5. Travia 1011 BF
Da ich oft die Männer in die Wildnis begleite zeigen sie mir wie man Spuren liest, wie man Fallen für größere Tiere bauen kann und wie man gefangenes Wild ausnimmt, häutet und Felle nutzbar macht.
Ich werde zu einer richtigen Wilden und muss darüber fast schmunzeln. Wenn meine Mutter mich so sehen könnte.
Ich komme freudestrahlend mit einem Baumwürger und einem Harnischgürtler zurück und alle bejubeln mich.
Bis auf die immer seltener werdenden Übergriffe der Mittelreicher lässt es sich hier aushalten. Da mich alle nur Yamirajida nennen, habe ich diesen Namen auch angenommen. Ich gehöre nun zur Familie. Ich helfe wo ich kann, bin kampffähig, kenne mich im Dschungel einigermassen aus und kann Tinkturen mischen, solange ich die dazugehörigen Zutaten finde, was sich immernoch als nicht allzuleicht herausstellt ohne Hilfe. Oft bringe ich was Falsches mit und sie können nicht umhin sich darüber lustig zu machen. Doch ich nehme es ihnen nicht übel sondern versuche mein Bestes.
Darjin und ich sind nun offiziell ein Paar, doch wird es akzeptiert, dass ich noch nicht den Kreis abschreiten will – was in Maraskan sowas wie eine Hochzeit ist. Ich habe Angst schon wieder einen geliebten Menschen zu verlieren und in mir sträubt sich alles gegen eine Hochzeit.
Denn noch weiss ich nicht was die Zwillinge und ihre Diener mit mir vor haben.
Doch habe ich mittlerweile weder Angst vorm Sterben wie damals im Gefängnis, noch die Sehnsucht danach wie in den Arenen Al Anfas oder nach der Erkenntnis meines abgetrennten Armes, mittlerweile glaube ich auch nicht mehr daran irgendwann an Rondras Tafel zu sitzen – sondern glaube fest an meine Wiedergeburt und dieser Gedanke tröstet mich.
Mein Name ist Yamira saba Shanya al Kira! Mein Leben soll nicht in Vergessenheit geraten, denn ich bin zu Größerem erkoren, sonst säße ich bereits an Rondras Tafel. Doch werde ich erst von Dere gehen, wenn meine Aufgabe erfüllt ist. Somit schreibe ich nieder was mir widerfährt, damit meine Taten weitererzählt werden und ich als Heldin ewig weiterlebe...
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Freitag, 17. Juli 2015
Dschungelwissen
4. Efferd 1011 BF
Alryscha hat es sich zur Aufgabe gemacht mir die Flora und Fauna der Gegend zu erklären. Sie zeigt mir welche Pflanzen giftig sind, welche essbar und vor welchen man sich in Acht nehmen sollte. Sie bringt mir einige heilende Tinkturen bei und selbst Giftschlangen sind für die Heilkunst von Nutzen. Die Frauen zeigen mir, wie sie Fallen auslegen um Kleintiere zu fangen, wie man das Gift einer Schlage gewinnt und ich lerne immer mehr wie man in solch einer Wildnis Maraskans überleben kann. Darjinn macht sich häufig einen Spass daraus mir selbst Fallen zu stellen oder mich zu erschrecken, was meine Sinne nur noch schärfer werden lässt.
Alryscha hat es sich zur Aufgabe gemacht mir die Flora und Fauna der Gegend zu erklären. Sie zeigt mir welche Pflanzen giftig sind, welche essbar und vor welchen man sich in Acht nehmen sollte. Sie bringt mir einige heilende Tinkturen bei und selbst Giftschlangen sind für die Heilkunst von Nutzen. Die Frauen zeigen mir, wie sie Fallen auslegen um Kleintiere zu fangen, wie man das Gift einer Schlage gewinnt und ich lerne immer mehr wie man in solch einer Wildnis Maraskans überleben kann. Darjinn macht sich häufig einen Spass daraus mir selbst Fallen zu stellen oder mich zu erschrecken, was meine Sinne nur noch schärfer werden lässt.
Skrupellos
6. Praios 1011 BF
Ich habe es geschafft – ich bin Darjin ebenbürtig im Kampf mit dem Nachtwind.
