seltsame Gebilde zu erkennen waren. Als wir näher kamen erkannten wir einen riesigen Kreis von Obelisken die Anhöhe war umringt von ihnen in einem Radius von bestimmt vier Meilen. Die Schleifspur führte direkt zwischen zwei Obelisken hindurch und wir folgten ihr immer weiter auf den Ring zu. Doch Buka wurde immer langsamer. Er kannte diese Anhöhe. Er wirkte erschöpft und erinnerte sich bruchstückhaft an diesen Platz. Er schickte uns voraus und als wir durch die Basaltsäulen hindurch gingen, erkannten wir Runen darauf. Wir blickten uns um und sahen gerade noch wie Buka mit letzter Anstrengung Anlauf nahm und schreiend zwischen den Säulen hindurchrannte. Dann brach er zusammen.
Bevor wir ihn erreichen konnten, erhob er sich plötzlich und er stand auf mit einer Anmut und einer Ausstrahlung die uns innehalten liess.
Sein Blick war klar und man erkannte, dass seine Erinnerung wohl wieder zurückgekehrt war. Er wusste wieder wer er war und überraschte uns mit den Worten "Ich bin Teclador ! Hüter des Gleichgewichts !"
Wir waren völlig überwältigt. Einer der grossen alten Drachen! Buka, ein Drache !? Teclador ? Was war geschehen ? Aber wenn man darüber nachdachte so ergab vieles plötzlich Sinn....
Am nächsten Morgen füllten wir unsere Wasservorräte auf und machten uns auf den Weg den geheimnisvollen Schleifspuren zu folgen.
Gegen Abend erreichten wir eine Anhöhe, auf der von weitem seltsame Gebilde zu erkennen waren. Als wir näher kamen erkannten wir einen riesigen Kreis von Obelisken die Anhöhe war umringt von ihnen in einem Radius von bestimmt vier Meilen. Die Schleifspur führte direkt zwischen zwei Obelisken hindurch und wir folgten ihr immer weiter auf den Ring zu. Doch Buka wurde immer langsamer. Er kannte diese Anhöhe. Er wirkte erschöpft und erinnerte sich bruchstückhaft an diesen Platz. Er schickte uns voraus und als wir durch die Basaltsäulen hindurch gingen, erkannten wir Runen darauf. Wir blickten uns um und sahen gerade noch wie Buka mit letzter Anstrengung Anlauf nahm und schreiend zwischen den Säulen hindurchrannte. Dann brach er zusammen.
Bevor wir ihn erreichen konnten, erhob er sich plötzlich und er stand auf mit einer Anmut und einer Ausstrahlung die uns innehalten liess.
Sein Blick war klar und man erkannte, dass seine Erinnerung wohl wieder zurückgekehrt war. Er wusste wieder wer er war und überraschte uns mit den Worten "Ich bin Teclador ! Hüter des Gleichgewichts !"
Wir waren völlig überwältigt. Einer der grossen alten Drachen! Buka, ein Drache !? Teclador ? Was war geschehen ? Aber wenn man darüber nachdachte so ergab vieles plötzlich Sinn....
Die Mine
8. Efferd 1009 BF
Wir brachen am nächsten Morgen auf in Richtung der Felskralle, als Haldan plötzlich wieder tiefer versank. Diesmal jedoch hatte er festen Boden unter den Füssen und als er vorsichtig weiterschritt, bemerkte er, dass es angenehm warm an seinen Beinen war. Aber kein Sand zerkratzte ihn unterhalb. Er ging weiter und wir versanken in einer kleinen unterirdischen Senke, die unterhalb des Sandes verlief. Der rote Sand schwebte einfach darüber hinweg. In der Mulde war es angenehm warm und windgeschützt und das Tageslicht warf ein rötliches Licht durch die Sanddecke. Hier hätten wir einen besseren Platz zum Nächtigen gehabt, aber es war erst mittag und so zogen wir weiter. Als wir näher an die Kralle kamen erkannten wir, dass es sich wirklich nur um riesige Steinsäulen handelte, was von weitem wie eine Kralle wirkte. Es waren natürliche Säulen in einem Radius von gut einer halben Meile und mindestens 150 Schritt Höhe aus reinem Basalt.
Wir fanden eine grosse Schleifspur, die nach Osten führte und entdeckten so etwas wie Wegmarkierungen, aus Felsen, die durch den Sand hinweg erkennbar waren. Von weitem hörten wir rhytmische Schläge und gingen in die Richtung hinter der Kralle von wo das Geräusch herkam. Der Weg führte uns in eine Art Schlucht und wir erkannten weiter unten etwas flattern. Das gleichmässige Hämmern wurde lauter und wir folgten dem Klang. Als wir näher kamen sahen wir einen Eingang, der mit einem, im Wind flatternden, Ledervorhang bedeckt war. Wir gingen hinein und sogleich hörten wir das Schlagen lauter. Es klang wie ein metallisches gleichmässiges Hämmern. Der Gang war nur von einer seltsamen blauen Kugel beleuchtet und als ich unter der Kugel hindurch schritt, entdeckte ich kreisrund an der Gangwand unbekannte Runen. Als Buka mir folgte, schrie er plötzlich auf, ergriff sein Handgelenk und brach zusammen. Der Geruch von verbranntem Fleisch drang uns in die Nasen und wir sahen, dass Buka einen Armreif trug, der ihm die Haut unter dem Band versengt hatte. Er erinnerte sich, dass er hier schon einmal war, jedoch geflohen ist. Wie und was genau hier vor sich ging, konnte er sich nicht entsinnen. Wir gingen durch einen weiteren Ledervorhang und kamen in eine kleine Halle. Inmitten der Halle stand eine riesige Lore aus Basaltgestein, die noch halb mit Erzgestein gefüllt war. Kein Mensch vermochte diese riesige Lore zu befördern ! Rechts und links führten Gänge ab und als wir dem linken folgten, entdeckten wir im Gang wieder diese Runen. Wir liessen Buka zurück und gingen allein weiter. Der Gang führte uns zu einem Zimmer in dem wir 10-12 Sklaven vorfanden. Abgemagert, geistesabwesend, nur noch in Fetzen gehüllt und mit leeren Augen starrten sie vor sich hin. Es standen ein paar Stockbetten im Raum und manch einer aß einen gräulich, pampigen Eintopf. Wir sprachen einen der Sklaven an und bekamen einige hilfreiche Auskünfte.
Wir befanden uns in einer Mine, in der einige Sklaven ihnen unbekanntes Erz schürften. Die Mine gehöre einem Magier, der aber nie anwesend war und ein Zwerg kam ab und an vorbei um ihnen zu sagen wo sie schürfen sollten. Bewacht wurden sie von zwei Schlangen. Er zeigte uns noch den Weg zur Mine und wollte dann seine Ruhe, die wir ihm auch gewährten.
Wir machten uns auf den Weg tiefer in die Mine und kamen an der Küche vorbei, wo wir einen der Wächter sahen. Es war ein Schlangenmensch der auf dem Boden lag und schlief, mit einer riesigen Axt und einer Peitsche an seiner Seite. Wir überwältigen ihn, nachdem Tarea ihn im Schlaf mit dem nicht geweihten Bogen anschoss. Denn im Schlaf jemanden zu töten, wäre nicht rondragefällig gewesen.
Als wir weiter nach unten schlichen, kamen wir in einen riesigen kuppelförmigen Raum in dem es widerlich nach Schwefel und Schweiss stank. Ein großes Laufrad mit einem Transportkorb war am Rande eines tiefen Loches befestigt. In dem Rad lagen zwei Sklaven, da es wohl gerade nichts zu tun gab.
Das metallische Hämmern was uns hergeführt hatte, kam von einem von Sklavenhand betrieben riesigen Hammer, der das Erz zerkleinerte.
Von der zweiten Wache war nichts zu sehen, aber es gab nur eine Nische in der er sein konnte und so gingen wir direkt zum Angriff über und töteten den Aufseher.
Die Sklaven nahmen keine Notiz von uns. Erst als wir sie aufforderten uns nach unten zu befördern mit dem Laufrad, erkundigten sie sich in welchem Auftrag und wir gaben uns als Freunde ihres Meisters aus, was sie schnell zum Erledigen ihrer Aufgabe brachte.
Als sie uns vier Stockwerke tief hinunterliessen, sahen wir im Vorbeischweben noch andere verdunkelte Gänge, die wohl bereits keine Erträge mehr brachten. Tief unten wo die Gänge noch beleuchtet waren, fanden wir noch sieben geschwächte Sklaven und nahmen sie mit. Wir liessen uns heraufziehen und befahlen den Sklaven sich in ihren Quartieren auszuruhen. Ausser den Sklaven am Erzhammer zogen sich alle zurück. Wir teilten noch eine Schichtablöse ein für die beiden und gingen zurück zu Buka. Dann schauten wir nach, was sich noch im rechten Gang befand, kamen jedoch nur an eine verschlossene Tür voller magischer Symbole und wohl auch magisch verschlossen, da keinerlei Schloss oder Riegel zu sehen war.
Wir zogen uns zurück und nächtigten bei den Sklaven ohne irgendwelche auffälligen Störungen der Nachtruhe.
Wir brachen am nächsten Morgen auf in Richtung der Felskralle, als Haldan plötzlich wieder tiefer versank. Diesmal jedoch hatte er festen Boden unter den Füssen und als er vorsichtig weiterschritt, bemerkte er, dass es angenehm warm an seinen Beinen war. Aber kein Sand zerkratzte ihn unterhalb. Er ging weiter und wir versanken in einer kleinen unterirdischen Senke, die unterhalb des Sandes verlief. Der rote Sand schwebte einfach darüber hinweg. In der Mulde war es angenehm warm und windgeschützt und das Tageslicht warf ein rötliches Licht durch die Sanddecke. Hier hätten wir einen besseren Platz zum Nächtigen gehabt, aber es war erst mittag und so zogen wir weiter. Als wir näher an die Kralle kamen erkannten wir, dass es sich wirklich nur um riesige Steinsäulen handelte, was von weitem wie eine Kralle wirkte. Es waren natürliche Säulen in einem Radius von gut einer halben Meile und mindestens 150 Schritt Höhe aus reinem Basalt.
