Samstag, 15. Dezember 2018

In der Dämonenbrache

11. Rondra 1021 BF

Am nächsten Morgen besorgen wir uns die nötige Ausrüstung, wie bspw. Haumesser und Proviant für ungefähr eine Woche. Kaldrim besorgt geweihtes Feuer aus dem Ingerimm-Tempel in seiner Grubenlampe. Als wir im Rondratempel nachfragen, ob uns jemand begleiten möchte, lehnen sie ab, aber Rittfrau Junivera geht mit mir zum Schrein des heiligen Hluthar und nimmt dort eine Halskette mit einem Löwenamulett. Ich knie ehrfrüchtig nieder und sie hängt mir die Kette um den Hals. Diese Kette trug der Held selbst und dankend erhebe ich mich. Möge die Göttin über uns wachen.

Wir verlassen zu Fuß die Stadt in südwestlicher Richtung und gelangen an die Ausläufer des Waldes. Von hier sieht er wie ein völlig normaler Wald aus, es führt jedoch kein Weg oder Pfad hinein und langsam steigen wir durch Gestrüpp und Unterholz in den Wald. Kaldrim kennt noch die Richtung und wir folgen ihm. Je weiter wir ins Innere gelangen, desto seltsamer wird der Wald. Er wird dichter und dorniger. Die Luft wird stickig warm und es dringt immer weniger Licht durch das Geäst. Eine seltsame Stille liegt auf der Umgebung. Keinerlei Tiere, kein Vogel zwitschert, dennoch ist es nicht unnatürlich still, sondern eher bedrohlich. Das Knarzen von Holz oder Rascheln der Blätter wirkt bösartig, je weiter wir uns hindurch schlagen. Es ist beschwerlich und man kommt nur langsam voran. Irgendwann beschleicht mich das Gefühl wieder beobachtet zu werden, doch so sehr ich mich und meine Sinne auch anstrenge, hier ist nichts, einfach garnichts. Ich befürchte fast Kaldrim könnte recht haben, dass der Wald selbst uns beobachtet. Fordernd rufe ich erbost in den Wald, doch mein Ruf wird nur dumpf verschluckt, ohne Hall oder Echo.

Als es dämmert, suche ich uns einen geeigneten Lagerplatz. Wir machen einen Grubenfeuer und teilen Wachzeiten ein, ich übernehme die letzte. Von irgendwoher hört man leises Plätschern von Wasser. Doch irgendwie ist dieser Platz nicht wirklich so gut, wie ich dachte. Wurzelwerk stört meinen Schlaf und man fühlt sich schlichtweg unwohl.

Als Isonzo mich weckt, berichtet er mir von Lichtern im Wald und irgendwelchen Geräuschen, ich solle wachsam bleiben. Dann legt auch er sich schlafen. Nicht lange Zeit danach höre ich ebenfalls Geräusche und achte auf meine Wärmesicht. Es ist tatächlich etwas im Wald, nicht weit weg von mir. Ich ziehe meinen Khunchomer und gehe langsam darauf zu. Es bewegt sich weiter in den Wald hinein und ich drehe mich rum. Ich bin noch nahe genug am Lager und erkenne unseren Feuerschein. So sehe ich wieder nach der Wärme des Unbekannten und laufe wenige Schritte weiter in den Wald...

Rest folgt...

Argareth

10./11. Rondra 1021 BF

Plötzlich knallt meine Zimmertür auf und Kaldrim steht, komplett bekleidet, in der Tür. Mit der linken Hand an die offene Tür gestütz, lallt er etwas davon, dass wir sofort zur Blutulme müssen, er habe gerade mit dem Baum geredet und es sei wichtig. Kurzerhand dreht er sich rum und während ich mich ankleide, stürzt er genauso forsch in den Schlafsaal und weckt lautstark Isonzo und alle anderen Mitbewohner des Hauses, die nicht recht erfreut darüber sind.

Schnell verlassen wir das Gasthaus und holen die Pferde. Der Stallbursche hilft Kaldrim noch aufs Pferd. Die frische Nachtluft scheint ihm nicht ganz zu bekommen, aber er kann sich im Sattel halten.
Wir verlassen die Innenstadt durch die Stadtmauer und gelangen zum Palastgelände, das ebenfalls ummauert und bewacht ist. Ehe Kaldrim lauthals wieder losblökt, gemahne ich ihn zur Ruhe und rede mit den Palastwachen, die uns die Pferde abnehmen und uns leise zu Fuß in den Palastgarten führen. Kaldrim ist kaum zu beruhigen, nachdem ihm bewusst wird, dass Prinz Brin am Schlund ist und Prinzessin Emer nun allein zuhause. Er faselt was von "Ständchen bringen" und nur mit viel Mühe kann ich ihn zur Besinnung bringen. An einer Brunnenstelle wirft er sich Wasser ins Gesicht und fasst sich ein wenig.