Alle sind stark beeindruckt über meine kämpferischen Fähigkeiten und fortan gehe ich mit in den Dschungel um Wache zu halten gegen das Mittelreich. Wenn wir welchen begegnen habe ich keine Skrupel mehr gegen diese ehrlosen Söldner zu kämpfen und meine Klinge wirbelt herum als hätte ich mein Leben lang nichts anderes getan. Doch verspüre ich keine Genugtuung, sondern es kommt mir nur wie ein notwendiges Übel vor. Ihre Leichen werden weiter ins Landesinnere gebracht und nackt liegen gelassen. Es ist ekelerregend bei den Wetterbedingungen Maraskans, aber sie erzählen mir, dass sich die Tiere des Landesinneren darum kümmern werden. Armer Hassan! Es soll hier sogar ganze Insektenschwärme geben, die wie die Heuschrecken ganze Landstriche verwüsten können. Die Artenvielfalt der Tiere dieses Dschungels ist unbeschreiblich und tatsächlich sind innerhalb von zwei Nächten die Leichen verschwunden, ausser weniger abgenagte Knochen ist alles verwertet oder verschleppt. Man muss sehr vorsichtig sein in diesem Dschungel um ein Haar wäre ich einer fleischfressenden Pflanze in die Fänge geraten und auch von Schlangen sollte man sich in Acht nehmen.
Ich habe es geschafft – ich bin Darjin ebenbürtig im Kampf mit dem Nachtwind.
Alle sind stark beeindruckt über meine kämpferischen Fähigkeiten und fortan gehe ich mit in den Dschungel um Wache zu halten gegen das Mittelreich. Wenn wir welchen begegnen habe ich keine Skrupel mehr gegen diese ehrlosen Söldner zu kämpfen und meine Klinge wirbelt herum als hätte ich mein Leben lang nichts anderes getan. Doch verspüre ich keine Genugtuung, sondern es kommt mir nur wie ein notwendiges Übel vor. Ihre Leichen werden weiter ins Landesinnere gebracht und nackt liegen gelassen. Es ist ekelerregend bei den Wetterbedingungen Maraskans, aber sie erzählen mir, dass sich die Tiere des Landesinneren darum kümmern werden. Armer Hassan! Es soll hier sogar ganze Insektenschwärme geben, die wie die Heuschrecken ganze Landstriche verwüsten können. Die Artenvielfalt der Tiere dieses Dschungels ist unbeschreiblich und tatsächlich sind innerhalb von zwei Nächten die Leichen verschwunden, ausser weniger abgenagte Knochen ist alles verwertet oder verschleppt. Man muss sehr vorsichtig sein in diesem Dschungel um ein Haar wäre ich einer fleischfressenden Pflanze in die Fänge geraten und auch von Schlangen sollte man sich in Acht nehmen.
Kampftraining
21. Tsa 1010 BF
Ich saß gerade am Feuer als Darjin plötzlich hinter mir stand und mir die Spitze seines Nachtwinds in den Rücken piekte. Er forderte mich lächelnd auf weiter an meiner Kampftechnik zu feilen und wir begannen weiter täglich zu üben. Je mehr wir kämpften, desto gewandter wurde ich und bald gelangen mir die Schläge gut auch mit einer Hand. Nach den Kämpfen, wenn uns der Schweiss in Strömen lief, gingen wir oft gemeinsam an einen kleinen Wasserfall zum Baden und um uns heimlich zu lieben. Ob die anderen davon wussten oder nicht war uns egal, aber es sagte auch keiner was.
Ich saß gerade am Feuer als Darjin plötzlich hinter mir stand und mir die Spitze seines Nachtwinds in den Rücken piekte. Er forderte mich lächelnd auf weiter an meiner Kampftechnik zu feilen und wir begannen weiter täglich zu üben. Je mehr wir kämpften, desto gewandter wurde ich und bald gelangen mir die Schläge gut auch mit einer Hand. Nach den Kämpfen, wenn uns der Schweiss in Strömen lief, gingen wir oft gemeinsam an einen kleinen Wasserfall zum Baden und um uns heimlich zu lieben. Ob die anderen davon wussten oder nicht war uns egal, aber es sagte auch keiner was.