Wir fanden eine grosse Schleifspur, die nach Osten führte und entdeckten so etwas wie Wegmarkierungen, aus Felsen, die durch den Sand hinweg erkennbar waren. Von weitem hörten wir rhytmische Schläge und gingen in die Richtung hinter der Kralle von wo das Geräusch herkam. Der Weg führte uns in eine Art Schlucht und wir erkannten weiter unten etwas flattern. Das gleichmässige Hämmern wurde lauter und wir folgten dem Klang. Als wir näher kamen sahen wir einen Eingang, der mit einem, im Wind flatternden, Ledervorhang bedeckt war. Wir gingen hinein und sogleich hörten wir das Schlagen lauter. Es klang wie ein metallisches gleichmässiges Hämmern. Der Gang war nur von einer seltsamen blauen Kugel beleuchtet und als ich unter der Kugel hindurch schritt, entdeckte ich kreisrund an der Gangwand unbekannte Runen. Als Buka mir folgte, schrie er plötzlich auf, ergriff sein Handgelenk und brach zusammen. Der Geruch von verbranntem Fleisch drang uns in die Nasen und wir sahen, dass Buka einen Armreif trug, der ihm die Haut unter dem Band versengt hatte. Er erinnerte sich, dass er hier schon einmal war, jedoch geflohen ist. Wie und was genau hier vor sich ging, konnte er sich nicht entsinnen. Wir gingen durch einen weiteren Ledervorhang und kamen in eine kleine Halle. Inmitten der Halle stand eine riesige Lore aus Basaltgestein, die noch halb mit Erzgestein gefüllt war. Kein Mensch vermochte diese riesige Lore zu befördern ! Rechts und links führten Gänge ab und als wir dem linken folgten, entdeckten wir im Gang wieder diese Runen. Wir liessen Buka zurück und gingen allein weiter. Der Gang führte uns zu einem Zimmer in dem wir 10-12 Sklaven vorfanden. Abgemagert, geistesabwesend, nur noch in Fetzen gehüllt und mit leeren Augen starrten sie vor sich hin. Es standen ein paar Stockbetten im Raum und manch einer aß einen gräulich, pampigen Eintopf. Wir sprachen einen der Sklaven an und bekamen einige hilfreiche Auskünfte.
Wir befanden uns in einer Mine, in der einige Sklaven ihnen unbekanntes Erz schürften. Die Mine gehöre einem Magier, der aber nie anwesend war und ein Zwerg kam ab und an vorbei um ihnen zu sagen wo sie schürfen sollten. Bewacht wurden sie von zwei Schlangen. Er zeigte uns noch den Weg zur Mine und wollte dann seine Ruhe, die wir ihm auch gewährten.
Wir machten uns auf den Weg tiefer in die Mine und kamen an der Küche vorbei, wo wir einen der Wächter sahen. Es war ein Schlangenmensch der auf dem Boden lag und schlief, mit einer riesigen Axt und einer Peitsche an seiner Seite. Wir überwältigen ihn, nachdem Tarea ihn im Schlaf mit dem nicht geweihten Bogen anschoss. Denn im Schlaf jemanden zu töten, wäre nicht rondragefällig gewesen.
Als wir weiter nach unten schlichen, kamen wir in einen riesigen kuppelförmigen Raum in dem es widerlich nach Schwefel und Schweiss stank. Ein großes Laufrad mit einem Transportkorb war am Rande eines tiefen Loches befestigt. In dem Rad lagen zwei Sklaven, da es wohl gerade nichts zu tun gab.
Das metallische Hämmern was uns hergeführt hatte, kam von einem von Sklavenhand betrieben riesigen Hammer, der das Erz zerkleinerte.
Von der zweiten Wache war nichts zu sehen, aber es gab nur eine Nische in der er sein konnte und so gingen wir direkt zum Angriff über und töteten den Aufseher.
Die Sklaven nahmen keine Notiz von uns. Erst als wir sie aufforderten uns nach unten zu befördern mit dem Laufrad, erkundigten sie sich in welchem Auftrag und wir gaben uns als Freunde ihres Meisters aus, was sie schnell zum Erledigen ihrer Aufgabe brachte.
Als sie uns vier Stockwerke tief hinunterliessen, sahen wir im Vorbeischweben noch andere verdunkelte Gänge, die wohl bereits keine Erträge mehr brachten. Tief unten wo die Gänge noch beleuchtet waren, fanden wir noch sieben geschwächte Sklaven und nahmen sie mit. Wir liessen uns heraufziehen und befahlen den Sklaven sich in ihren Quartieren auszuruhen. Ausser den Sklaven am Erzhammer zogen sich alle zurück. Wir teilten noch eine Schichtablöse ein für die beiden und gingen zurück zu Buka. Dann schauten wir nach, was sich noch im rechten Gang befand, kamen jedoch nur an eine verschlossene Tür voller magischer Symbole und wohl auch magisch verschlossen, da keinerlei Schloss oder Riegel zu sehen war.
Wir zogen uns zurück und nächtigten bei den Sklaven ohne irgendwelche auffälligen Störungen der Nachtruhe.
Die Gorische Wüste
7. Efferd 1009 BF
Buka weckte uns wieder vor dem Morgengrauen und wir stiegen wieder hinauf auf das Hochplateau. Die riesige rote Sandfläche die spiegelglatt über den Boden floß, rieb uns aggressiv an den Stiefeln, so dass wir uns Stoffbahnen aus Kleidung und Decken rissen um sie damit zu umwickeln, sonst wären unsere Stiefel innerhalb kurzer Zeit uns regelerecht von den Füssen gerieben geworden. Alles war absolut eben. Wir machten uns auf den Weg nach Osten und wir bemerkten, dass der kalte Wind fast von oben zu kommen schien. Etwas Seltsames war hier oben im Gange, was uns ein mulmiges Gefühl verlieh. Haldan schritt voraus, bis er plötzlich tiefer im Sand einsank und wir bemerkten, dass er in einer Art Treibsandgrube versank. Geistesgegenwärtig zogen wir ihn zu dritt schnell heraus und banden uns von nun an mit Seilen zusammen. Wir liefen im grossen Bogen um die Senke und kamen immer langsamer voran, da wir uns mehr vortasteten als voranschritten. Ab und an knarzte es unter den Füssen und als wir nachforschten, fanden wir desöfteren Skelette unter dem Sand. Wir erreichten gegen Abend den riesigen Monolit, der wirklich nur eine riesige Felsformation war von fast 80 Schritt Durchmesser und 200 Schritt Höhe. Am Fuss des Felsens war alles sehr zerklüftet, so dass wir, nach ein wenig Kletterei, Plätze zum nächtigen fanden. Es wurde so eisig kalt dass sich Frost bildete. Wir nahmen unsere Wasserschläuche an uns, damit sie nicht einfroren und mümmelten uns dicht zusammen mit unseren Decken. Es wurde eine unruhige Nacht. Es war sternenklar und es erschien uns, als ob die Sterne zum greifen nah waren. Als Haldan mitten in der Nacht erwachte, bemerkte er einen kurzen Lichtschein aus der Richtung wo wir am Tag zuvor die seltsame Kralle erblickt hatten. Das Licht blinkte kurz auf und verschwand wieder, es erschien immer nur kurz und dann war wieder alles in Dunkelheit gehüllt. Buka sass den Kopf gesenkt im Freien ohne sich großartig Schutz zu suchen und man wusste nicht so recht ob er schlief oder wachte. Haldan begann ein Gespräch mit ihm, warum er kaum schliefe und nur so wenig essen würde, worauf Buka nur verwundert antwortete ob er denn mehr schlafen und essen solle !? Wer auch immer er ist. Wirklich menschlich wirkte er in solchen Situationen nicht gerade.
Ansonsten verlief die Nacht ruhig.
Buka weckte uns wieder vor dem Morgengrauen und wir stiegen wieder hinauf auf das Hochplateau. Die riesige rote Sandfläche die spiegelglatt über den Boden floß, rieb uns aggressiv an den Stiefeln, so dass wir uns Stoffbahnen aus Kleidung und Decken rissen um sie damit zu umwickeln, sonst wären unsere Stiefel innerhalb kurzer Zeit uns regelerecht von den Füssen gerieben geworden. Alles war absolut eben. Wir machten uns auf den Weg nach Osten und wir bemerkten, dass der kalte Wind fast von oben zu kommen schien. Etwas Seltsames war hier oben im Gange, was uns ein mulmiges Gefühl verlieh. Haldan schritt voraus, bis er plötzlich tiefer im Sand einsank und wir bemerkten, dass er in einer Art Treibsandgrube versank. Geistesgegenwärtig zogen wir ihn zu dritt schnell heraus und banden uns von nun an mit Seilen zusammen. Wir liefen im grossen Bogen um die Senke und kamen immer langsamer voran, da wir uns mehr vortasteten als voranschritten. Ab und an knarzte es unter den Füssen und als wir nachforschten, fanden wir desöfteren Skelette unter dem Sand. Wir erreichten gegen Abend den riesigen Monolit, der wirklich nur eine riesige Felsformation war von fast 80 Schritt Durchmesser und 200 Schritt Höhe. Am Fuss des Felsens war alles sehr zerklüftet, so dass wir, nach ein wenig Kletterei, Plätze zum nächtigen fanden. Es wurde so eisig kalt dass sich Frost bildete. Wir nahmen unsere Wasserschläuche an uns, damit sie nicht einfroren und mümmelten uns dicht zusammen mit unseren Decken. Es wurde eine unruhige Nacht. Es war sternenklar und es erschien uns, als ob die Sterne zum greifen nah waren. Als Haldan mitten in der Nacht erwachte, bemerkte er einen kurzen Lichtschein aus der Richtung wo wir am Tag zuvor die seltsame Kralle erblickt hatten. Das Licht blinkte kurz auf und verschwand wieder, es erschien immer nur kurz und dann war wieder alles in Dunkelheit gehüllt. Buka sass den Kopf gesenkt im Freien ohne sich großartig Schutz zu suchen und man wusste nicht so recht ob er schlief oder wachte. Haldan begann ein Gespräch mit ihm, warum er kaum schliefe und nur so wenig essen würde, worauf Buka nur verwundert antwortete ob er denn mehr schlafen und essen solle !? Wer auch immer er ist. Wirklich menschlich wirkte er in solchen Situationen nicht gerade.
Ansonsten verlief die Nacht ruhig.
Die Pforte der Toten
6. Efferd 1009 BF
Buka weckte mich und die anderen, als es noch nicht mal richtig dämmerte und wir gingen weiter die Klamm hinauf...
Der Weg wurde unwegsamer und ging stetig bergauf. Wir sahen seltsame Knochen auf dem Boden und als wir sie näher untersuchten, erkannten wir teils ganze Skelette die aus dem Fels oder auch in den Fels hineinragten, als hätte man sie im Fels versinken lassen. Haldan schickte ein Stoßgebet zu Boron und wir gingen erschüttert weiter.
Der Weg wurde breiter und wir kamen in einen Talkessel, an dessen rechter Seite ein riesiges schwarzes Basalttor zu erkennen war. Die Klamm führte geradeaus weiter. Als wir uns dem Tor näherten erkannte wir viele Runen und Symbole und ein großes Boronsrad. Ein Teil des riesigen massiven Tores war zertrümmert. Als wir hineingingen, erkannten wir eine grosse Halle mit Gebeinen der Streiter aus der grossen Schlacht von damals. Alles war verwüstet, Knochen lagen auf dem Boden verstreut, Schädel waren an der Wand aufgereiht und man erkannte noch Rüstungen aus längst vergangenen Tagen. In der Mitte der Halle stand eine grosse Basaltstehle mit einer göttergefälligen Inschrift, die den gefallenen Kämpfern die letzte Ehre erwies.
Doch es waren keine Hinweise zu finden, die uns von Nutzen sein konnten, ausser dass wir uns sorgten, wer oder was solch ein riesiges massives Basalttor zertrümmern konnte.