Wir gelangen zur Blutulme. Ein riesiger mächtiger Baum, dessen Blätter rauschen, trotz Windstille. Sein Holz knarzt sanft vor sich hin und plötzlich spricht Kaldrim laut mit ihm. Offensichtlich redet der Baum bereits mit ihm und Kaldrims Falke fliegt plötzlich in die Äste des Baumriesen. Auf einmal erklingt Kaldrims Antwort mit der sonderbaren Stimme des Waldes, die wir schon öfters hörten, aber diesmal nicht laut donnernd und tosend, sondern leise und man hat das Gefühl die ganze Natur um uns herum flüstert seine Worte. Isonzo und ich warten ab, da wir den Baum nicht verstehen können und es dauert eine ganze Weile, bis die beiden fertig sind.

Nachdem uns die Palastwachen irgendwann zurückgebracht haben, verlangt Kaldrim noch, dass sie Prinzessin Emer ausrichten sollen, dass wenn wir zurückkommen, er ihr eine Minne vortragen wird.

Auf dem Weg zurück berichtet uns Kaldrim, dass die Ulme Argareth ihn um Hilfe gebeten hat. Sie sei die Mitte von allem. In der Brache steht eine pervertierte schwarze Eiche, deren Wurzeln alles verseuchen. Sie breitet sich aus und irgendwann wird sie auch hierher kommen. Wir müssen sie vernichten, sonst sei alles verloren. Auf Kaldrims Frage hin, scheint unter der Eiche auch irgendetwas zu liegen. Sie offenbarte ihm die Richtung und wir beschließen am nächsten Tag aufzubrechen.

Kaldrim bestätigt noch meine ursprünglichen Befürchtungen, dass ich womöglich recht haben könnte, dass Balphemor doch nicht nur ein pflichterfüllter Hüter ist, sondern vermutlich wirklich was mit bösartigeren Mächten zu tun hat. Ohne weiter darauf einzugehen, genieße ich seine Zustimmung. Denn das warum, ist deshalb noch immer nicht geklärt.

Ehe ich mich wieder schlafen lege, studiere ich erneut die gefundenen Schriftstücke und mir fällt auf, dass auch Ardanos, damals von fliegenden Augen berichtete, die ihn beobachteten. Ebenso halte ich den krank aussehenden Magister, der die Hesindegeweihte tötete ebenfalls für Balphemor. Desweiteren vermute ich, dass der verschwundene Magister Gratenfels den Kelch vielleicht schon einmal fand, seine Artefaktfähigkeit vielleicht bösartig verändert und er wieder in die Brache zurückgebracht wurde. Vielleicht war auch er schon eine Form von Balphemor oder zumindest sein Handlanger.
Nach dem Studieren des Deckblatts des Symposiums, erscheint es mir sogar, als ob die Blutulme Argareth das gesuchte Herz des Kontinents ist. Sagte Kaldrim nicht, sie sei die Mitte? All die Ausführungen des Symposiums passen zusammen. Wenn die Blutulme sich dermassen bedroht fühlt, könnte es sein, dass das gesuchte Element des Urquells sogar Humus ist und der pervertierte Kelch des Humus die Eiche mitsamt ihren Wurzeln verseucht und alles bedroht. Wenn das alles wahr ist, so dürfen wir keine Zeit verlieren und müssen den Kelch schnellstmöglichst finden. Über all diesen Gedanken falle ich irgendwann in den Schlaf.


Weitere Informationen

...
Das Feuer kann eingedämmt werden und wir bringen Rittfrau Junivera gemeinsam zurück zum Rondratempel. Sie ist sehr mitgenommen, wurde malträtiert und geschlagen und erst einmal versorgt.

Als wir sie befragen, was genau geschehen ist, berichtet sie uns, dass sie Meister Veraides ins Stadtarchiv begleitet habe um neue Erkenntnisse zu dem Kelch zu zeigen, doch kaum waren sie im Archiv, habe er sie niedergeschlagen und sie kam erst im Keller wieder zu sich. Er schlug sie um ein bestimmtes Schriftstück zu erhalten, welches er von ihr versteckt vermutete. Dass sie es einstecken hat, wusste er nicht und hat sie auch nicht durchsucht. Sie gibt uns das Papier und wir halten ein Stück aus dem "Buch der Segnung" in den Händen, das einen Teil eines Rondragebets aus dem Jahre 354 n. BF. aus der Garether Fassung enthält. (siehe Forum Handouts) Es ist der erste tatsächlich schriftliche Beweis dafür, dass sich der Kelch wohl bei Hluthars Grab befindet.