Darjinn
20. Tsa 1010 BF
Darjins Aussehen erinnert mich ein wenig an Hassan, doch in dem jungen Mann vor mir ist eine unbändige Wildheit zu spüren, wie die eines Raubtiers. In seinen Augen glüht die ungebändigte Lust und Zügellosigkeit eines Wilden und wir umkreisen uns im Kampf wie zwei Raubkatzen. Plötzlich springt er nach vorne und nach wenigen Schlägen seiner Klinge hat er mich entwaffnet und zu Boden gerungen so dass er auf mir kniet. Seine fast schwarzen Augen schauen mich unerwartet liebevoll an. Dann lässt er ab und steht auf. Wir sind umringt von den anderen und jeder hat wohl das leichte lüsterne Knistern in der Luft gespürt, das sich bei dem Kampf aufgebaut hatte. Ich blicke zu Alryscha und sie lächelt mich an. Darjin ist der ältester Sohn ihrer Schwester und ein Meister mit dem Nachtwind. Als ich in die Gesichter der Umstehenden blicke, lese ich nur Zustimmung in ihren Augen, doch als ich mich nach Darjin umdrehe ist dieser verschwunden. Ich sah ihn den ganzen Abend nicht mehr.
Darjins Aussehen erinnert mich ein wenig an Hassan, doch in dem jungen Mann vor mir ist eine unbändige Wildheit zu spüren, wie die eines Raubtiers. In seinen Augen glüht die ungebändigte Lust und Zügellosigkeit eines Wilden und wir umkreisen uns im Kampf wie zwei Raubkatzen. Plötzlich springt er nach vorne und nach wenigen Schlägen seiner Klinge hat er mich entwaffnet und zu Boden gerungen so dass er auf mir kniet. Seine fast schwarzen Augen schauen mich unerwartet liebevoll an. Dann lässt er ab und steht auf. Wir sind umringt von den anderen und jeder hat wohl das leichte lüsterne Knistern in der Luft gespürt, das sich bei dem Kampf aufgebaut hatte. Ich blicke zu Alryscha und sie lächelt mich an. Darjin ist der ältester Sohn ihrer Schwester und ein Meister mit dem Nachtwind. Als ich in die Gesichter der Umstehenden blicke, lese ich nur Zustimmung in ihren Augen, doch als ich mich nach Darjin umdrehe ist dieser verschwunden. Ich sah ihn den ganzen Abend nicht mehr.
Wieder bewaffnet
14. Tsa 1010 BF
Darjin, ein junger athletischer Maraskaner mit blauschwarzen langen Haaren, kam heute auf mich zu und reichte mir ein langes schmales Schwert. Die einschneidige Klinge war geschwärzt und die Waffe hatte einen langen schwarzen mit Leder eingebundenen Griff. Er hat mich damals kämpfen sehen, doch mein Khunchomer ist zerbrochen und ich habe seitdem keine Waffe mehr getragen. Diese Art der Klinge nennt sich Nachtwind und sie gehörte seinem Bruder dem ich vergeblich versucht hatte das Leben zu retten. Darjin will mir damit wieder das Kämpfen beibringen.
Die Waffe ist faszinierend. Sie ist leicht, wendig und schnell. Doch sie ist sehr lang, was mir anfangs das Kämpfen mit nur einer Hand erschwerte. Doch ich zwang mich alles zu geben was mein Körper an Kraft hergab.
Darjin, ein junger athletischer Maraskaner mit blauschwarzen langen Haaren, kam heute auf mich zu und reichte mir ein langes schmales Schwert. Die einschneidige Klinge war geschwärzt und die Waffe hatte einen langen schwarzen mit Leder eingebundenen Griff. Er hat mich damals kämpfen sehen, doch mein Khunchomer ist zerbrochen und ich habe seitdem keine Waffe mehr getragen. Diese Art der Klinge nennt sich Nachtwind und sie gehörte seinem Bruder dem ich vergeblich versucht hatte das Leben zu retten. Darjin will mir damit wieder das Kämpfen beibringen.
Die Waffe ist faszinierend. Sie ist leicht, wendig und schnell. Doch sie ist sehr lang, was mir anfangs das Kämpfen mit nur einer Hand erschwerte. Doch ich zwang mich alles zu geben was mein Körper an Kraft hergab.
Neue Heimat
5. Hesinde 1010 BF
Ich lebe nun schon ein halbes Jahr hier. An das Klima hab ich mich gewöhnt.
Die Maraskaner mögen mich und haben mich schon fast in ihre Familie mit aufgenommen. Ihre Kinder vergöttern mich, wenn ich ihnen abends Geschichten aus fernen Ländern erzähle, von Waldschraten, Feengrotten und bösen Zauberern bishin zu Drachen. Selbstverständlich denken sie es sei alles nur erfunden, doch ich weiss es besser. Und viele Nächte vergehen mit irgendwelchen verworrenen Träumen, vom Tod meiner Mutter, dem Biss des Ghuls oder die Massaker hier auf Maraskan. Nach jedem dieser Träume erwache ich schweissgebadet und voller Schmerz.