Wir machten uns weiter auf den Weg und kamen eine halbe Stunde später an einen riesigen dreissig Schritt hohen Basaltbogen der als Torbogen zur Gorischen Wüste fungierte. Als wir hindurchschritten, standen wir auf einem riesigen Hochplateau, der Wind blies uns eiskalt entgegen und alles war flach. Kein einziger Busch oder Baum war zu sehen. Der toteste Fleck Aventuriens hiess es. Einzig das Pfeifen des Windes war zu hören. Wir sahen in weiter Ferne schwarze Monoliten, einer schien recht gewaltig wie ein Turm zu sein im Osten. Weiter nordöstlich erstreckte sich eine Felsfomation, die aussah wie eine Krallenhand und auf dem Boden regte sich der Sand als würde er fliessen.
Es war schon fast Abend und wir beschlossen, die Nacht im Beinhaus zu verbringen unter dem Schutz Borons. Wir liefen zurück, gingen durch die Pforte der Toten und suchten uns ein Plätzchen zum nächtigen. Ich betete zu Boron, er möge uns seinen Schutz gewähren und wir schliefen seelenruhig die ganze Nacht durch.
Buka weckte mich und die anderen, als es noch nicht mal richtig dämmerte und wir gingen weiter die Klamm hinauf...
Der Weg wurde unwegsamer und ging stetig bergauf. Wir sahen seltsame Knochen auf dem Boden und als wir sie näher untersuchten, erkannten wir teils ganze Skelette die aus dem Fels oder auch in den Fels hineinragten, als hätte man sie im Fels versinken lassen. Haldan schickte ein Stoßgebet zu Boron und wir gingen erschüttert weiter.
Der Weg wurde breiter und wir kamen in einen Talkessel, an dessen rechter Seite ein riesiges schwarzes Basalttor zu erkennen war. Die Klamm führte geradeaus weiter. Als wir uns dem Tor näherten erkannte wir viele Runen und Symbole und ein großes Boronsrad. Ein Teil des riesigen massiven Tores war zertrümmert. Als wir hineingingen, erkannten wir eine grosse Halle mit Gebeinen der Streiter aus der grossen Schlacht von damals. Alles war verwüstet, Knochen lagen auf dem Boden verstreut, Schädel waren an der Wand aufgereiht und man erkannte noch Rüstungen aus längst vergangenen Tagen. In der Mitte der Halle stand eine grosse Basaltstehle mit einer göttergefälligen Inschrift, die den gefallenen Kämpfern die letzte Ehre erwies.
Doch es waren keine Hinweise zu finden, die uns von Nutzen sein konnten, ausser dass wir uns sorgten, wer oder was solch ein riesiges massives Basalttor zertrümmern konnte.
Wir machten uns weiter auf den Weg und kamen eine halbe Stunde später an einen riesigen dreissig Schritt hohen Basaltbogen der als Torbogen zur Gorischen Wüste fungierte. Als wir hindurchschritten, standen wir auf einem riesigen Hochplateau, der Wind blies uns eiskalt entgegen und alles war flach. Kein einziger Busch oder Baum war zu sehen. Der toteste Fleck Aventuriens hiess es. Einzig das Pfeifen des Windes war zu hören. Wir sahen in weiter Ferne schwarze Monoliten, einer schien recht gewaltig wie ein Turm zu sein im Osten. Weiter nordöstlich erstreckte sich eine Felsfomation, die aussah wie eine Krallenhand und auf dem Boden regte sich der Sand als würde er fliessen.
Es war schon fast Abend und wir beschlossen, die Nacht im Beinhaus zu verbringen unter dem Schutz Borons. Wir liefen zurück, gingen durch die Pforte der Toten und suchten uns ein Plätzchen zum nächtigen. Ich betete zu Boron, er möge uns seinen Schutz gewähren und wir schliefen seelenruhig die ganze Nacht durch.
Wieder in der Klamm
5. Efferd 1009 BF
Wir hatten nach fünf Tagen wieder die Klamm erreicht. Die Reise war einfacher verlaufen als das erste Mal. Wir hatten die meiste Strecke mit dem Flußschiff zurückgelegt und hatten die gestrige Nacht wieder am kleinen Wäldchen am See verbracht. Dort konnten wir auch unsere Wasservorräte auffrischen. Wie beim ersten Mal kam des nachts wieder der rötliche Sandsturm, begleitet von schaurigem Heulen und Schreien, doch diesmal waren wir darauf vorbereitet.
Als wir tagsdarauf in die Klamm klettern mussten, nahm Buka mich einfach so über die Schulter und trug mich, sehr zu meinem Leidwesen. Ich hasste es so abhängig zu sein. Doch es schien ihm nicht wirklich Mühe zu bereiten. Haldan reagierte nicht gerade freundlich ihm Gegenüber. Er traute ihm noch immer nicht, da diese Dinge einfach nicht menschlich erschienen.
Ich dagegen traute ihm immer mehr, nachdem er mir tagtäglich half mit meiner Klinge besser umzugehen. Es war nicht einfach anfangs, da Buka seinen eigenen Kampfstil hatte, jedoch stellte er sich sehr schnell auf mich ein und weckte mich jeden Tag noch vor Morgengrauen um mit mir zu trainieren. Ich hatte ihn in der Akademie darum gebeten und er hatte sich ohne Gefühlsregung dazu bereit erklärt. Ich schien ihm weder leid zu tun, noch wirkte er wirklich herzlich hilfsbereit, sondern er tat einfach was man ihm sagte oder was er für das richtige hielt. Ich gab mir grosse Mühe und war wahnsinnig ehrgeizig, doch merkte ich auch, dass mich Buka beim Kämpfen in einem Bruchteil von Sekunden ohne Probleme töten konnte, so präzise und überragend war sein Kampfgeschick. Doch er trainierte mich nur bis zu Klamm, danach wurde es zu eng und anstrengend. Ich musste meine Kräfte für den Aufstieg und die Wüste sparen.
Als es Abend wurde in der Klamm, verteilten wir uns wieder in die vorhandenen Felsnischen, jedoch blieb ich diesmal bei Buka, während Haldan auf Tarea aufpasste.
Nachts rauschte wieder der fürchterliche Sandsturm an uns vorbei und während ich wieder zugewickelt in der Ecke kauerte, saß Buka schützend vor mir. Ihn schien das alles nicht so zu erschüttern wie uns. Kaum war der Sturm vorüber, hörten wir wieder die Huflaute und sahen das grünliche Lichtschimmern, doch keiner traute sich herauszuschauen. Dann war es wieder still und die restliche Nacht verlief ruhig, so dass wir sogar ein wenig schlafen konnten.
Wir hatten nach fünf Tagen wieder die Klamm erreicht. Die Reise war einfacher verlaufen als das erste Mal. Wir hatten die meiste Strecke mit dem Flußschiff zurückgelegt und hatten die gestrige Nacht wieder am kleinen Wäldchen am See verbracht. Dort konnten wir auch unsere Wasservorräte auffrischen. Wie beim ersten Mal kam des nachts wieder der rötliche Sandsturm, begleitet von schaurigem Heulen und Schreien, doch diesmal waren wir darauf vorbereitet.
Als wir tagsdarauf in die Klamm klettern mussten, nahm Buka mich einfach so über die Schulter und trug mich, sehr zu meinem Leidwesen. Ich hasste es so abhängig zu sein. Doch es schien ihm nicht wirklich Mühe zu bereiten. Haldan reagierte nicht gerade freundlich ihm Gegenüber. Er traute ihm noch immer nicht, da diese Dinge einfach nicht menschlich erschienen.
Ich dagegen traute ihm immer mehr, nachdem er mir tagtäglich half mit meiner Klinge besser umzugehen. Es war nicht einfach anfangs, da Buka seinen eigenen Kampfstil hatte, jedoch stellte er sich sehr schnell auf mich ein und weckte mich jeden Tag noch vor Morgengrauen um mit mir zu trainieren. Ich hatte ihn in der Akademie darum gebeten und er hatte sich ohne Gefühlsregung dazu bereit erklärt. Ich schien ihm weder leid zu tun, noch wirkte er wirklich herzlich hilfsbereit, sondern er tat einfach was man ihm sagte oder was er für das richtige hielt. Ich gab mir grosse Mühe und war wahnsinnig ehrgeizig, doch merkte ich auch, dass mich Buka beim Kämpfen in einem Bruchteil von Sekunden ohne Probleme töten konnte, so präzise und überragend war sein Kampfgeschick. Doch er trainierte mich nur bis zu Klamm, danach wurde es zu eng und anstrengend. Ich musste meine Kräfte für den Aufstieg und die Wüste sparen.
Als es Abend wurde in der Klamm, verteilten wir uns wieder in die vorhandenen Felsnischen, jedoch blieb ich diesmal bei Buka, während Haldan auf Tarea aufpasste.
Nachts rauschte wieder der fürchterliche Sandsturm an uns vorbei und während ich wieder zugewickelt in der Ecke kauerte, saß Buka schützend vor mir. Ihn schien das alles nicht so zu erschüttern wie uns. Kaum war der Sturm vorüber, hörten wir wieder die Huflaute und sahen das grünliche Lichtschimmern, doch keiner traute sich herauszuschauen. Dann war es wieder still und die restliche Nacht verlief ruhig, so dass wir sogar ein wenig schlafen konnten.
Die letzten Vorbereitungen
29. Rondra 1009 BF
Am Morgen brachen wir gleich in die Stadt auf, um unsere letzten Vorbereitungen zu treffen. Das Gauklerfest war immernoch voll im Gange, doch das kümmerte uns herzlich wenig. Haldan hatte von Okarim einen Reisebericht zum studieren bekommen, indem eine Reisegruppe ihre Erfahrungen aus der Gorischen Wüste niedergeschrieben hatte. Nur wenige von ihnen hatten überlebt.
Wir kauften uns weitere Wasserschläuche, getrocknete Früchte und Nüsse und überprüften unsere Reiseutensilien wie Decken, Lampen, etc.
Buka besorgte uns Pferde für den nächsten Tag und Tarea gab ihren Hund wieder in die Obhut Fremder.
Beim nächsten Sonnenaufgang wollten wir aufbrechen.
Am Morgen brachen wir gleich in die Stadt auf, um unsere letzten Vorbereitungen zu treffen. Das Gauklerfest war immernoch voll im Gange, doch das kümmerte uns herzlich wenig. Haldan hatte von Okarim einen Reisebericht zum studieren bekommen, indem eine Reisegruppe ihre Erfahrungen aus der Gorischen Wüste niedergeschrieben hatte. Nur wenige von ihnen hatten überlebt.
Wir kauften uns weitere Wasserschläuche, getrocknete Früchte und Nüsse und überprüften unsere Reiseutensilien wie Decken, Lampen, etc.
Buka besorgte uns Pferde für den nächsten Tag und Tarea gab ihren Hund wieder in die Obhut Fremder.
Beim nächsten Sonnenaufgang wollten wir aufbrechen.