Zwischen uns Gefährten entbrennt ein langer Streit weshalb Balphemor so handelte wie er es tat und wir sind sehr unterschiedlicher Meinung ob seiner Gesinnung. Ich bin mir sicher, dass er nicht "nur" seine Pflicht erfüllt, alles mögliche zu unternehmen um die Sicherheit des Kelches nicht zu gefährden, sondern halte ihn gar für gefährlich und bin sicher, dass er auf der falschen Seite steht.
Kaldrim und Isonzo sind anderer Meinung, da er sonst viel härter hätte vorgehen können, mit nicht solch subtilen Mitteln wie bisher. Ihrer Meinung nach ist er nur ein wenig paranoid und versucht vielleicht nur unter allen Umständen seine Pflicht zu erfüllen den Kelch zu schützen.
Die Frage nach dem Warum seines Verhaltens, bleibt ungeklärt.
Ich werde immer aggressiver durch die unnötige Diskussion, da es unsere Aufgabe ist, den Kelch zu finden, völlig unabhängig von den Taten des Hüters. Die Männer fangen auch noch an zu planen, wie wir uns verhalten sollen, wenn wir erneut auf ihn treffen, was nun wirklich völlig irrelevant ist, da es auf die Aktionen des Gegenübers ankommt. Noch niemals habe ich vorschnell irgendwen angegriffen, ja nicht einmal Balphemor. Denn ich war die einzige, die ihn in tatsächlich nicht angegriffen hat. Er war es schlichtweg eigentlich noch garnicht wert. Ich wollte lediglich seine Hände sehen. Ich renne ja auch nicht blindlings und unüberlegt gegen einen siebengehörnten Dämon.

Nachdem die Diskussion somit eskalierte, trennen wir uns vorerst. Ich bleibe noch im Rondratempel zurück und versuche in den Unterlagen etwas mehr über die Schlacht in der Dämonenbrache herauszufinden. Angeblich soll Hluthar auf dem Feldherrenhügel liegen, doch wo befindet sich dieser?

Kaldrim und Isonzo machen sich auf den Weg zur Magierakademie und zum Hesindetempel um mehr über die Zauber und das fliegende Auge zu erfahren. Ebenso will Kaldrim den Firuntempel aufsuchen um einen Führer in die Brache zu finden.

Ich kehre irgendwann ins Gasthaus zurück. Die anderen beiden sind bis spät in den Abend noch immer nicht zurück, doch ich mache mir hier in der Stadt wenig Sorgen und gehe irgendwann zu Bett. Irgendwann erwache ich, von Lärm auf der Gasse und ich steh auf und schaue aus dem Fenster.
Es muss mitten in der Nacht sein, die Straßen sind leer bis auf eine Sänfte vor der Tür, aus der lautstark lallend Kaldrim fast herausstürzt und ich höre ihn lauthals rufen "Ein Gezeichneter zu sein, heißt mit Entbehrungen zu leben!" - na prima! Nun weiß auch die ganze Stadt, dass wir hier sind. Die Sänftenträger ziehen wieder ab und Kaldrim und Isonzo kommen sternhagelvoll ins Gasthaus. Es rumpelt ein wenig, dann kehrt wieder Ruhe ein. Sie scheinen in ihren Betten zu liegen, denn kurze Zeit später höre ich aus dem Nachbarzimmer ein Schnarchen, dass eines Zwerges würdig ist.

Dienstag, 11. Dezember 2018

Balphemor von Punin

10. Rondra 1021 BF

Letzte Nacht fühlte ich mich von draußen beobachtet. Doch als ich aus dem Fenster sah, erkannte ich nichts. Ich schloss die Läden und ging zu Bett, war mir aber sicher dass irgendetwas mich vor dem Fenster beobachtet hatte.

Nach dem Frühstück teilen wir uns auf. Ich gehe zum Rondra-Tempel und betrete den Tempel der Leuin. Zielstrebig zieht es mich zum Altar des Kor und ich falle auf die Knie und beichte im Stillen meine Sorgen um mein Inneres. Ich bete zu Kor, dass er mir in Zukunft hilft, leichter mit dem Blutdurst meines Zeichens umzugehen und ich es zulasse, dass mich mein Zeichen beherrschen möge, wenn ihm danach ist. Er möge mir die Weisheit schenken, Gut von Böse zu unterscheiden ohne meine Identität ganz zu verlieren. Er möge mir die Kraft schenken mein Zeichen anzunehmen und als Wächter auf Dere zu wandeln.

Während ich bete, spüre ich mein Inneres erwachen, zustimmend, ohne Verwandlung... und Worte aus meinem tiefsten Inneren formen sich zum Gebet:

"Kr'Thon'Chh, oh großer Zermalmer, du blutrünstiger Kriegsgott, erhöre mein Gebet! Bruder des Blutes, gib mir die Gelassenheit ebenfalls das Blut meiner Feunde zu trinken. Der, der du lachend über das Schlachtfeld schreitest, gib mir den Mut nie wieder vor einem Dämon zu weichen! Du Gnadenloser, du Mitleidloser, lasse mich nie wieder straucheln ob meiner Entscheidungen im Kampf! Du Schwarzer Mantikor, gib mir deine Kraft und Schnelligkeit im Kampf! Du Unbarmherziger, lasse mich gegenüber den schwarzen Horden niemals Barmherzigkeit walten! Du donnernder Himmelsreiter und Drachensohn, lasse mich nie wieder verzagen und den Wächter in mir wachen! Du Herr der Schlachten, lass mich Rondras Scharfrichter sein in deinem Namen und lass mich kämpfen und notfalls Sterben für die Götter und ganz Dere!"