Sie haben mir meine langen Haare zu vielen Zöpfen geflochten und bringen mir bei wie ich sie selbst so flechten kann. Es gefällt mir.
Der starke Glaube an die Zwölfe beginnt zu wanken, Rondra reiht sich in meinen Gedanken immer mehr in den Reigen der Zwölfgeschwister ein. Es erscheint so vieles so klar und verständlich wenn man eine Weile danach lebt, dass es immer zwei Seiten gibt. Dieser endlose Kreislauf des Lebens, dass man wiedergeboren wird und es nicht einfach endet gefällt mir immer mehr und stimmt mich heiter, so dass ich kaum an das Festland denke und mich hier wohl fühle.
Ich lebe nun schon ein halbes Jahr hier. An das Klima hab ich mich gewöhnt.
Die Maraskaner mögen mich und haben mich schon fast in ihre Familie mit aufgenommen. Ihre Kinder vergöttern mich, wenn ich ihnen abends Geschichten aus fernen Ländern erzähle, von Waldschraten, Feengrotten und bösen Zauberern bishin zu Drachen. Selbstverständlich denken sie es sei alles nur erfunden, doch ich weiss es besser. Und viele Nächte vergehen mit irgendwelchen verworrenen Träumen, vom Tod meiner Mutter, dem Biss des Ghuls oder die Massaker hier auf Maraskan. Nach jedem dieser Träume erwache ich schweissgebadet und voller Schmerz.
Sie haben mir meine langen Haare zu vielen Zöpfen geflochten und bringen mir bei wie ich sie selbst so flechten kann. Es gefällt mir.
Der starke Glaube an die Zwölfe beginnt zu wanken, Rondra reiht sich in meinen Gedanken immer mehr in den Reigen der Zwölfgeschwister ein. Es erscheint so vieles so klar und verständlich wenn man eine Weile danach lebt, dass es immer zwei Seiten gibt. Dieser endlose Kreislauf des Lebens, dass man wiedergeboren wird und es nicht einfach endet gefällt mir immer mehr und stimmt mich heiter, so dass ich kaum an das Festland denke und mich hier wohl fühle.
Umgewöhnung
20. Rahja 1009 BF
Bin schon über eine Woche hier und werde von Tag zu Tag wieder kräftiger. Mein Horizont hat sich erweitert und ich befinde mich in dem kleinen Dorf mitten im Dschungel. Die Gruppe hier besteht nur noch aus ca. zwei Dutzend Männer, Frauen und Kindern. Es stellt sich heraus, dass sie zu einer Großfamilie aus Tuzak gehören, die lediglich hierher geflohen ist, als die Garether kamen. Sie wissen nicht warum sie von uns angegriffen wurden. Sie leben hier im Exil und haben mit den Rebellen nichts zu tun. Es tut mir so leid. All das Leid, dass wir ihnen zugefügt haben. Die vielen Menschen die sie verloren haben. Ich muss an Hassan denken und als Alryscha meine Trauer sieht, nimmt sie mich in den Arm und sagt mir dass sie nicht tot sind, sondern nur auf den Weg gegangen sind. Ich schaue sie verständnislos an und sie erklärt, dass der Tot nicht das Ende sondern ein Anfang ist.
Ich will mehr darüber wissen und Sie erzählt mir von Rur und Gror, ihren Zwillingsgöttern, von ihren Begräbnissen, von ihren Hochzeiten und dem Glauben an die Zwölfe. Die Zwölfe ehrt man als gleichwertige Diener Rurs, keiner dem anderen bevorzugt, warum sollte man sich auch bei einem Götterdiener Rurs für einen Fisch bedanken, ohne zu bedenken, dass Tsa am Entstehen des Fisches, Efferd und Rondra am Fang des Fisches und Travia am erstellen des Mahls beteiligt waren?! Man behandelt hier die Diener Rurs nicht als unerwünschte Fremde sondern eben als das was sie sind, die Diener der Zwillinge.
Tsa und Boron stehen sich sehr nahe, es gibt eine ständige Wiedergeburt und Boron kümmert sich darum, das alte Leben nur zu vergessen. Irgendwie beruhigt mich der Gedanke. Auch wenn ich es schwer verstehen und erfassen kann, so gerät meine Weltanschauung ins Wanken je länger ich hier bin.