Rondras Segen
26. Rondra 1009 BF
Ich hatte drei Tage und Nächte auf meinem Zimmer verbracht. Am dritten Tag zog ich mich mühsam an und begab mich nach unten zum gemeinsamen Mittagsmahl. Haldan roch nach Alkohol und wir schwiegen uns die meiste Zeit an. Es war ungewohnt nicht zweihändig zu essen, aber es gab Fleischspiesse und so konnte ich ohne Hilfe speisen und trinken. Buka kam dazu und verkündete, dass er schell wieder aufbrechen wolle. Ich war seiner Meinung und wollte auch wieder losziehen, doch Haldan war davon nicht so überzeugt. Als ich ihm für mein Überleben dankte, winkte er nur ab und wollte nicht darüber reden. Scheinbar machte ihm das Ganze ebenso zu schaffen wie mir selbst. Wir beschlossen am nächsten Tag aufzubrechen und somit wollten wir den Rest des Tages unsere Vorbereitungen treffen. Ich erfuhr, das wir auch noch zum Rondra Tempel gehen sollten um uns bei Schwertschwester Charia zu melden, also begaben wir uns nach dem Essen dorthin.
Die Schwertschwester wusste bereits von Okarim Bescheid und forderte uns auf zwei Tage und Nächte zu meditieren, ohne Schlaf nur mit wenig Wasser und Brot und im Gebet zu Rondra, um nach dieser Zeit eine Waffenweihe zu empfangen. Wir schickten einen Boten zu Buka, dass sich unser Aufbruch verzögert und liessen uns also vor Rondras Antlitz nieder und versanken im Gebet. Tarea war das nicht gewohnt und desöfteren musste Haldan sie am einschlafen hindern, doch für mich war es wie eine Verlängerung der letzten Tage. Ich hatte bisher eh kaum geschlafen, getrunken oder gegessen, so dass ich einfach nur weiter betete, die grosse Leuin möge mich leiten und beschützen. Als die zwei Tage vorrüber waren, rief uns Charia zu sich. Der Tempel war von Fackeln erleuchtet und Choräle drangen in unsere Ohren. Wir mussten unsere Waffen vor uns legen und Charia sprach ein langes Gebet und weihte im Namen Rondras unsere Klingen.
Als sie fertig war, wirkte sie sehr erschöpft und sie sagte uns, dass unsere Waffen für einen Mondlauf geweiht waren und wir sie nur rondragefällig einsetzen dürfen. Wir dankten ihr und der Leuin und verliessen ehrfürchtig den Tempel mit unseren Waffen, die irgendwie eine Aura ausstrahlten, die wohl nur uns auffiel. Dann begaben wir uns zurück zur Akademie und schliefen erschöpft die ganze Nacht durch.
Ich hatte drei Tage und Nächte auf meinem Zimmer verbracht. Am dritten Tag zog ich mich mühsam an und begab mich nach unten zum gemeinsamen Mittagsmahl. Haldan roch nach Alkohol und wir schwiegen uns die meiste Zeit an. Es war ungewohnt nicht zweihändig zu essen, aber es gab Fleischspiesse und so konnte ich ohne Hilfe speisen und trinken. Buka kam dazu und verkündete, dass er schell wieder aufbrechen wolle. Ich war seiner Meinung und wollte auch wieder losziehen, doch Haldan war davon nicht so überzeugt. Als ich ihm für mein Überleben dankte, winkte er nur ab und wollte nicht darüber reden. Scheinbar machte ihm das Ganze ebenso zu schaffen wie mir selbst. Wir beschlossen am nächsten Tag aufzubrechen und somit wollten wir den Rest des Tages unsere Vorbereitungen treffen. Ich erfuhr, das wir auch noch zum Rondra Tempel gehen sollten um uns bei Schwertschwester Charia zu melden, also begaben wir uns nach dem Essen dorthin.
Die Schwertschwester wusste bereits von Okarim Bescheid und forderte uns auf zwei Tage und Nächte zu meditieren, ohne Schlaf nur mit wenig Wasser und Brot und im Gebet zu Rondra, um nach dieser Zeit eine Waffenweihe zu empfangen. Wir schickten einen Boten zu Buka, dass sich unser Aufbruch verzögert und liessen uns also vor Rondras Antlitz nieder und versanken im Gebet. Tarea war das nicht gewohnt und desöfteren musste Haldan sie am einschlafen hindern, doch für mich war es wie eine Verlängerung der letzten Tage. Ich hatte bisher eh kaum geschlafen, getrunken oder gegessen, so dass ich einfach nur weiter betete, die grosse Leuin möge mich leiten und beschützen. Als die zwei Tage vorrüber waren, rief uns Charia zu sich. Der Tempel war von Fackeln erleuchtet und Choräle drangen in unsere Ohren. Wir mussten unsere Waffen vor uns legen und Charia sprach ein langes Gebet und weihte im Namen Rondras unsere Klingen.
Als sie fertig war, wirkte sie sehr erschöpft und sie sagte uns, dass unsere Waffen für einen Mondlauf geweiht waren und wir sie nur rondragefällig einsetzen dürfen. Wir dankten ihr und der Leuin und verliessen ehrfürchtig den Tempel mit unseren Waffen, die irgendwie eine Aura ausstrahlten, die wohl nur uns auffiel. Dann begaben wir uns zurück zur Akademie und schliefen erschöpft die ganze Nacht durch.
Der Kampfwille erwacht
23. Rondra 1009 BF
Ich erwachte kurz vor der Dracheneiakademie wieder. Die Schmerzen waren unerträglich, doch liess ich mir kaum etwas anmerken. Ich flüsterte nur noch zu Haldan, dass er mich zu Okarim bringen solle, als ich vor lauter Schmerz wieder fast in Ohnmacht fiel. Wie aus weiter Ferne bekam ich bruchstückhaft mit, dass Okarim sich meiner annahm und er sich innig um mich kümmerte. Die Schmerzen liessen nach, die Wunde war verschlossen und geheilt und ich schlief lange Zeit. Doch immer wenn ich aufwachte ging es mir seelisch miserabel.
Ich betete zu den Göttern, dass sie mir helfen mögen, weinte viel und war mir selbst uneins. Wie sollte ich nun weiterleben, wenn alles was ich machen wollte nicht mehr so ging wie bisher. Schon das An- und Ausziehen fiel mir schwer. Wie sollte ich je wieder mit einem Schwert umgehen können. Und das ist das Einzige was ich wirklich kann – kämpfen. Ich schlief wieder unruhig ein und wälzte mich hin und her. Ich riss die Augen auf, setzte mich auf und betete wieder zu Rondra, sie möge mir helfen. Ich hörte aus meinem Unterbewusstsein immer wieder das Echo meines eigenen Satzes: Ich bin eine Kämpferin!
Ich bin eine Kämpferin, wie meine Mutter es war! Was hätte sie an meiner statt getan? Sie hätte gekämpft! , antwortete ich mir selbst.
Ich setze mich auf, betrachtete lange nachdenklich meinen Armstumpf - und akzeptierte ihn! Ich werde kämpfen und wenn es das Letzte ist was ich tue. So leicht gebe ich nicht auf ! Ich bin Yamira saba Shanya al kira, ich bin eine Kriegerin Araniens und werde nicht aufgeben! Was oder wer auch immer dafür verantworlich ist, wird dafür bezahlen und es ist nicht Haldans Schuld! Weder Haldans, noch Tareas, noch Bukas. Meine Gefährten haben so einiges gut bei mir. Sie haben mir das Leben gerettet und ich werde ihnen ewig dankbar sein und ihnen verzeihen.
Ich werde nicht mehr dieselbe sein, doch das war ich nach Mutters Tod auch nicht mehr. Auch ihren Tod werde ich irgendwann noch rächen.
Was uns nicht tötet, macht uns nur stärker......
Geron, der Einhändige, auch er wurde zu eine Legende und vollbrachte große Taten. Buka wird mich sicher im Schwertkampf unterrichten können. Vielleicht finde ich eines Tages einen Meisterschmied der einen besonderen Khunchomer für mich macht. Aber erstmal haben wir einen Jungen zu finden und wer weiss, wieviele Menschen wir noch retten können. Ich werde nicht aufgeben. Reiss dich zusammen Yamira! Dein Leben ist noch nicht verwirkt! Ich bin sicher, dass Colon noch am Leben ist.
Es ist noch nicht vorbei !!! Wenn die Götter mich am Leben liessen, so wird es seinen Grund haben!
Dann legte ich mich wieder nieder und fiel ich wieder in einen tiefen, ruhigen, erholsamen, schmerzfreien Schlaf...
Ich erwachte kurz vor der Dracheneiakademie wieder. Die Schmerzen waren unerträglich, doch liess ich mir kaum etwas anmerken. Ich flüsterte nur noch zu Haldan, dass er mich zu Okarim bringen solle, als ich vor lauter Schmerz wieder fast in Ohnmacht fiel. Wie aus weiter Ferne bekam ich bruchstückhaft mit, dass Okarim sich meiner annahm und er sich innig um mich kümmerte. Die Schmerzen liessen nach, die Wunde war verschlossen und geheilt und ich schlief lange Zeit. Doch immer wenn ich aufwachte ging es mir seelisch miserabel.
Ich betete zu den Göttern, dass sie mir helfen mögen, weinte viel und war mir selbst uneins. Wie sollte ich nun weiterleben, wenn alles was ich machen wollte nicht mehr so ging wie bisher. Schon das An- und Ausziehen fiel mir schwer. Wie sollte ich je wieder mit einem Schwert umgehen können. Und das ist das Einzige was ich wirklich kann – kämpfen. Ich schlief wieder unruhig ein und wälzte mich hin und her. Ich riss die Augen auf, setzte mich auf und betete wieder zu Rondra, sie möge mir helfen. Ich hörte aus meinem Unterbewusstsein immer wieder das Echo meines eigenen Satzes: Ich bin eine Kämpferin!
Ich bin eine Kämpferin, wie meine Mutter es war! Was hätte sie an meiner statt getan? Sie hätte gekämpft! , antwortete ich mir selbst.
Ich setze mich auf, betrachtete lange nachdenklich meinen Armstumpf - und akzeptierte ihn! Ich werde kämpfen und wenn es das Letzte ist was ich tue. So leicht gebe ich nicht auf ! Ich bin Yamira saba Shanya al kira, ich bin eine Kriegerin Araniens und werde nicht aufgeben! Was oder wer auch immer dafür verantworlich ist, wird dafür bezahlen und es ist nicht Haldans Schuld! Weder Haldans, noch Tareas, noch Bukas. Meine Gefährten haben so einiges gut bei mir. Sie haben mir das Leben gerettet und ich werde ihnen ewig dankbar sein und ihnen verzeihen.
Ich werde nicht mehr dieselbe sein, doch das war ich nach Mutters Tod auch nicht mehr. Auch ihren Tod werde ich irgendwann noch rächen.
Was uns nicht tötet, macht uns nur stärker......