Dann ziehe ich meinen Dolch und ritze mir in die linke Hand. Ich spüre wie dick die Echsenhaut ist und schneide mit mehr Druck, bis endlich einige Tropfen Blut in die Opferschale vor mir tropfen. Das restliche Blut lecke ich ab bis es aufhört.
Ich stehe auf, schaue mich suchend um nach einer Geweihten und spreche sie an. Sie führt mich in einen Nebenraum und ich schildere ihr unser Begehr. Es stellt sich heraus, dass der Tempelvorsteher am Schlund ist und seine Vertretung ebenfalls Nachforschungen nach dem Kelch anstrebte, jedoch seit gestern Abend verschwunden ist. Sie ging mit dem Archivar Veraides mit und kam nicht mehr zurück.

Ich mache mich auf den Weg zum Stadtarchiv, in dem auch Ragnar sein Glück versuchen wollte. Wieder fühle ich mich beobachtet und achte vermehrt auf meine Sinne ob ich verfolgt werde. Aus den Augenwinkeln kann ich einen kurzen Moment etwas in der Luft erhaschen, jedoch zu kurz um tatsächlich eine Form wahrzunehmen.

Als ich am Archiv ankomme, ist Ragnar bereits dort, doch hatte er bisher keinen Erfolg. Auf dem Pult des Archivars steht eine Magierstatue. In ihren Händen trägt sie einen seltsamen Stab, mit einem hässlichen Vogelschädel als Spitze. Irgendwie erinnert er einen an die Beschreibung der uralten Aufzeichnungen. Auf Ragnars Fragen hin, sei dies wohl der alte Magus, der mit dem eingeschmolzenen Kelch in Verbindung stand. Sie sei ein Geschenk an das Archiv gewesen und schon vor seiner Zeit da. Ich berichte Ragnar, dass die Rondra-Geweihte nicht zurückgekehrt sei, nachdem sie bei Veraides war und wir sprechen ihn daraufhin an. Doch er berichtet uns nur, dass sie gemeinsam hier waren und nach dem Kelch geforscht haben. Sie hatte Einblick in ein Buch und hatte sich einige Seiten mitgenommen. Der Rest des Buches sei jedoch ebenfalls verschwunden, offensichtlich gestohlen.

Kaldrim und Isonzo kommen hinzu und berichten uns noch mehr. Sie waren im Hesindetempel und der hiesigen Magierakademie, nachdem sie ebenfalls bemerkten, dass sie verfolgt werden. Offensichtlich werden wir tatsächlich beobachtet und zwar von einem Gotongi, ein Dämon in Form eines fliegenden Auges, ein Späher. Sie haben durch ein Schriftstück erfahren, dass in der Dämonenbrache am elementaren Gleichgewicht gezerrt wird. Besondere Phänomene wie Riesenwuchs oder unerwartete Phänomene der Vegetation, sowie starke magische Kräfte sollen hier vorherrschen. Ebenso bekamen Isonzo und Kaldrim Einblick in weitere Schriftstücke, die auf eine alte Blutulme hindeuten als Versteck des Kelches. Jedoch sind diese schon einige hundert Götterläufe alt und sicherlich lag sie derzeit noch außerhalb der Stadt. Berichten zufolge gäbe es aber in der Tat eine uralte Blutulme, im Garten des Prinzen auf dem Anwesen des Palastes. Dazu kommt, dass vor gut 25 Jahren ein Bibliothekar verschwand, Magister Thergoff von Gratenfels. Die Umstände sind nicht klar, aber man vermutet, dass er sich auf die falsche Seite geschlagen hat, nachdem er nach sich einer Expedition mit Rakorium vermehrt mit dunkler Magie beschäftigt haben soll. Damals ist ein Feuer in der Akademie ausgebrochen und hat sämtliche Unterlagen des Magisters mit zerstört. Jedoch mag ein Scholar den Bibliothekar in dieser Nacht mit einem Kelch in der Hand völlig zerschunden und zerissen in der Akademie gesehen haben, und zwar noch vor dem Ausbruch des Feuers. Seitdem ist er verschollen.
Somit gehe ich davon aus, dass sich der Kelch nicht mehr unter der Blutulme befindet. Zusätzlich ist wohl erst vor Kurzem auch noch ein Buch gestohlen worden, das Arkanum.

Kaldrim erkennt plötzlich die Statue auf dem Pult. Dasselbe Bildnis sah er in der Akademie ebenfalls als Portrait von Magister Balphemor von Punin. Er war wohl einst der Hüter des Kelches des Humus.