Sie nennen mich Yamirajida und ich gewöhne mich schon fast daran.
Bin schon über eine Woche hier und werde von Tag zu Tag wieder kräftiger. Mein Horizont hat sich erweitert und ich befinde mich in dem kleinen Dorf mitten im Dschungel. Die Gruppe hier besteht nur noch aus ca. zwei Dutzend Männer, Frauen und Kindern. Es stellt sich heraus, dass sie zu einer Großfamilie aus Tuzak gehören, die lediglich hierher geflohen ist, als die Garether kamen. Sie wissen nicht warum sie von uns angegriffen wurden. Sie leben hier im Exil und haben mit den Rebellen nichts zu tun. Es tut mir so leid. All das Leid, dass wir ihnen zugefügt haben. Die vielen Menschen die sie verloren haben. Ich muss an Hassan denken und als Alryscha meine Trauer sieht, nimmt sie mich in den Arm und sagt mir dass sie nicht tot sind, sondern nur auf den Weg gegangen sind. Ich schaue sie verständnislos an und sie erklärt, dass der Tot nicht das Ende sondern ein Anfang ist.
Ich will mehr darüber wissen und Sie erzählt mir von Rur und Gror, ihren Zwillingsgöttern, von ihren Begräbnissen, von ihren Hochzeiten und dem Glauben an die Zwölfe. Die Zwölfe ehrt man als gleichwertige Diener Rurs, keiner dem anderen bevorzugt, warum sollte man sich auch bei einem Götterdiener Rurs für einen Fisch bedanken, ohne zu bedenken, dass Tsa am Entstehen des Fisches, Efferd und Rondra am Fang des Fisches und Travia am erstellen des Mahls beteiligt waren?! Man behandelt hier die Diener Rurs nicht als unerwünschte Fremde sondern eben als das was sie sind, die Diener der Zwillinge.
Tsa und Boron stehen sich sehr nahe, es gibt eine ständige Wiedergeburt und Boron kümmert sich darum, das alte Leben nur zu vergessen. Irgendwie beruhigt mich der Gedanke. Auch wenn ich es schwer verstehen und erfassen kann, so gerät meine Weltanschauung ins Wanken je länger ich hier bin.
Sie nennen mich Yamirajida und ich gewöhne mich schon fast daran.
Seitenwechsel
15. Rahja 1009 BF
Oh Göttin Rondra warum lässt du mich noch immer nicht an deiner Tafel sitzen? Warum legst du mir solche Prüfungen auf und weidest dich an meinem Scheitern?
Ich öffne die Augen und sehe nur ein grünbedecktes Dach über mir. Laute Dschungelgeräusche dringen an mein Ohr und es riecht nach seltsamen Kräutern. Meine Glieder schmerzen, ich versuche mich umzuschauen. Ich erkenne, dass ich in einer kleinen Hütte liege, die aus Holz, Baumflechten und Blattwerk besteht. Meine Wunden sind mit Verbänden versorgt, die nach unbekannten Tinkturen riechen. Ich richte mich langsam auf, was sehr schmerzhaft, aber möglich ist. Ich sehe niemanden, aber rieche Qualm eines Feuers.
Ich schaffe es mit Mühen aufzustehen und an den Eingang zu laufen, der nur von einem großen Fell bedeckt ist und spähe hinaus. Ich sehe ein kleines Feuer um das wenige Männer und einige Frauen sitzen. Sie tragen ebenfalls viele Verbände und sehen aber nicht trauernd aus. Es ist wohl schon Abend.
Eine der Frauen hat eine Schüssel in der sie immer wieder Kräuter hineinrieseln lässt und sie danach mit etwas Flüssigkeit zerdrückt. Es sind Einheimische. Warum bin ich hier? Warum haben sie mich nicht getötet?
Ich schleiche zurück zu meinem Lager und lege mich wieder nieder, als eine Frau die Hütte betritt. Ich stelle mich schlafend, doch sie hebt einfach meinen Kopf und versucht mir ihre eklige Flüssigkeit wieder einzuflößen. Doch diesmal schlage ich ihr wie aus Reflex die Schüssel aus der Hand. Anstatt sie zu erzürnen, bleibt sie ganz ruhig und schaut mich mit großen braunen Augen an. Sie wartet bis mein zorniges Glühen in den Augen nachlässt und fängt an zu reden. Sie hat einen seltsamen nuschelnden Dialekt, spricht aber Garethi.