Geron, der Einhändige, auch er wurde zu eine Legende und vollbrachte große Taten. Buka wird mich sicher im Schwertkampf unterrichten können. Vielleicht finde ich eines Tages einen Meisterschmied der einen besonderen Khunchomer für mich macht. Aber erstmal haben wir einen Jungen zu finden und wer weiss, wieviele Menschen wir noch retten können. Ich werde nicht aufgeben. Reiss dich zusammen Yamira! Dein Leben ist noch nicht verwirkt! Ich bin sicher, dass Colon noch am Leben ist.
Es ist noch nicht vorbei !!! Wenn die Götter mich am Leben liessen, so wird es seinen Grund haben!
Dann legte ich mich wieder nieder und fiel ich wieder in einen tiefen, ruhigen, erholsamen, schmerzfreien Schlaf...
Der Schock
22. Rondra 1009 BF
Als ich aufwachte, durchfuhr mich ein so heftiger Schmerz, dass ich sofort aufschrie. Ich fasste mir an meinen schmerzenden linken Arm und musste feststellen, dass mein Arm am Ellenbogen endete. Ich schrie vor Schmerz und Schrecken und Tarea gab mir sofort einen Krug Schnaps zur Beruhigung. Ein unbeschreiblicher Schock fuhr mir durch die Glieder, als ich realisierte was geschehen war. Haldan kam zu mir, er schaute wie ein begossener Pudel und ein tiefes Mitleid und Verunsicherung lag in seinem Blick. Er beschrieb mir was geschehen war. Das Monster, dass mich angegriffen hatte, war ein Ghul und da es mich gebissen hatte, bestand die Möglichkeit, dass ich selbst zu einem solchen Ungeheuer werden würde. Die einzige Überlebenschance, die mir blieb, war das Abtrennen meines Unterarms. Da sich dieses Gift langsam im Körper ausbreitete, hatten sie keine Möglichkeit lange darüber nachzudenken und in ihrer Verzweiflung taten sie das für sie einzig Richtige. Ich war bereits seit 2 Tagen bewusstlos und meine Gefährten waren Tag und Nacht durchgelaufen um mich nach Khunchom zurückzubringen, damit man mir in der Dracheneiakademie helfen könne. Wir befanden uns auf einem Flussschiff nach Khunchom und sie hatten mir eine Trage gebaut. Meine Schmerzen liessen langsam nach, je mehr ich dem Schnaps zusprach und dennoch hatte ich das Gefühl, meine linke Hand würde schmerzen. In meinen Gedanken war alles verworren.
Wie konnte das passieren? Monatelang hatte ich damals in der Arena gekämpft und blieb weitgehend unverletzt und nun sowas. Ausgerechnet mir, der Kämpferin die grosse Taten vollbringen wollte. Was will das Schicksal mir damit sagen ? Oh grosse Leuin, wieso hast du das zugelassen. Lieber wäre ich tot als verkrüppelt. Ich werde niemals wieder so kämpfen können wie früher. Wie konnte Haldan mir das nur antun ? Er sollte doch als Krieger wissen, dass er mich damit nutzlos gemacht hat. Und doch hat er mir das Leben gerettet. Aber ich werde irgendwann als Bettlerin in einer Gosse sitzen und vor mich hin vegetieren. Mutter, es tut mir so leid.
Tränen liefen mir hinab bis ich wieder in einen tranceartigen Schlaf verfiel.
Als ich aufwachte, durchfuhr mich ein so heftiger Schmerz, dass ich sofort aufschrie. Ich fasste mir an meinen schmerzenden linken Arm und musste feststellen, dass mein Arm am Ellenbogen endete. Ich schrie vor Schmerz und Schrecken und Tarea gab mir sofort einen Krug Schnaps zur Beruhigung. Ein unbeschreiblicher Schock fuhr mir durch die Glieder, als ich realisierte was geschehen war. Haldan kam zu mir, er schaute wie ein begossener Pudel und ein tiefes Mitleid und Verunsicherung lag in seinem Blick. Er beschrieb mir was geschehen war. Das Monster, dass mich angegriffen hatte, war ein Ghul und da es mich gebissen hatte, bestand die Möglichkeit, dass ich selbst zu einem solchen Ungeheuer werden würde. Die einzige Überlebenschance, die mir blieb, war das Abtrennen meines Unterarms. Da sich dieses Gift langsam im Körper ausbreitete, hatten sie keine Möglichkeit lange darüber nachzudenken und in ihrer Verzweiflung taten sie das für sie einzig Richtige. Ich war bereits seit 2 Tagen bewusstlos und meine Gefährten waren Tag und Nacht durchgelaufen um mich nach Khunchom zurückzubringen, damit man mir in der Dracheneiakademie helfen könne. Wir befanden uns auf einem Flussschiff nach Khunchom und sie hatten mir eine Trage gebaut. Meine Schmerzen liessen langsam nach, je mehr ich dem Schnaps zusprach und dennoch hatte ich das Gefühl, meine linke Hand würde schmerzen. In meinen Gedanken war alles verworren.
Wie konnte das passieren? Monatelang hatte ich damals in der Arena gekämpft und blieb weitgehend unverletzt und nun sowas. Ausgerechnet mir, der Kämpferin die grosse Taten vollbringen wollte. Was will das Schicksal mir damit sagen ? Oh grosse Leuin, wieso hast du das zugelassen. Lieber wäre ich tot als verkrüppelt. Ich werde niemals wieder so kämpfen können wie früher. Wie konnte Haldan mir das nur antun ? Er sollte doch als Krieger wissen, dass er mich damit nutzlos gemacht hat. Und doch hat er mir das Leben gerettet. Aber ich werde irgendwann als Bettlerin in einer Gosse sitzen und vor mich hin vegetieren. Mutter, es tut mir so leid.
Tränen liefen mir hinab bis ich wieder in einen tranceartigen Schlaf verfiel.
Nächtlicher Angriff
20. Rondra 1009 BF
Als wir uns morgens auf die Suche nach Colon begaben und nach Spuren Ausschau hielten, fand ich Schleifspuren die in Richtung Gorische Wüste führten. Wir verbrannten noch den alten Gauklerwagen mit Chemion, die Götter mögen uns verzeihen, doch wir wollten den Wagen mit dem dämonischen Gestank nicht so zurücklassen und bei der steinigen Umgebung gräbt es sich auch nicht besonders gut. Als wir uns bereit machten in die Gorische Wüste zu ziehen, weil wir Colon nicht aufgeben wollten, erstarrte Raffim regelrecht. Er mochte uns nicht folgen und wir schickten ihn mit den Pferden zurück nach Khunchom um Bericht zu erstatten.
Wir vier erkletterten uns den Weg in eine Klamm die in die Gor führte, als Tarea und ich ins Rutschen gerieten, hielt uns Buka mühelos fest und zog uns mehr mit, als dass wir klettern mussten. Wir wissen nicht wer er ist, aber so jemand wie er ist mir noch niemals begegnet. Wir schritten langsam durch die hohe, teils sehr enge Klamm. Weit über uns sahen wir noch den Himmel und rechts und links von uns waren immer wieder dunkle Nischen zu sehen, teils über uns, teils neben uns. Alles um uns rum wirkte poliert, das Gestein glänzte geschmirgelt und als es Abend wurde, verteilen wir uns für das Nachtlager in die Nischen. Tarea und ich teilten uns eine, während Buka und Haldan woanders unterkamen. Plötzlich hörten wir wieder dieses grauenhafte Heulen, Choräle und Waffenklirren, dämonisches Heulen und menschliche Schreie. Ich kauerte mich tief in die Nische hinein und hielt mir wieder Augen und Ohren zu. So bekam ich nicht mit, dass Tarea vor Angst die Nische verliess und die Klamm hinunterrannte, doch Haldan konnte sie geistesgegenwärtig wohl aufhalten und zog sie gerade noch rechtzeitig in eine andere Nische, bevor wieder der rote Staub die Klamm hinunterschoss. Als der Sandsturm nachliess und ich wieder in die Nacht lauschte, hörte ich plötzlich humpelnde Huflaute und ein grünliches Leuchten kam von oben die Klamm hinunter. Ich hatte solche Angst, dass ich nicht hinaussehen konnte, als das grüne Leuchten näher kam, sondern schloss die Augen und kauerte mich zusammen bis es vorüber war. Endlich war wieder Ruhe eingekehrt und da Tarea nicht mehr bei mir war, beschloss ich mich draussen mal umzuschauen wo meine Gefährten waren.
Doch mir blieb fast das Herz stehen, als ich in die Fratze eines abscheulichen Wesens blickte, sobald ich den Kopf rausstreckte. Ich hatte es nicht kommen hören, doch es starrte mich an, gab einen gurgelnden abscheulichen Laut von sich und kam sogleich auf mich zu. Ich schrie auf und zog meinen Khunchomer, den ich vor lauter Schreck verlor, noch bevor ich angreifen konnte. Ich war gefangen in meiner Nische, ohne Waffe und schrie panisch aus Leibeskräften um Hilfe. Haldan eilte heran, stürzte jedoch in der Dunkelheit über einen Felsen, ehe er zum Schlag ausholen konnte. Ich hörte einen Pfeil ansurren, der jedoch an der Nischenwand abprallte. Das Monster stürzte sich auf mich und ich wehrte mich mit den Armen, als ich plötzlich spürte wie mir die Bestie in den Unterarm biss und ich schrie erneut auf. Ich sah noch wie Buka das Ungeheuer mit einem gezielten Hieb tötete, als ich spürte, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte und plötzlich wurde alles still und dunkel um mich herum und ich verlor das Bewusstsein.
Als wir uns morgens auf die Suche nach Colon begaben und nach Spuren Ausschau hielten, fand ich Schleifspuren die in Richtung Gorische Wüste führten. Wir verbrannten noch den alten Gauklerwagen mit Chemion, die Götter mögen uns verzeihen, doch wir wollten den Wagen mit dem dämonischen Gestank nicht so zurücklassen und bei der steinigen Umgebung gräbt es sich auch nicht besonders gut. Als wir uns bereit machten in die Gorische Wüste zu ziehen, weil wir Colon nicht aufgeben wollten, erstarrte Raffim regelrecht. Er mochte uns nicht folgen und wir schickten ihn mit den Pferden zurück nach Khunchom um Bericht zu erstatten.