Wir stellen den Stadtarchivar Veraides erneut zur Rede, da ich langsam misstrauisch werde. Er trägt Handschuhe und ich möchte, dass er sie für uns auszieht. Wir sind neugierig, ob er nicht vielleicht ein Siegel einer Akademie trägt. Doch er weigert sich vehement. Er tritt zurück und plötzlich erscheint ein Stab in seiner Hand, den er wie zum Schutz einmal über sich hinweg wirbelt. Derselbe Stab wie die Statue und auf dem Portrait. Vermutlich sogar derselbe Stab wie damals bei der Geweihten. Der hässliche Vogelschädel ziert ihn. Ragnar greift ihn mit einem Zauber an, während Kaldrim und Isonzo ebenfalls Waffen auf ihn werfen. Doch alles prallt wie von einer unsichtbaren Wand ab. In seiner anderen Hand entbrennt ein Feuerball. Ehe wir ihn aufhalten können, wirft Veraides diesen in das Archiv und teleportiert sich davon. Schnell verteilen wir uns erneut. Ich renne nach oben um nach der Rongrageweihten zu suchen, während Ragnar und Kaldrim unten alles absuchen. Isonzo eilt nach draußen um Hilfe zu organisieren. Schnell bildet sich eine große Löschaktion und während Ragnar und Kaldrim fündig werden und die Rondrageweihte aus einem Keller befreien können, schaue ich mich weiter oben um. Ich finde einige Portraits von Männern aus verschiedenen Zeitaltern. Das erste zeigt Magister Balphemor und kurzerhand zerschlitze ich allen die Kehlen. Offensichtlich waren das alles seine Reinkarnationen. Kaldrim und Ragnar finden im Keller noch einen offenen verschließbaren Schrank, aus dem scheinbar ebenfalls ein Bild entwendet wurde. Der Schatten eines fehlendes Portraits war noch zu erkennen. Das Bildnis von Meister Veraides, dessen Wesen er raubte, hat er wohl mitgenommen. Wir hatten wohl mit niemand geringerem als dem Magier Balphemor von Punin selbst zu tun. Dann muss er schon gut 1500 Jahre alt sein, bei den Göttern! Wie ist das möglich?! Doch aufhalten konnten wir ihn nicht. Wie auch, er muss sehr mächtig sein.

Das Archiv ist nicht zu retten, es brennt lichterloh und wir sind mit heiler Haut davongekommen. Rittfrau Junivera haben wir wenigstens in Sicherheit bringen können. Doch das Stadtarchiv ist verloren und wir helfen noch mit das Feuer wenigstens einzudämmen, damit es nicht verheerend übergreift.
...

In Gareth

9. Rondra 1021 BF

Gegen Abend erreichen wir die Hauptstadt. Um keine Zeit zu verlieren führt uns Kaldrim direkt durch die Stadt zur außerhalb liegenden Stadt des Lichts. Es bedarf einiger Überredungskunst, dass ein Sonnenlegionär uns zu Jariel Praiotin, dem Boten des Lichts bringt. Dieser schläft bereits zu dieser Stunde und es dauert einige Zeit bis man uns im Sonnentempel zu ihm lässt.

Wir berichten ihm die Dringlichkeit und er schickt uns zum Archiv des Tempels und nach der Archivarin Praiowine Geschwind. Wieder müssen wir warten, aber kurze Zeit später erscheint eine ebenfalls recht übermüdete Archivarin, die uns das "Buch der Schlange" bringt. Es ist fast gänzlich zerstört, doch von dem wenigen, was man noch entziffern kann, machen wir uns eine Abschrift.

Sie gibt uns noch den Rat, dass auch der Stadtarchivar Meister Veraides uns vielleicht weiterhelfen kann und wir begeben wir uns erneut in die Stadt zurück und suchen uns eine Unterkunft im Gasthaus "Schwert und Panzer". Ich bleibe weitgehend im Dunklen und habe meine Kapuze weit ins Gesicht gezogen um nicht aufzufallen. Unter all dem Veteranen- und Abenteurervolk hier fallen wir wenigstens nicht so sehr auf. Wir essen und trinken und lauschen noch ein wenig den Gesprächen der Anwesenden, die gerne von ihren ach so tollen Erlebnissen prahlen. Kaldrim kann sich kaum zurückhalten, da nicht mit zu mischen, doch er beherrscht sich. Als wir auf die Zimmer gehen, klopft er nur lächelnd einem der Aufschneider auf die Schulter und lacht ihn an, was dieser, den Götter sei Dank, nicht als ein Auslachen empfindet.

Aufbruch nach Gareth

8. Rondra 1021 BF

Es dämmert gerade zum Morgen, als die Rondrageweihte uns weckt und uns Pferde und Proviant bringt.

Kaldrim kommt pfeifend in allerbester Laune gerade ins Lager und kann es nicht lassen, der Geweihten einen deftigen Handschlag auf ihren Allerwertesten zu verpassen. In weiser Voraussicht direkt danach duckend, was ihm eine heftige Ohrfeige ihrerseits erspart. Mit hochrotem Kopf verlässt sie uns wutentbrannt, während ich nur kopfschüttelnd aufsteige und auf den Rest der Truppe warte.