Sie erzählt mir was geschehen ist. Ich muss mich mitten im Kampf, als dieser sich gerade gegen die Maraskaner entschied, auf ihre Seite gestellt haben. Ich erinnerte mich. Ich sah mich am Boden sitzen, Hassans blutüberströmten Körper auf meinem Schoss und sah mit an wie unsere Söldner sich an den Frauen und Kindern vergangen und abgrundtiefer Hass erfüllte mich. Ich sprang auf und schlug wie wild auf die Söldner ein. Ich habe solange Mittelreicher bekämpft, bis ich schon stark zerschunden einen heftigen Schlag von hinten bekam und ohnmächtig zu Boden fiel. Unser Trupp wurde komplett getötet, ihre Spuren hierher verwischt und ihre Leichen fortgeschafft. Doch mich versuchte man zu retten, da ich in meinem Kampfrausch viel zu ihrem Sieg beigetragen hatte und einige verdanken mir durch meinen Blutrausch ihr Leben. Da ich stark nach Alkohol roch haben sie mir eine entgiftende Tinktur verabreicht, die zum einen dazu dient meinen Körper zu beruhigen, zum anderen ihn zu entgiften. Ich hatte nun schon fünf Tage hier verbracht und bald würde es mir besser gehen.
Ich war verwirrt, bat sie dann aber um Verzeihung und bedankte mich für ihre Fürsorge. Ich sagte ihr meinen Namen, fragte nach Hassan und sie stellte sich als Alryscha vor und endete ihren Bericht, dass alle Mittelreicher getötet und ihre Leichen in den Urwald gebracht wurden.
Oh Göttin Rondra warum lässt du mich noch immer nicht an deiner Tafel sitzen? Warum legst du mir solche Prüfungen auf und weidest dich an meinem Scheitern?
Ich öffne die Augen und sehe nur ein grünbedecktes Dach über mir. Laute Dschungelgeräusche dringen an mein Ohr und es riecht nach seltsamen Kräutern. Meine Glieder schmerzen, ich versuche mich umzuschauen. Ich erkenne, dass ich in einer kleinen Hütte liege, die aus Holz, Baumflechten und Blattwerk besteht. Meine Wunden sind mit Verbänden versorgt, die nach unbekannten Tinkturen riechen. Ich richte mich langsam auf, was sehr schmerzhaft, aber möglich ist. Ich sehe niemanden, aber rieche Qualm eines Feuers.
Ich schaffe es mit Mühen aufzustehen und an den Eingang zu laufen, der nur von einem großen Fell bedeckt ist und spähe hinaus. Ich sehe ein kleines Feuer um das wenige Männer und einige Frauen sitzen. Sie tragen ebenfalls viele Verbände und sehen aber nicht trauernd aus. Es ist wohl schon Abend.
Eine der Frauen hat eine Schüssel in der sie immer wieder Kräuter hineinrieseln lässt und sie danach mit etwas Flüssigkeit zerdrückt. Es sind Einheimische. Warum bin ich hier? Warum haben sie mich nicht getötet?
Ich schleiche zurück zu meinem Lager und lege mich wieder nieder, als eine Frau die Hütte betritt. Ich stelle mich schlafend, doch sie hebt einfach meinen Kopf und versucht mir ihre eklige Flüssigkeit wieder einzuflößen. Doch diesmal schlage ich ihr wie aus Reflex die Schüssel aus der Hand. Anstatt sie zu erzürnen, bleibt sie ganz ruhig und schaut mich mit großen braunen Augen an. Sie wartet bis mein zorniges Glühen in den Augen nachlässt und fängt an zu reden. Sie hat einen seltsamen nuschelnden Dialekt, spricht aber Garethi.
Sie erzählt mir was geschehen ist. Ich muss mich mitten im Kampf, als dieser sich gerade gegen die Maraskaner entschied, auf ihre Seite gestellt haben. Ich erinnerte mich. Ich sah mich am Boden sitzen, Hassans blutüberströmten Körper auf meinem Schoss und sah mit an wie unsere Söldner sich an den Frauen und Kindern vergangen und abgrundtiefer Hass erfüllte mich. Ich sprang auf und schlug wie wild auf die Söldner ein. Ich habe solange Mittelreicher bekämpft, bis ich schon stark zerschunden einen heftigen Schlag von hinten bekam und ohnmächtig zu Boden fiel. Unser Trupp wurde komplett getötet, ihre Spuren hierher verwischt und ihre Leichen fortgeschafft. Doch mich versuchte man zu retten, da ich in meinem Kampfrausch viel zu ihrem Sieg beigetragen hatte und einige verdanken mir durch meinen Blutrausch ihr Leben. Da ich stark nach Alkohol roch haben sie mir eine entgiftende Tinktur verabreicht, die zum einen dazu dient meinen Körper zu beruhigen, zum anderen ihn zu entgiften. Ich hatte nun schon fünf Tage hier verbracht und bald würde es mir besser gehen.