Wir vier erkletterten uns den Weg in eine Klamm die in die Gor führte, als Tarea und ich ins Rutschen gerieten, hielt uns Buka mühelos fest und zog uns mehr mit, als dass wir klettern mussten. Wir wissen nicht wer er ist, aber so jemand wie er ist mir noch niemals begegnet. Wir schritten langsam durch die hohe, teils sehr enge Klamm. Weit über uns sahen wir noch den Himmel und rechts und links von uns waren immer wieder dunkle Nischen zu sehen, teils über uns, teils neben uns. Alles um uns rum wirkte poliert, das Gestein glänzte geschmirgelt und als es Abend wurde, verteilen wir uns für das Nachtlager in die Nischen. Tarea und ich teilten uns eine, während Buka und Haldan woanders unterkamen. Plötzlich hörten wir wieder dieses grauenhafte Heulen, Choräle und Waffenklirren, dämonisches Heulen und menschliche Schreie. Ich kauerte mich tief in die Nische hinein und hielt mir wieder Augen und Ohren zu. So bekam ich nicht mit, dass Tarea vor Angst die Nische verliess und die Klamm hinunterrannte, doch Haldan konnte sie geistesgegenwärtig wohl aufhalten und zog sie gerade noch rechtzeitig in eine andere Nische, bevor wieder der rote Staub die Klamm hinunterschoss. Als der Sandsturm nachliess und ich wieder in die Nacht lauschte, hörte ich plötzlich humpelnde Huflaute und ein grünliches Leuchten kam von oben die Klamm hinunter. Ich hatte solche Angst, dass ich nicht hinaussehen konnte, als das grüne Leuchten näher kam, sondern schloss die Augen und kauerte mich zusammen bis es vorüber war. Endlich war wieder Ruhe eingekehrt und da Tarea nicht mehr bei mir war, beschloss ich mich draussen mal umzuschauen wo meine Gefährten waren.
Doch mir blieb fast das Herz stehen, als ich in die Fratze eines abscheulichen Wesens blickte, sobald ich den Kopf rausstreckte. Ich hatte es nicht kommen hören, doch es starrte mich an, gab einen gurgelnden abscheulichen Laut von sich und kam sogleich auf mich zu. Ich schrie auf und zog meinen Khunchomer, den ich vor lauter Schreck verlor, noch bevor ich angreifen konnte. Ich war gefangen in meiner Nische, ohne Waffe und schrie panisch aus Leibeskräften um Hilfe. Haldan eilte heran, stürzte jedoch in der Dunkelheit über einen Felsen, ehe er zum Schlag ausholen konnte. Ich hörte einen Pfeil ansurren, der jedoch an der Nischenwand abprallte. Das Monster stürzte sich auf mich und ich wehrte mich mit den Armen, als ich plötzlich spürte wie mir die Bestie in den Unterarm biss und ich schrie erneut auf. Ich sah noch wie Buka das Ungeheuer mit einem gezielten Hieb tötete, als ich spürte, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte und plötzlich wurde alles still und dunkel um mich herum und ich verlor das Bewusstsein.
Grauenhafter Fund
19. Rondra 1009 BF
Ich wurde unsanft von Buka geweckt und wir weckten schnell die anderen. Ein näher kommendes Heulen und Knurren von allen Seiten machte uns kampfbereit und ich erkannte, dass wir von Khoramsbestien umzingelt wurden. Ich besiegte das Tier, das mich anfiel und auch die anderen schlugen ihre Angreifer tot oder in die Flucht. Buka kämpfte mit solcher Leichtigkeit und Präzision, dass er mehrere erschlug ohne besondere Gefühlsregung oder Aufregung. Er wird mir immer unheimlicher. Wir versuchten noch ein wenig weiterzuschlafen ehe wir in der Morgendämmerung wieder aufbrachen.
Wir ritten die steinige Strasse entlang, bis wir sogar wegen der Pferde abstiegen. Wer Reisende hier mit Wägen entlang schickt, legt es darauf an, dass sie nicht weit kommen. Der Weg war alles andere als für Wägen beschaffen. Vor uns stieg ein Hochplateau immer höher hinauf, mehrere hundert Schritt hoch aus rotem Sandstein. Die Gorische Wüste. Kein Laut war zu hören. Als wir näher kamen, erkannten wir auch schwarze sechseckige Basaltformationen die aus den Wänden empor ragten. Wir entdeckten den umgestürzten Wagen und näherten uns langsam. Unser Held Raffim war so kreidebleich, dass wir ihn mit den Pferden in den nahegelegenen Wald schickten um schonmal ein Lager vorzubereiten. Feiner roter Staub lag auf dem Boden, aber nicht so viel wie ich erwartet hatte nach den Erzählungen von Jasper. Ich rief nach den Namen der Da Merinal Brüder, doch ausser einem lauten Echo von den Felswänden bekamen wir keine Antwort. Wir näherten uns dem Wagen weiter und erkannten die Pferde oder das was von ihnen noch übrig war. Zersplitterte Knochen lagen verstreut auf dem Boden und waren völlig blankpoliert. Kein Fetzen Fleisch war mehr zu finden. Der Wagen lag auf der Seite und seine Oberfläche war ebenfalls blankpoliert, so dass kaum noch von den Farben was zu erkennen war. Die untere Seite war aufgesprengt und Haldan versuchte in den Wagen zu schauen. Es war zu düster, aber es stank widerlich nach Schwefel. Wir hoben den Wagen an, sicherten ihn und öffneten die Läden um etwas Licht zu bekommen. Als Haldan erneut in den Wagen stieg, fand er Shemio. Völlig mumifiziert mit aufgerissenem Brustkorb sass er in einer Ecke, auf dem Boden war getrockneter weisser stinkender Schleim zu sehen. Doch von Colon keine Spur.
Es wurde schon Abend und wir gaben die weitere Suche erstmal auf und begaben uns zu dem Wäldchen. Wir füllten unsere Wasservorräte auf. Ich wusch mich ein wenig, wir machten ein Feuer und teilten die Nachtwache ein. Doch plötzlich hörten wir ein Geräusch in der nächtlichen Stille. Erst ein leises Rauschen was zu einem lauten Heulen anschwoll. Ich hörte Stimmen, Schreie, Klagelaute und wir sahen vom Hochplateau wasserfallartig roten Sand herabfallen, der sich wie eine Sandwelle in unsere Richtung bewegte. Wir suchten uns Schutz und ich kauerte mich, Ohren und Augen zuhaltend, hinter einen Baum. Ich sah noch wie Buka auf einem Felsen oben stehen blieb, dann schloss ich die Augen und wartete. Der feine Staub fegte nur noch mit seinen schwachen Ausläufern leicht über uns hinweg und verteilte sich in alle Winde ohne auffällig liegen zu bleiben. Dann war es wieder still. Keiner der anderen hatte diese Stimmen gehört. Wir versuchten weitgehend zu schlafen und morgen den Dingen auf den Grund zu gehen. Vor allem Colon zu suche
Ich wurde unsanft von Buka geweckt und wir weckten schnell die anderen. Ein näher kommendes Heulen und Knurren von allen Seiten machte uns kampfbereit und ich erkannte, dass wir von Khoramsbestien umzingelt wurden. Ich besiegte das Tier, das mich anfiel und auch die anderen schlugen ihre Angreifer tot oder in die Flucht. Buka kämpfte mit solcher Leichtigkeit und Präzision, dass er mehrere erschlug ohne besondere Gefühlsregung oder Aufregung. Er wird mir immer unheimlicher. Wir versuchten noch ein wenig weiterzuschlafen ehe wir in der Morgendämmerung wieder aufbrachen.
Wir ritten die steinige Strasse entlang, bis wir sogar wegen der Pferde abstiegen. Wer Reisende hier mit Wägen entlang schickt, legt es darauf an, dass sie nicht weit kommen. Der Weg war alles andere als für Wägen beschaffen. Vor uns stieg ein Hochplateau immer höher hinauf, mehrere hundert Schritt hoch aus rotem Sandstein. Die Gorische Wüste. Kein Laut war zu hören. Als wir näher kamen, erkannten wir auch schwarze sechseckige Basaltformationen die aus den Wänden empor ragten. Wir entdeckten den umgestürzten Wagen und näherten uns langsam. Unser Held Raffim war so kreidebleich, dass wir ihn mit den Pferden in den nahegelegenen Wald schickten um schonmal ein Lager vorzubereiten. Feiner roter Staub lag auf dem Boden, aber nicht so viel wie ich erwartet hatte nach den Erzählungen von Jasper. Ich rief nach den Namen der Da Merinal Brüder, doch ausser einem lauten Echo von den Felswänden bekamen wir keine Antwort. Wir näherten uns dem Wagen weiter und erkannten die Pferde oder das was von ihnen noch übrig war. Zersplitterte Knochen lagen verstreut auf dem Boden und waren völlig blankpoliert. Kein Fetzen Fleisch war mehr zu finden. Der Wagen lag auf der Seite und seine Oberfläche war ebenfalls blankpoliert, so dass kaum noch von den Farben was zu erkennen war. Die untere Seite war aufgesprengt und Haldan versuchte in den Wagen zu schauen. Es war zu düster, aber es stank widerlich nach Schwefel. Wir hoben den Wagen an, sicherten ihn und öffneten die Läden um etwas Licht zu bekommen. Als Haldan erneut in den Wagen stieg, fand er Shemio. Völlig mumifiziert mit aufgerissenem Brustkorb sass er in einer Ecke, auf dem Boden war getrockneter weisser stinkender Schleim zu sehen. Doch von Colon keine Spur.
Es wurde schon Abend und wir gaben die weitere Suche erstmal auf und begaben uns zu dem Wäldchen. Wir füllten unsere Wasservorräte auf. Ich wusch mich ein wenig, wir machten ein Feuer und teilten die Nachtwache ein. Doch plötzlich hörten wir ein Geräusch in der nächtlichen Stille. Erst ein leises Rauschen was zu einem lauten Heulen anschwoll. Ich hörte Stimmen, Schreie, Klagelaute und wir sahen vom Hochplateau wasserfallartig roten Sand herabfallen, der sich wie eine Sandwelle in unsere Richtung bewegte. Wir suchten uns Schutz und ich kauerte mich, Ohren und Augen zuhaltend, hinter einen Baum. Ich sah noch wie Buka auf einem Felsen oben stehen blieb, dann schloss ich die Augen und wartete. Der feine Staub fegte nur noch mit seinen schwachen Ausläufern leicht über uns hinweg und verteilte sich in alle Winde ohne auffällig liegen zu bleiben. Dann war es wieder still. Keiner der anderen hatte diese Stimmen gehört. Wir versuchten weitgehend zu schlafen und morgen den Dingen auf den Grund zu gehen. Vor allem Colon zu suche
Eristar
18. Rondra 1009 BF
Wir fuhren mit der Fähre über den Fluss und ritten weiter nach Eristar, ein einsames Ziegenhüter-Dorf in der kargen Ödnis die uns mittlerweile umgab. Wir tränkten kurz die Pferde, füllten unseren Wasservorrat auf und erfuhren von einem Hirten, dass schon öfter Leute verschwunden sind in den letzten Jahren, aber nur Reisende, keine Dorfbewohner. Als wir wieder aufbrechen wollten, war Buka verschwunden. Wir teilten uns auf und Haldan fand ihn schliesslich in einer Seitengasse, in der er nur was davon faselte, dass er vor genau 4 Jahren, 3 Monaten und n paar Tagen genau hier geboren sei, zerschunden und sich an nichts mehr vor dieser Zeit erinnern kann. Wir ritten endlich weiter und liessen uns hinter Buka ein wenig zurückfallen um über ihn zu reden, was in einem kleinen Streit mit Haldan ausartete. Doch in einem waren wir uns einig, Buka konnten und wollten wir nicht recht trauen. Doch Haldan war Buka so suspekt, dass er sogar die Möglichkeit in Betracht zog, dass dieser Mann selbst Hasrabal sein konnte. Welch ein Unsinn ! Gegen Abend suchten wir uns ein Plätzchen unter freiem Himmel zum Nächtigen und Buka übernahm die Wache.