Die Disziplin meiner Gefährten lässt bisweilen etwas nach... und trotzdem entgeht mir Kaldrims entspannter Gesichtsausdruck nicht, als er gutgelaunt lächelnd, mit müden Augenrändern auf sein Pferd steigt.


Wieder am Schlund

7. Rondra 1021 BF

Nach einigen Tagen haben wir das Heerlager am Schlund wieder erreicht. Es ist an Ausmaß stark gewachsen. Ordentliche Palisaden umranden hinter ausgehobenen Gräben den inneren Platz der Heiligen Zwölfgöttertjoste, während ums Lager herum der Tross und sonstige unwichtige Anhängsel lagern.

Als wir ins Lager reiten, kommt Granus von Honingen auf uns zugeeilt und begrüßt uns, während man uns die Pferde abnimmt und versorgt. Man stellt uns den Lagerprofus vor, der uns eine Unterkunft außerhalb des Lagers bei den Drachenpforter Schützen zuteilt. Sichtlich angesäuert, ob der Art und Weise uns erst hier hineinreiten zu lassen um uns dann zu Fuß wieder aus dem Lager herauslaufen zu lassen, zetere ich ein wenig lautstark mit Kaldrim herum, während wir wieder das Innere verlassen.

Im Trosslager gehe ich daraufhin in unser Zelt, ziehe meine Stiefel aus und lege mich auf mein Lager um zu entspannen, während ich den Geräuschen und dem Geschwätz der außerhalb stehenden lausche. Meine Gefährten treiben sich unterdessen im Lager umher. Ich bekomme noch mit, dass Kaldrim sich auf den Weg zum Zwergenlager macht um seine Angebetete zu treffen und Ragnar zum Badezelt will, während Isonzo sich auf den Weg zum Fluss macht.

Als Ragnar schon wieder wohlriechend zurückgekehrt ist, kommt plötzlich eine Rondrageweihte ins Zelt und verlangt nach uns. Als sie sieht, dass wir nur zu zweit sind, wird sie ungeduldig und fordert, dass ALLE Gezeichneten sich schnellstmöglichst bei Ayla einfinden sollen. So macht sich Ragnar auf den Weg Isonzo zu holen, während ich mir das Pferd eines Fremden ausleihe um Kaldrim zurückzuholen. Ich finde ihn, wie erwartet, bei einem Stelldichein mit seiner Zwergin und ich platze in ihr Zelt um ihn von ihr runter zu holen. Er erbettelt noch zwei Minuten, die ich ihm lasse, bevor ich ihn mit zurücknehme.

Wir werden zu Aylas Zelt gebracht und Granus erwartet uns bereits voller Ungeduld. Man bittet uns Platz zu nehmen, was Ragnar und ich tun. Nur Isonzo und Kaldrim diskutieren noch, wie und ob man Wasser in Wein verwandeln kann, nach ihrer Enttäuschung, dass man uns nur Wasser darbietet.
Ayla kommt herein und ich fahre die beiden Diskutierenden an, dass sie sich auch setzen sollen. Granus ist völlig empört ob unseres Verhaltens, während Ayla uns lange genug kennt um unsere Art nur zu belächeln.

Sie gibt uns den Auftrag bei Tagesanbruch nach Gareth zu reisen. Auch dort soll ein Kelch verborgen oder besser gesagt wiedergefunden worden sein. Sie zeigt uns ein uraltes Pergament, das Aufzeichnungen eines Rondrageweihten bereits vor fast 1500 Jahren bezeugt. Demnach soll eine Hesindegeweihte von einem unheimlichen Magus getötet worden sein, aufgrund des Kelches. Der Ritter der Göttin habe diesen Mord mit eigenen Augen erlebt und sie starb in seinen Armen.

Mit einem Schreiben von Prinz Brin, welches uns den Zugang zum "Buch der Schlange" der Geweihten erlaubt, welches im Praiostempel liegen soll, entlässt Ayla uns und bittet uns am nächsten Tag früh aufzubrechen. Für alles Weitere wird gesorgt.

Montag, 29. Oktober 2018

Die Suche nach Rohezal

1. Rondra 1021 BF

Es ist immernoch Nacht als wir an die Festung gelangen. Man sieht Veranden, die aus dem Berg herausragen. Die ganze Festung ist in alter Zwergenmanier in den Berg gehauen. Auf der Spitze des Berges erkennen wir das Banner der Dämonenkrone. Die Insel ist eingenommen.

An einer Veranda ist das Milchglas, welches die Veranden umgibt zersplittert und ein Durchgang ist erkennbar. Wir klettern hinauf und gelangen in einen zwergischen Wohntrakt, doch alle Räume sind geplündert. Wir schleichen uns zu Raum zu Raum, doch in dem Stockwerk ist nichts weiter zu finden.