Ich war verwirrt, bat sie dann aber um Verzeihung und bedankte mich für ihre Fürsorge. Ich sagte ihr meinen Namen, fragte nach Hassan und sie stellte sich als Alryscha vor und endete ihren Bericht, dass alle Mittelreicher getötet und ihre Leichen in den Urwald gebracht wurden.
Donnerstag, 16. Juli 2015
Überlebt
12. Rahja 1009 BF
Ich bin am Leben, doch wo bin ich? Ich weiß noch, dass wir noch einmal ein einheimisches Dorf tief im Dschungel überfielen. Es war erneut ein unnötiges schreckliches Massaker. Doch diesmal war irgendetwas anders ! Hassan ! Es durchfährt mich wie einen Blitz: Ich habe ihn nicht retten können. Die Erinnerungen schießen durch meine Sinne. Er starb in meinen Armen, während ich weinte und schrie, doch er wurde von hinten mit einem Tuzakmesser aufgeschlitzt, da kam jede Hilfe zu spät. Überall lagen Leichen.. viele Mittelreicher lagen um mich rum…. Ich erinnere mich…. ich habe sie getötet… sie waren schuld an Hassans Tod, weil wir für das Mittelreich zu habgierigen, ehrlosen Mördern wurden. Zu Kindermördern und Frauenschändern. Und das im Namen des Reiches. Bei Rondra, was hab ich getan? Rondra vergib mir! Ich will was zu trinken…..ich will was zu trinken…. Ich will Schnaps, der mir die Sinne betäubt….
Ich spüre wie mir jemand irgendwas Ekliges zu trinken einflößt und sinke wieder in tiefen traumlosen Schlaf...
Ich bin am Leben, doch wo bin ich? Ich weiß noch, dass wir noch einmal ein einheimisches Dorf tief im Dschungel überfielen. Es war erneut ein unnötiges schreckliches Massaker. Doch diesmal war irgendetwas anders ! Hassan ! Es durchfährt mich wie einen Blitz: Ich habe ihn nicht retten können. Die Erinnerungen schießen durch meine Sinne. Er starb in meinen Armen, während ich weinte und schrie, doch er wurde von hinten mit einem Tuzakmesser aufgeschlitzt, da kam jede Hilfe zu spät. Überall lagen Leichen.. viele Mittelreicher lagen um mich rum…. Ich erinnere mich…. ich habe sie getötet… sie waren schuld an Hassans Tod, weil wir für das Mittelreich zu habgierigen, ehrlosen Mördern wurden. Zu Kindermördern und Frauenschändern. Und das im Namen des Reiches. Bei Rondra, was hab ich getan? Rondra vergib mir! Ich will was zu trinken…..ich will was zu trinken…. Ich will Schnaps, der mir die Sinne betäubt….
Ich spüre wie mir jemand irgendwas Ekliges zu trinken einflößt und sinke wieder in tiefen traumlosen Schlaf...
Entfremdung
28. Tsa 1009 BF
Hassan wird immer verschlossener und ich trinke immer mehr. Ich liebe ihn, doch er möchte nicht darüber reden was passiert ist. Wir streiten viel über meine Trinkerei und seinen Hass auf diese Leute die hier leben, doch keiner gibt klein bei und wir entfremden uns immer mehr. Bei Rondra wir sollten nicht hier sein. Was ist nur aus uns geworden. Noch dazu diese feuchte Hitze, sie macht einen wahnsinnig.
Hassan wird immer verschlossener und ich trinke immer mehr. Ich liebe ihn, doch er möchte nicht darüber reden was passiert ist. Wir streiten viel über meine Trinkerei und seinen Hass auf diese Leute die hier leben, doch keiner gibt klein bei und wir entfremden uns immer mehr. Bei Rondra wir sollten nicht hier sein. Was ist nur aus uns geworden. Noch dazu diese feuchte Hitze, sie macht einen wahnsinnig.