Wir fuhren mit der Fähre über den Fluss und ritten weiter nach Eristar, ein einsames Ziegenhüter-Dorf in der kargen Ödnis die uns mittlerweile umgab. Wir tränkten kurz die Pferde, füllten unseren Wasservorrat auf und erfuhren von einem Hirten, dass schon öfter Leute verschwunden sind in den letzten Jahren, aber nur Reisende, keine Dorfbewohner. Als wir wieder aufbrechen wollten, war Buka verschwunden. Wir teilten uns auf und Haldan fand ihn schliesslich in einer Seitengasse, in der er nur was davon faselte, dass er vor genau 4 Jahren, 3 Monaten und n paar Tagen genau hier geboren sei, zerschunden und sich an nichts mehr vor dieser Zeit erinnern kann. Wir ritten endlich weiter und liessen uns hinter Buka ein wenig zurückfallen um über ihn zu reden, was in einem kleinen Streit mit Haldan ausartete. Doch in einem waren wir uns einig, Buka konnten und wollten wir nicht recht trauen. Doch Haldan war Buka so suspekt, dass er sogar die Möglichkeit in Betracht zog, dass dieser Mann selbst Hasrabal sein konnte. Welch ein Unsinn ! Gegen Abend suchten wir uns ein Plätzchen unter freiem Himmel zum Nächtigen und Buka übernahm die Wache.
Temphis
17. Rondra 1009 BF
Wir erreichten gegen Mittag Cheffe, ein kleines Kaff auf der Route, wo wir unsere Wasservorräte auffüllen konnten. Keiner der hier Lebenden hatte was von den Ereignissen mit den Gauklerwägen mitbekommen. Gegen Abend verwandelte sich die Umgebung in trockeneres Gebiet mit Olivenhainen, viele Felder die bewirtet wurden und die Hitze wurde wieder trockener. Wir schlugen ein schnelleres Tempo an, damit wir zum Einbruch der Nacht noch Temphis erreichten.
Wir schafften es noch in die grosse Fluss-Handelsstadt und wurden von Raffim in das Gasthaus „Zum blauen Mhanadi“ geführt. Ein tulamidisches Lokal in dem es laut einherging. Kaum betraten wir den Gastraum, wurden wir auch schon von Raffim an einen vollen Tisch gebracht, an dem er lautstark gleich seine Geschichten zum Besten gab, vor allem seine Neueste von den verunglückten Gauklern. Alle waren sich einig, dass Hasrabal dahinter stecken musste, ausser mir, ich vermute, dass da viel mehr Theater drum gemacht wird als nötig. Es wird sich schon alles aufklären. Die Menschen hier sind viel zu abergläubig. Wir nächtigten in dem Gasthaus und brachen am frühen Morgen sofort wieder auf. Selbstverständlich war Buka schon lange wieder auf den Beinen. Wer weiss ob der Kerl überhaupt schläft ?!
Wir erreichten gegen Mittag Cheffe, ein kleines Kaff auf der Route, wo wir unsere Wasservorräte auffüllen konnten. Keiner der hier Lebenden hatte was von den Ereignissen mit den Gauklerwägen mitbekommen. Gegen Abend verwandelte sich die Umgebung in trockeneres Gebiet mit Olivenhainen, viele Felder die bewirtet wurden und die Hitze wurde wieder trockener. Wir schlugen ein schnelleres Tempo an, damit wir zum Einbruch der Nacht noch Temphis erreichten.
Wir schafften es noch in die grosse Fluss-Handelsstadt und wurden von Raffim in das Gasthaus „Zum blauen Mhanadi“ geführt. Ein tulamidisches Lokal in dem es laut einherging. Kaum betraten wir den Gastraum, wurden wir auch schon von Raffim an einen vollen Tisch gebracht, an dem er lautstark gleich seine Geschichten zum Besten gab, vor allem seine Neueste von den verunglückten Gauklern. Alle waren sich einig, dass Hasrabal dahinter stecken musste, ausser mir, ich vermute, dass da viel mehr Theater drum gemacht wird als nötig. Es wird sich schon alles aufklären. Die Menschen hier sind viel zu abergläubig. Wir nächtigten in dem Gasthaus und brachen am frühen Morgen sofort wieder auf. Selbstverständlich war Buka schon lange wieder auf den Beinen. Wer weiss ob der Kerl überhaupt schläft ?!
Karawanserei
16. Rondra 1009 BF
Wir brachen am frühen Morgen auf und ritten nach Westen. Die Gegend veränderte sich. Es wurde drückend feuchtwarm und sumpfig. Gegen Abend erreichten wir eine Karawanserei. Ein grosses Gehöft, in dem viele Händler sich aufhielten zum Übernachten. Raffim hat schon öfter hier genächtigt, aber er ist ja auch selbst eigentlich Karawanenführer. Wir bekamen Lammspiesse, Reis, gegrillte Tomaten und Fladenbrot zu essen und uns wurde ein Nachtlager zugewiesen. Keiner der Anwesenden hatte was von der Gorischen Wüste oder den Gauklerwägen mitbekommen. Auch hatte niemand die vermissten Brüder gesehen. Als wir morgens aufwachten, war Buka schon längst wach und kam von Schwertübungen zurück, aber er schien weder unausgeschlafen, noch erschöpft oder schwitzend. Schnell machten wir uns wieder auf den Weg.
Wir brachen am frühen Morgen auf und ritten nach Westen. Die Gegend veränderte sich. Es wurde drückend feuchtwarm und sumpfig. Gegen Abend erreichten wir eine Karawanserei. Ein grosses Gehöft, in dem viele Händler sich aufhielten zum Übernachten. Raffim hat schon öfter hier genächtigt, aber er ist ja auch selbst eigentlich Karawanenführer. Wir bekamen Lammspiesse, Reis, gegrillte Tomaten und Fladenbrot zu essen und uns wurde ein Nachtlager zugewiesen. Keiner der Anwesenden hatte was von der Gorischen Wüste oder den Gauklerwägen mitbekommen. Auch hatte niemand die vermissten Brüder gesehen. Als wir morgens aufwachten, war Buka schon längst wach und kam von Schwertübungen zurück, aber er schien weder unausgeschlafen, noch erschöpft oder schwitzend. Schnell machten wir uns wieder auf den Weg.
Khunchom
15. Rondra 1009 BF
Wir durchschreiten ungehindert das Stadttor und uns begrüsst eine Stadt die wundersamer nicht sein kann. Wir laufen eine prächtige riesige Allee entlang deren Mitte mit Palmen bewachsen ist. Menschenmassen drängen sich in der Stadt. Es herrscht eine grobe Geräuschkulisse allerhand Sprachen. Bunte schrille Gaukler belustigen die Menschen auf den Strassen, mehr Gaukler als ich sonstwo je gesehen habe. Es steht eine drückende stickige Hitze in der Stadt, kaum ein Luftzug in den Gassen. Metallene Kuppeldächer blenden uns in der Sonne. Wir schlendern weiter durch die Strassen voller Leben. An der Nordlandbank wechseln wir unser Geld in Marawedis und machen uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Unterwegs kaufen wir noch ein wenig ein und geniessen die wunderschöne Stadt. Immer wieder stehen kleine Menschenansammlungen im Weg, die irgendeinem Kunststück eines Gauklers zusehen und es herrscht immer wieder Gedränge an engeren Passagen. Wir erfahren, dass hier in einigen Tagen das grosse alljährliche Gauklerfest stattfindet. Das erklärt so einiges. Jedoch bekommen wir dadurch auch keine Unterkunft mehr, da sämtliche Gasthäuser Khunchoms belegt sind. Ich schlage vor bei den Gauklern am Feterdhinplatz nach einem Nachtlager zu suchen, sehr zum Leidwesen von Haldan, der mir die ganze Zeit hier sehr nervös erscheint, er bewacht sein Hab und Gut schon sehr enthusiastisch und betrachtet die Gaukler nur argwöhnisch. Er sucht dringend nach dem Praiostempel, den ich ihm ausfindig mache und ihn hinführe. Tarea und ich warten draussen. Der Tempel scheint sehr heruntergekommen zu sein. Als Haldan endlich wieder herauskommt, scheint er erleichtert und möchte tatsächlich ohne grosses Murren mit zu den Gauklern. Ich will garnicht wissen, was ihn nun schon wieder zu seiner Meinungsänderung bewegt hat.
Wir begeben uns zum Feterdhinsplatz und uns erwartet eine grosse Wiese voller Planwagen, wo gefeiert, getanzt und Kunststückchen geübt werden.
Ich trinke mit einem Magus einen süssen schweren Wein, der schnell zu Kopf steigt in dieser Mittagshitze. Der Magus, der deutlich auch schon zuviel über den Durst getrunken hat, entpuppt sich doch tatsächlich als der Akademieleiter der hiesigen Dracheneiakademie. Bei den Göttern, war mir das peinlich, denn ich hielt ihn in Anbetracht der Gaukelei um mich herum doch glatt für einen der Fahrenden und für einen Scharlatan. Aber er hat mir meine Unwissenheit in Anbetracht meiner Herkunft verziehen.
Tarea hat sich in den Tanzreigen eingereiht und gibt sich ausgelassen. Haldan ist auf einmal schon wieder verschwunden, taucht aber wenig später wieder auf und murmelte irgendwas davon, dass er eine Schlafstätte hat. Ich gehe aber mal fast davon aus, dass ich meine Nacht hier am Lagerfeuer verbringen werde.
Ich schaue fasziniert einem Schwerttänzer zu, der anmutig und grazil, aber perfekt präzise seine Bewegungen ausführt. Nach seiner Vorführung unterhalte ich mich mit ihm und er stellt sich als Buka vor. Er ist ein wenig seltsam. Er zeigt keinerlei Gefühlsregungen, scheint jederzeit teilnahmslos und doch scheint er schon viel erlebt zu haben und vieles zu kennen, jedoch weiss er nicht woher, wenn man ihn darauf anspricht. Er kennt sich perfekt in Zorgan aus, war jedoch niemals dort. Seltsamer Geselle. Den behalte ich im Auge. Seine eigentliche Gabe ist jedoch das Geschichten erzählen, nicht der Schwerttanz. Da bin ich mal auf den Abend gespannt.
Tarea wird von einer alten Frau beiseite gezogen und sie verschwinden in einem Planwagen. Als sie kurze Zeit später wieder kommt ist Tarea verwirrt. Die Alte ist eine Wahrsagerin und sie hat ihr die Karten gelegt. Klingt alles sehr verworren, irgendwas von Dämonen, Staub und Sternen, eine Flut und Borons Raben am Ende des Weges. Aber wie ich immer sage, ist alles Auslegungssache. Ich hoffe ihre Sinne werden dadurch nicht getrübt, weil sie sich über Dinge Sorgen macht, die eintreffen könnten, wohlbemerkt könnten, denn jeder hat wohl sein Schicksal selbst in der Hand. Und man kann oft selbst entscheiden wann der Rabe einen geleitet.