Wir gehen eine Wendeltreppe nach unten und gelangen in einen großen Gang. Wir finden drei weitere leere Räume und vor einem Druchgang ist allerlei Gerümpel hochgestapelt. Eine Barrikade, die aber wie oben abgesenst erscheint. Kaldrim schlüpft hindurch und Ragnar folgt ihm. Ich schaue mich erst noch den Gang entlang einige Meter weiter um, aber auch da ist alles leer und so gehe ich zu meinen Gefährten zurück.

Ich klettere ebenfalls durch die Öffnung der Barrikade und gelange in einen dunklen Raum. In der Mitte ist ein Altar, aber sonst ist der Raum völlig leer. In einer Ecke an der gegenüberliegenden Wand sitzt Rohezal, den Kopf gesenkt und streckt eine brennende Fackel von sich. Ragnar erklärt, dass er sich in einer Meditationshaltung befindet. Als wir näher kommen, erkennen wir, dass der ganze Magier aus Stein zu sein scheint. Er hat sich selbst verzaubert und zwar so stark, dass er wohl sein ganzes Leben hier verbringen wird, wenn nicht ein ebenso mächtiger Magus ihn aus diesem Zauber herausholt. Ragnars Fähigkeiten übersteigt es schonmal.

Ragnar erkennt an einer Wand mit seinem Auge einen Satz, der dort wohl magisch hingezaubert wurde: ............... (folgt)

Ein magisches Rätsel. Wir versuchen sämtliche Ideen, die uns dazu einfallen aufzusagen, doch nichts passiert. Dann machen wir uns daran, die Wand hinter Rohezal zu untersuchen, bis uns gegenseitig auffällt, dass wir dies nie wirklich tun, sondern nur der Meinung sind, sie untersucht zu haben. Nach langem Hin und Her und vielen Versuchen irgendwie an die Wand zu gelangen, schaffe ich es und bemerke eine große Öffnung in der Wand. Mit dem Arm kann ich nur Felswand ertasten und dass die Wand sich trichterhaft öffnet, doch den Kelch finde ich nicht. Dann schaue ich hinein und erkenne den Kelch in guten sechs bis sieben Schritt Entfernung. Jegliche Versuche den Kelch durch Worte heraufzuholen scheitern.

Irgendwann schaut Ragnar in die Öffnung und erkennt einen kleinen Eiselementar um den Kelch huschen. Er spricht ihn an und tatsächlich ist er bereit ihm den Kelch zu bringen, nachdem er Ragnars Gesinnung überprüft hat. Ragnar verstaut ihn gut und wir machen uns auf den Weg zurück zu unserem Boot.

Trotz einiger Patrouillen, den wir ungesehen ausweichen oder uns verstecken können, gelangen wir nach einigen Stunden wieder an unser Boot und rudern hinaus aufs Meer. Kaldrim schickt seinen Falken zu Ayla und kurze Zeit später nimmt uns die Seeadler wieder an Bord.

Der Morgen dämmert bereits. Die Kunde um Faldegorns Tod betrübt und auch Rohezals Versteinerung wird mit Sorge betrachtet. Kaldrim verlangt den Karfunkel von mir und er beginnt das Friedensied zu singen, in der Hoffnung auch den verstörten Drachenstein damit zu beruhigen ehe er seine letzte Reise antritt. Die Mannschaft ist ebenfalls ziemlich still und die nächsten Stunden fällt kein böses Wort an Bord.

Faldegorn

30. Praios 1021 BF

Gegen Mittag gelangen wir in die Nähe der Inselgruppe. Die Verbindung zu Kaldrims Falke ist schwach, aber er spürt, dass es eilt und Faldegorn in Not ist. Er erkennt, dass es die Insel Ildarasch ist, um die es geht und mahnt weiter zur Eile.

Die Wolken haben sich noch weiter zugezogen und über Tobrien erkennt man Wetterleuchten und weit entferntes Donnergrollen. Es dämmert bereits und man bittet uns erneut in den Kartenraum.
Nach langer Unterredung einigt man sich sich, dass wir mit einem Ruderboot an Land gehen, während die Seeadler weiter kreuzt. Kaldrim hat die wahnwitzige Idee, das Schiff weiter nach Perricum segeln zu lassen, aber diese irrsinnige Idee können wir verhindern. Die Kapitänin wird auf uns warten.

Ragnar rudert uns mit meiner Hilfe an Land. Es wird immer düsterer und wir verstecken das Boot im Dickicht und verwischen unsere Spuren am Sandstrand. Wir machen uns durch den angrenzenden Wald auf den Weg. Ich gehe voraus, immer Kaldrims Gefühl nach und Ragnar leuchtet uns. Durch meine Wärmesicht kommen wir recht gut voran. Doch plötzlich erkenne ich humanoide Gestalten, die auf uns zukommen und schnell löschen wir das Licht und verstecken uns im Unterholz.
Ein kleine Gruppe von Krakoniern patrouilliert an uns vorbei und wir bleiben unentdeckt. Krakonier, hier? Sehr ungewöhnlich. Das letzte Mal sahen wir solche Truppen im Zusammenhang mit den Dämonenarchen. Würde mich nicht wundern, wenn hier eine vor Anker liegt.