Gemetzel
12. Tsa 1009 BF
Bei Rondra, ich befinde mich in den tiefsten Niederhöllen. Wir haben heute ein ganzes Dorf vernichtet. Unschuldige Männer wurden ermordet, Frauen wurden geschändet, selbst Kinder haben sie abgeschlachtet. Ich war wie gelähmt und hab mich lediglich verteidigt aber konnte niemanden schlagen. Zum Glück ist das niemandem aufgefallen in dem ganzen Tumult. Doch was hatte ich eigentlich erwartet? Ich weiß es nicht, doch ich habe noch nie solch ein ehrloses Massaker erlebt. Hassan kämpfte wie ein Berserker in blinder Wut. So habe ich ihn noch nie erlebt und es erschreckt mich. Ich werde nun meinen Krug Schnaps leeren und versuchen zu schlafen. Die Luft hier ist unerträglich stickig, heiß und feucht. Mal sehen ob ich Ruhe finde in diesem Dschungel. Ganz Maraskan scheint eine einzige Geräuschkulisse zu sein.
Die Stadt ist laut, der Wald ist schon fast lärmend, voller unbekannter Geräusche. Hier ist es niemals still.
Bei Rondra, ich befinde mich in den tiefsten Niederhöllen. Wir haben heute ein ganzes Dorf vernichtet. Unschuldige Männer wurden ermordet, Frauen wurden geschändet, selbst Kinder haben sie abgeschlachtet. Ich war wie gelähmt und hab mich lediglich verteidigt aber konnte niemanden schlagen. Zum Glück ist das niemandem aufgefallen in dem ganzen Tumult. Doch was hatte ich eigentlich erwartet? Ich weiß es nicht, doch ich habe noch nie solch ein ehrloses Massaker erlebt. Hassan kämpfte wie ein Berserker in blinder Wut. So habe ich ihn noch nie erlebt und es erschreckt mich. Ich werde nun meinen Krug Schnaps leeren und versuchen zu schlafen. Die Luft hier ist unerträglich stickig, heiß und feucht. Mal sehen ob ich Ruhe finde in diesem Dschungel. Ganz Maraskan scheint eine einzige Geräuschkulisse zu sein.
Die Stadt ist laut, der Wald ist schon fast lärmend, voller unbekannter Geräusche. Hier ist es niemals still.
Seekrank
28. Firun 1009 BF
Ich habe eines über mich gelernt, ich bin furchtbar seekrank, zumindest bei Sturm. Doch wir sind alle heil in Tuzak angekommen. Das Mittelreich hat die Gegend um Tuzak weitgehend erobert, jedoch sind ständig kleinere Rebellionen gegen die wir vorgehen müssen. Wir wurden in kleinere Trupps eingeteilt, morgen geht es los ein paar Dörfer zur Vernunft zu bringen die die Rebellen unterstützen.
Ich habe eines über mich gelernt, ich bin furchtbar seekrank, zumindest bei Sturm. Doch wir sind alle heil in Tuzak angekommen. Das Mittelreich hat die Gegend um Tuzak weitgehend erobert, jedoch sind ständig kleinere Rebellionen gegen die wir vorgehen müssen. Wir wurden in kleinere Trupps eingeteilt, morgen geht es los ein paar Dörfer zur Vernunft zu bringen die die Rebellen unterstützen.
Auf gehts !
25. Firun 1009 BF
Ich bin soweit und werde die Schule wieder verlassen. Meine Kraft und mein Gleichgewicht sind auf dem alten Stand und dank meines Erfolgs hab ich sogar eine Anstellung bekommen. Hassan wird mich begleiten. Ich freue mich ihn an meiner Seite zu wissen. Er hat mir meine Lebensfreude wieder zurückgegeben und ich bin sehr glücklich und verliebt.
Wir werden einen Trupp mittelreichischer Söldner nach Maraskan begleiten um die Rebellion aufzuhalten.
Ich bin soweit und werde die Schule wieder verlassen. Meine Kraft und mein Gleichgewicht sind auf dem alten Stand und dank meines Erfolgs hab ich sogar eine Anstellung bekommen. Hassan wird mich begleiten. Ich freue mich ihn an meiner Seite zu wissen. Er hat mir meine Lebensfreude wieder zurückgegeben und ich bin sehr glücklich und verliebt.
Wir werden einen Trupp mittelreichischer Söldner nach Maraskan begleiten um die Rebellion aufzuhalten.
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