Als es dunkel wird und sich das Fahrende Volk um das Lagerfeuer sammelt, setzen wir uns dazu und lauschen den überschwänglichen Erzählungen von Raffim, ein Tulamide der wohl übermenschliche Kräfte hat, oder einfach nur eine blühende Fantasie, aber seine Geschichten sind sehr lustig, spannend und lebhaft erzählt, dass es trotzdem Spass macht ihm zuzuhören, wie er ganz alleine mehrere Khoramsbestien besiegte oder ganze Novadigruppen auslöschte.
Irgendwann fängt auch Buka zu erzählen an und seine Geschichten sind so detailliert erzählt, als ob er selbst dabei gewesen sei, jedoch wiederum nicht so lebhaft und stimmungsschwankend wie Raffim sie erzählte, sondern eher kühl und objektiv ohne eine Gefühlsregung seinerseits.
Auf einmal hören wir alle Hufgetrappel und Wagenpoltern. Die DaMerinals treffen ein, hören wir manche sagen. Sie sind zu spät, sagt ein anderer. Plötzlich gellt ein markerschütternder Schrei aus der Richtung und wir alle sehen wie ein einziger Wagen der Gauklerfamilie angerast kommt, die Pferde kurz vorm Zusammenbruch und wieder gellt ein Schrei durch die Nacht, der aus dem Wageninneren kommt.
Wir versuchen die Leute und Pferde zu versorgen und erfahren von Jasper, der Vater der Familie, dass der zweite Wagen ein Radbruch hatte, genau am Fusse der Gorischen Wüste. Doch plötzlich sei bei Sonnenuntergang ein lautes Heulen wie von toten Seelen vom Hochplateau gekommen und rötlicher Sand fiel hinab wie Wasser von einem Wasserfall, ein stechender schwefliger Geruch sei in der Luft gelegen und es sei lautes Krachen aus dem anderen Wagen gedrungen, seine 16jährige Tochter Hama hätte gellend aufgeschrien, so dass Jasper vor Schreck die Flucht ergriff. Sie sind 1-2 Tage pausenlos durchgerast und wissen weder was mit ihrer Tochter los ist, noch was mit dem zweiten Wagen geschehen ist.
Ich fasse mir ein Herz und begebe mich in den Wagen zu dem verstörten Mädchen. Sie hat vor irgendetwas panische Angst, aber ich kann sie kurzzeitig beruhigen und sie berichtet mir nur bruchstückhaft etwas von Dämonen, einem Pferdekopf, dass sie alle tot sind und dass es niemals enden wird... dann ist sie still.
Man versucht sie aus dem Wagen in ein Zelt zu bringen, als ihr Blick jedoch auf Buka fällt, bricht sie wieder schreiend und zeternd zusammen.
Dieser Buka ist mir nicht geheuer, aber ob er direkt was mit der Sache zu tun hat bezweifel ich.
Bei Sonnenaufgang werden wir aufbrechen um nach dem zweiten Wagen zu suchen. Wir haben eine Wegbeschreibung, Proviant und sogar Pferde. Raffim und Buka werden uns begleiten. Ich hoffe wir finden die anderen DaMerinals noch rechtzeitig und am Leben.
Wir durchschreiten ungehindert das Stadttor und uns begrüsst eine Stadt die wundersamer nicht sein kann. Wir laufen eine prächtige riesige Allee entlang deren Mitte mit Palmen bewachsen ist. Menschenmassen drängen sich in der Stadt. Es herrscht eine grobe Geräuschkulisse allerhand Sprachen. Bunte schrille Gaukler belustigen die Menschen auf den Strassen, mehr Gaukler als ich sonstwo je gesehen habe. Es steht eine drückende stickige Hitze in der Stadt, kaum ein Luftzug in den Gassen. Metallene Kuppeldächer blenden uns in der Sonne. Wir schlendern weiter durch die Strassen voller Leben. An der Nordlandbank wechseln wir unser Geld in Marawedis und machen uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Unterwegs kaufen wir noch ein wenig ein und geniessen die wunderschöne Stadt. Immer wieder stehen kleine Menschenansammlungen im Weg, die irgendeinem Kunststück eines Gauklers zusehen und es herrscht immer wieder Gedränge an engeren Passagen. Wir erfahren, dass hier in einigen Tagen das grosse alljährliche Gauklerfest stattfindet. Das erklärt so einiges. Jedoch bekommen wir dadurch auch keine Unterkunft mehr, da sämtliche Gasthäuser Khunchoms belegt sind. Ich schlage vor bei den Gauklern am Feterdhinplatz nach einem Nachtlager zu suchen, sehr zum Leidwesen von Haldan, der mir die ganze Zeit hier sehr nervös erscheint, er bewacht sein Hab und Gut schon sehr enthusiastisch und betrachtet die Gaukler nur argwöhnisch. Er sucht dringend nach dem Praiostempel, den ich ihm ausfindig mache und ihn hinführe. Tarea und ich warten draussen. Der Tempel scheint sehr heruntergekommen zu sein. Als Haldan endlich wieder herauskommt, scheint er erleichtert und möchte tatsächlich ohne grosses Murren mit zu den Gauklern. Ich will garnicht wissen, was ihn nun schon wieder zu seiner Meinungsänderung bewegt hat.
Wir begeben uns zum Feterdhinsplatz und uns erwartet eine grosse Wiese voller Planwagen, wo gefeiert, getanzt und Kunststückchen geübt werden.
Ich trinke mit einem Magus einen süssen schweren Wein, der schnell zu Kopf steigt in dieser Mittagshitze. Der Magus, der deutlich auch schon zuviel über den Durst getrunken hat, entpuppt sich doch tatsächlich als der Akademieleiter der hiesigen Dracheneiakademie. Bei den Göttern, war mir das peinlich, denn ich hielt ihn in Anbetracht der Gaukelei um mich herum doch glatt für einen der Fahrenden und für einen Scharlatan. Aber er hat mir meine Unwissenheit in Anbetracht meiner Herkunft verziehen.
Tarea hat sich in den Tanzreigen eingereiht und gibt sich ausgelassen. Haldan ist auf einmal schon wieder verschwunden, taucht aber wenig später wieder auf und murmelte irgendwas davon, dass er eine Schlafstätte hat. Ich gehe aber mal fast davon aus, dass ich meine Nacht hier am Lagerfeuer verbringen werde.
Ich schaue fasziniert einem Schwerttänzer zu, der anmutig und grazil, aber perfekt präzise seine Bewegungen ausführt. Nach seiner Vorführung unterhalte ich mich mit ihm und er stellt sich als Buka vor. Er ist ein wenig seltsam. Er zeigt keinerlei Gefühlsregungen, scheint jederzeit teilnahmslos und doch scheint er schon viel erlebt zu haben und vieles zu kennen, jedoch weiss er nicht woher, wenn man ihn darauf anspricht. Er kennt sich perfekt in Zorgan aus, war jedoch niemals dort. Seltsamer Geselle. Den behalte ich im Auge. Seine eigentliche Gabe ist jedoch das Geschichten erzählen, nicht der Schwerttanz. Da bin ich mal auf den Abend gespannt.
Tarea wird von einer alten Frau beiseite gezogen und sie verschwinden in einem Planwagen. Als sie kurze Zeit später wieder kommt ist Tarea verwirrt. Die Alte ist eine Wahrsagerin und sie hat ihr die Karten gelegt. Klingt alles sehr verworren, irgendwas von Dämonen, Staub und Sternen, eine Flut und Borons Raben am Ende des Weges. Aber wie ich immer sage, ist alles Auslegungssache. Ich hoffe ihre Sinne werden dadurch nicht getrübt, weil sie sich über Dinge Sorgen macht, die eintreffen könnten, wohlbemerkt könnten, denn jeder hat wohl sein Schicksal selbst in der Hand. Und man kann oft selbst entscheiden wann der Rabe einen geleitet.
Als es dunkel wird und sich das Fahrende Volk um das Lagerfeuer sammelt, setzen wir uns dazu und lauschen den überschwänglichen Erzählungen von Raffim, ein Tulamide der wohl übermenschliche Kräfte hat, oder einfach nur eine blühende Fantasie, aber seine Geschichten sind sehr lustig, spannend und lebhaft erzählt, dass es trotzdem Spass macht ihm zuzuhören, wie er ganz alleine mehrere Khoramsbestien besiegte oder ganze Novadigruppen auslöschte.
Irgendwann fängt auch Buka zu erzählen an und seine Geschichten sind so detailliert erzählt, als ob er selbst dabei gewesen sei, jedoch wiederum nicht so lebhaft und stimmungsschwankend wie Raffim sie erzählte, sondern eher kühl und objektiv ohne eine Gefühlsregung seinerseits.
Auf einmal hören wir alle Hufgetrappel und Wagenpoltern. Die DaMerinals treffen ein, hören wir manche sagen. Sie sind zu spät, sagt ein anderer. Plötzlich gellt ein markerschütternder Schrei aus der Richtung und wir alle sehen wie ein einziger Wagen der Gauklerfamilie angerast kommt, die Pferde kurz vorm Zusammenbruch und wieder gellt ein Schrei durch die Nacht, der aus dem Wageninneren kommt.
Wir versuchen die Leute und Pferde zu versorgen und erfahren von Jasper, der Vater der Familie, dass der zweite Wagen ein Radbruch hatte, genau am Fusse der Gorischen Wüste. Doch plötzlich sei bei Sonnenuntergang ein lautes Heulen wie von toten Seelen vom Hochplateau gekommen und rötlicher Sand fiel hinab wie Wasser von einem Wasserfall, ein stechender schwefliger Geruch sei in der Luft gelegen und es sei lautes Krachen aus dem anderen Wagen gedrungen, seine 16jährige Tochter Hama hätte gellend aufgeschrien, so dass Jasper vor Schreck die Flucht ergriff. Sie sind 1-2 Tage pausenlos durchgerast und wissen weder was mit ihrer Tochter los ist, noch was mit dem zweiten Wagen geschehen ist.
Ich fasse mir ein Herz und begebe mich in den Wagen zu dem verstörten Mädchen. Sie hat vor irgendetwas panische Angst, aber ich kann sie kurzzeitig beruhigen und sie berichtet mir nur bruchstückhaft etwas von Dämonen, einem Pferdekopf, dass sie alle tot sind und dass es niemals enden wird... dann ist sie still.
Man versucht sie aus dem Wagen in ein Zelt zu bringen, als ihr Blick jedoch auf Buka fällt, bricht sie wieder schreiend und zeternd zusammen.
Dieser Buka ist mir nicht geheuer, aber ob er direkt was mit der Sache zu tun hat bezweifel ich.
Bei Sonnenaufgang werden wir aufbrechen um nach dem zweiten Wagen zu suchen. Wir haben eine Wegbeschreibung, Proviant und sogar Pferde. Raffim und Buka werden uns begleiten. Ich hoffe wir finden die anderen DaMerinals noch rechtzeitig und am Leben.
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