Der Wald endet und wir gelangen auf eine dicht bewachsene Ebene voller Heidekraut. Es ist mittlerweile dunkel und vor uns erkennen wir im Nachtschatten eine Felsformation aus drei hohen Felsen. Als wir näher kommen, erkennen wir abgerissene Felsbrocken und schwarze Rußflecken auf den Kalkwänden des Gesteins. Wir können ein schwaches Fauchen und Schnaufen vernehmen und als wir an den Felsen ankommen, stehen wir vor einer Kluft.

Inmitten der Kluft liegt schwer verletzt der Drache Faldegorn. Aus etlichen Wunden läuft sein dampfendes, kochendes Blut und als er uns bemerkt ruckt sein Kopf erst erschreckt in die Höhe um dann entspannt wieder abzusinken, als er uns erkennt.

Kaldrims Falke verbindet sich wieder mit seinem Zeichenträger und Ragnar nähert sich Faldegorns Kopf. Er streicht sanft über seine Stirn und fragt, was geschehen sei. Faldegorn berichtet, dass es ihnen gelungen ist den Kelch zu finden. Doch er und Rohezal seien danach von Razzazor angegriffen worden. Es gelang ihm noch Rohezal an der Festung im Norden abzusetzen, aber danach lieferte er sich einen erbitterten Kampf mit dem untoten Drachen, den er kläglich verlor. Nichts und niemand kann ihn noch retten, aber er bittet uns seinen Karfunkel nicht zurückzulassen, sondern ihn nach Khunchom in die Dracheneiakademie zu bringen. Wer weiß, was der Feind sonst damit anstellen könnte. Ragnar geht einen Schritt zurück , zieht seine Axt und fragt ihn ob er bereit sei, woraufhin Faldegorn bejat und seine Augen schließt. Kaldrim zieht sich schockiert einige Meter zurück und dreht sich um. Ich bestaune diese Tat mit Wohlwollen. Dass wir ihm noch den Gnadenstoß geben, damit hatte ich nicht gerechnet. Mit einem kräftigen Hieb schlägt Ragnar sein Beil in den Schädel des Drachen und sein kochendes Blut strömt ihm entgegen. Faldegorn ist tot!

Ich höre, wie Kaldrim sich übergibt und ein leises Schluchzen verrät seine Trauer über seinen Tod.

Wir warten ein Weilchen bis das Blut ein wenig abgekühlt ist. Dann spreizt Ragnar die klaffende Wunde und ich strecke meinen Arm hinein in den Schädel des Tieres. Es ist noch immer angenehm heiß und langsam taste ich mich durch das Gewebe um den Karfunkel zu finden. Ragnar erkennt ihn durch sein Auge und lotst mich, bis ich das bohnengroße Steinchen zu fassen kriege und es herausziehe. Ragnar reicht mir eine kleine Phiole und ich stecke den Karfunkel dort hinein, ehe ich ihn an mich nehme. Kein schöner Grund Khadil Okharim wiederzusehen.

Wir gehen weiter gen Norden. Schweigend laufen wir voran. Kaldrim trauert still vor sich. Der Tod Faldegorns hat ihn arg mitgenommen.

Beunruhigende Kunde

29. Praios 1021 BF

Seit Tagen hält sich das Wetter gleich schlecht. Immer wieder regnet es und die See ist unruhig. Noch immer esse ich wenig und versuche es im Magen zu behalten. Noch immer liege ich die meiste Zeit unter Deck.

Plötzlich kommen Ragnar und Kaldrim gelaufen um mich und die anderen zur Kapitänin zu holen.
Kaldrim hat schreckliche Neuigkeiten. Es fiel auf Deck plötzlich in eine Art Trance und nur ein Eingreifen Ragnars konnte ihn wieder zu sich holen. Er spürte die verzweifelten Gefühle Faldegorns, Rohezals Drachen. Eine Mischung aus Angst, Einsamkeit, Verzweiflung, Traurigkeit, alles zusammen. Irgendetwas schreckliches muss passiert sein. Er sah eine Insel, die er allen beschreibt und nach einigen Überlegungen ist man sich einig, dass es eine der Zwergeninseln vor der Beilunker Küste zu sein scheint.

Wir sind ohnehin auf dem Weg in den Golf von Perricum. Die Kapitänin schreit Befehle über Deck und die Seealder macht ihrem Namen alle Ehre und fliegt über die Wellen dahin, dass ich noch größere Not habe an mich zu halten.

Kaldrim schickt seinen Falken zu Faldegorn, in der Hoffnung so eine bessere Verbindung zu erhalten oder zumindest genaueres in Erfahrung zu bringen.